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Ferdinand Kurzböck: Widerstand gegen den Nazi-Terror

Ferdinand Kurzböcks Leben war früh geprägt vom Kampf gegen den Nazi-Terror in Österreich. Am 23. Juni starb der aus Bad Ischl stammende und seit Jahren in Steyr lebende Widerstandskämpfer im 90. Lebensjahr.

Ferdinand Kurzböck

Ferdinand Kurzböck (1924-2014) Bild: Privat

Die Verabschiedung findet heute um 15 Uhr in der Feuerhalle Steyr statt.

Ferdinand Kurzböck wurde am 11. Dezember 1924 in Bad Ischl geboren. Als Sohn eines Nazis trat er kurz nach der Annexion Österreichs durch Hitler-Deutschland dem "Deutschen Jungvolk" bei, der HJ-Organisation für 10- bis 14-Jährige. Im Juni 1939 kam er zur Hitler-Jugend, trennte sich geistig aber vom Gedankengut und nahm an den HJ-Diensten nicht mehr teil.

Während seiner Mechanikerlehre kam er in der Gewerbeschule mit Franz Föttinger und Karl Adamec in Kontakt und begann mit diesen, eine illegale Gruppe des Kommunistischen Jugendverbandes aufzubauen und den Widerstand zu organisieren. Im Salzkammergut fiel dies auf fruchtbaren Boden.

Am 26. Februar 1941 wurde Kurzböck schließlich verhaftet und mit sieben seiner Mitstreiter angeklagt. Wegen "Vorbereitung zum Hochverrat" wurde er vom Nazi-Regime zu zwei Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt. Seine Haft verbrachte er in Bad Ischl, Wels, Linz, Graz und im hessischen Rockenberg, wo er sich bei einer Prügelstrafe schwerste Verletzungen zuzog. Gesundheitlich schwer angeschlagen kehrte er zu seiner Familie nach Bad Ischl zurück, wurde in die Strafkompanie der Wehrmacht einberufen und entging nur mit Glück einem SS-Mordkommando.

Kurzböck war seit der Gründung Mitglied des KZ-Verbandes und über viele Jahre Mitglied des Landesvorstandes. Er arbeitete als Berufsschullehrer und in der Versicherungsbranche. Bis zuletzt lebte er mit seiner Gattin Anna in Steyr.

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Artikel 30. Juni 2014 - 00:04 Uhr
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