Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Mittwoch, 21. November 2018, 15:03 Uhr

Linz: 5°C Ort wählen »
 
Mittwoch, 21. November 2018, 15:03 Uhr mehr Wetter »
Oberösterreich  > Salzkammergut

Gmunden lässt Straßenbahn bis Vorchdorf fahren

GMUNDEN. Verkehrsstadtrat Wolfgang Sageder hat nach jahrelangen Diskussionen sein Ziel erreicht.

Die große Stunde des Wolfgang Sageder

Die jüngste Sitzung des Gmundner Gemeinderates hatte historische Bedeutung. Bild: ebra

Als Gmundens Gemeinderat Ende vergangener Woche die Verlängerung der Gmundner Straßenbahn beschloss, war das der große Tag von SP-Verkehrsstadtrat Wolfgang Sageder. Feierlich gekleidet und nach eigenen Worten „so aufgeregt, als wäre das mein erster Auftritt im Gemeinderat“, zählte er im Rathaussaal noch einmal die Gründe auf, warum Gmunden diese historische Chance nicht verpassen darf. Warum die 650 Meter lange Lücke im Gmundner Schienennetz mit 100 Jahren Verspätung geschlossen werden sollte.

Das Momentum genutzt

Sageder hatte jahrelang für die Vollendung der Straßenbahn gekämpft. Er hatte Schritt für Schritt darauf hingearbeitet und unermüdlich Überzeugungsarbeit geleistet. In der Bevölkerung ebenso wie in den Parteien – auch in der eigenen. Sageder fädelte mit der Landesregierung die für Gmunden unwiderstehliche Finanzierungsaufteilung nach einem 80:20-Schlüssel ein und erbettelte auch noch Fördergelder in Wiener Ministerien. Und als vor zwei Wochen durch einen OÖN-Bericht österreichweit bekannt wurde, dass Gmundens Straßenbahn ohne Verlängerung unmittelbar vor ihrer Schließung steht und die Stadt nur noch wenige Tage Zeit hat, das Finanzierungsangebot anzunehmen, nutzte er den Moment und machte gemeinsam mit Vertretern der VP den Sack zu.

Die FP sprach sich im Stadtparlament gegen die Verknüpfung der Straßenbahn mit der Traunseebahnlinie aus, blieb dabei aber allein – und musste sich vorhalten lassen, selbst einst im Wahlkampf für das Projekt Stimmung gemacht zu haben. Doch davon wollte FP-Stadtrat Gerald Grampelhuber nichts wissen. Die Verlängerung sei zu teuer angesichts der niedrigen Auslastung der beiden Linien, argumentierte er. Gmunden sei durch Citybusse gut erschlossen. Mit einer Sondergenehmigung könne man die Schließung der „Museumsbahn“ außerdem vielleicht verhindern.

Sageder, der wusste, dass die Sache längst gelaufen war, verfolgte die Debatte still beobachtend. Als der Gemeinderat nach der Sitzung geschlossen in ein Wirtshaus übersiedelte, bestellte er dort wie immer Fruchtsaft. Denn so historisch kann eine politische Entscheidung gar nicht sein: Sageder bleibt nüchtern.

Kommentare anzeigen »
Artikel Edmund Brandner 18. Februar 2013 - 00:04 Uhr
Mehr Salzkammergut

Wo einst der Aar noch hauste

GMUNDEN. Lutz Maurers Dreh für Traunstein-Film landete auf Adlerhorst.

Neues Forstliches Bildungszentrum setzt Klimaschutz-Standards

TRAUNKIRCHEN. "Klimaaktiv Gold-Standard": Umweltministerium zeichnet Haus in Traunkirchen aus.

Wie ein Regenbogen, der sich über Vöcklabruck spannt

VÖCKLABRUCK. Internationales Frauentreffen baut seit zehn Jahren Brücken.

Dankeschön für die Integrationsarbeit

VÖöCKLABRUCK. Vöcklabruck zeichnet vier Personen bzw. Organisationen mit einem Preis aus

Roither Kirche in Ebensee wird saniert

EBENSEE. 2019 feiert die Pfarre das 50-jährige Bestehen der Bruder-Klaus-Kirche.
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS