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Ein Kenner des Jugendstils zeigt die Schätze der Stadt aus der Epoche

LINZ. „Linz ist nicht vergleichbar mit der Jugendstil-Stadt Riga, aber auch in der Landeshauptstadt gibt es viele Gebäude, die dem Jugendstil zuzuschreiben sind“, sagt Studienrat Elmar Weingartner.

Ein Kenner des Jugendstils zeigt die Schätze der Stadt aus der Epoche

Elmar Weingartner zeigt Jugendstil in Linz, hier in der Spittelwiese. Bild: vach

Der pensionierte Lehrer der Prinz-Eugen-Schule, heute HBLA für künstlerische Gestaltung, hat in seiner Freizeit viel zu diesem Thema recherchiert und die Jugendstil-Objekte in Linz dokumentiert. Sein Wissen teilt er gerne und bietet dazu Jugendstil-Spaziergänge an.

Ob ein Stil dieser Epoche zuzuordnen ist, erkennt Weingartner meist selbst, er stützt sich aber auf alle nur erdenklichen Quellen. Die Recherchen führen Weingartner oft bis nach Wien ins Bundesdenkmalamt, Informationen findet er auch in Heimatbüchern und in Stadtarchiven. Die Suche im Internet ist ebenfalls ein Werkzeug, das Weingartner nutzt. „Wenn ich die Gelegenheit habe, sehe ich mir Jugendstil-Häuser auch von innen an“, sagt der Linzer, der aus Neumarkt im Hausruckkreis (Bezirk Grieskirchen) kommt und in Wien im Zuge der Ausbildung zum Kleidermacher die Schneider-Meisterklasse besuchte.

Dem Jugendstil auf der Spur

Jugendstil in Linz findet man in verschiedenen Stadtvierteln, darum hat Weingartner die Spaziergänge in drei Gebiete eingeteilt: Linz-Urfahr, Linz südlich der Westbahn und Linz-Zentrum. Einige der Teilnehmer kennen Weingartner als Mitbegründer und ehemaligen Leiter des Kolping-Forums.

Wenn der Pensionist einen Spaziergang mit mehr als 40 Interessierten leitet, nimmt er – wie ein Stadtführer eben – ein Mikrofon, ein Headset zu Hilfe. Ein Jugendstil-Spaziergang unter dem Motto „Kostbarkeiten der Jahrhundertwende“ dauert eineinhalb bis zwei Stunden. Der nächste derartige Spaziergang ist am 20. April. Eine Jugendstil-Spezial-Veranstaltung gibt es am Samstag, 23. Februar, um 15 Uhr in der Pfarrkirche Ebelsberg. Diese beherbergt seit 1913 als einzige Kirche in Oberösterreich eine Jugendstil-Apsis. Diese gestaltete der Glas- und Mosaikkünstler Leopold Forstner.

„Wäre ich noch einmal jung, würde ich wohl Architektur studieren“, sagt Weingartner. Wenn er durch die Herren-, Baumbach- oder Scharitzerstraße geht und Jugendstil-Elemente von Muscheln über Lisenen und Masken erklärt, spürt man seine Begeisterung.

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Artikel Vera Achleitner 21. Februar 2013 - 00:04 Uhr
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