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Linz

Ein Einkaufswagen im Wasser, viel Müll an Land

03. April 2021 01:16 Uhr

Ein Einkaufswagen im Wasser, viel Müll an Land
Ein Feuerwehrtaucher barg den Einkaufswagen aus der Traun

LINZ/TRAUN. In Traun war die Feuerwehr im Einsatz, in Linz rücken die Stadtmitarbeiter verstärkt aus.

Das war alles andere als ein gewöhnlicher Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr Traun: Einen Einkaufswagen aus der Traun muss man schließlich nicht alle Tage bergen.

Aprilscherz war das keiner, sondern vielmehr der Beweis dafür, dass manche Menschen die Natur als idealen Müllplatz sehen, und das sogar in zwei Metern Tiefe. Dort wurde der Einkaufswagen nämlich entdeckt. Wie er dorthin gekommen ist, weiß niemand.

"Es gibt Dinge, die kann man sich bekanntlich nicht erklären. Ebenso wenig den Grund, warum ein Einkaufswagen im Augebiet ins Wasser der Traun kommt", brachte es ein Trauner Feuerwehrmann treffend auf den Punkt. Offenbar habe jemand den langen und extrem unwegsamen "Anfahrtsweg" in Kauf genommen und sich dann aber im Uferbereich des Gefährts entledigt, mutmaßt man in Kreisen der Freiwilligen Feuerwehr Traun. Ein Feuerwehrtaucher stieg schließlich ins Wasser und holte das Gefährt heraus. Der Einkaufswagen wurde kurzerhand mit dem Feuerwehrauto dem Markt retourniert, von dem er "entliehen" worden war.

Ein Einkaufswagen im Wasser, viel Müll an Land
Der Einkaufswagen in der Traun

Noch am Tag vor seiner Bergung hatte der Einkaufswagen unter Wasser nicht nur verwunderte menschliche Blicke auf sich gezogen, sondern wurde auch von den Fischen kritisch beäugt. Ein Foto zeigt einen Hecht, für den dieser Anblick unter Wasser wohl ebenfalls neu war.

Weniger neu als vielmehr wohlbekannt ist das Müllproblem an Land, sprich in der Linzer Innenstadt, das in der Coronakrise keinesfalls kleiner geworden ist. Dort zieren zwar keine entsorgten Einkaufswagen die Wege, dafür aber viel Verpackungsmüll. Was, so die Beobachtungen der Mitarbeiter des Geschäftsbereiches Stadtgrün und Straßenbetreuung, allen voran auf die andauernden coronabedingten Gastroschließungen und das damit verbundene Take-away-Geschäft zurückzuführen ist.

Mehr Mistkübel in der Stadt

Die Stadt Linz reagiert an den Wochenenden nun mit neuen Maßnahmen: Einerseits werden Mistkübel an stark frequentierten Orten wie etwa der Promenade häufiger entleert und im Donaupark verstärkt Reinigungspersonal eingesetzt. Andererseits wurden mehrere zusätzliche 1.100-Liter-Tonnen entlang der Donaulände, auf dem Jahrmarktgelände und dem Steinmetzplatzl aufgestellt. Vizebürgermeister Bernhard Baier (VP) appelliert zudem an die Eigenverantwortung der Linzer, ihren Müll in einer der Abfallsammelstellen zu entsorgen und nicht einfach liegen zu lassen. Das würde nicht nur die städtischen Mitarbeiter entlasten, sondern auch ein ungetrübtes Freizeitvergnügen in sauberer Umgebung ermöglichen.

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