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Oberösterreich

Nach Brandanschlag keine Spur zu Verdächtigen

14. Mai 2012 00:04 Uhr

Nach Brandanschlag keine Spur zu Verdächtigen
Ausgebrannte Dienstfahrzeuge in der Kaserne Hörsching

HÖRSCHING. Bundesheer dementiert Zeitungsbericht, wonach frustrierte „Offizierszelle“ Autos in Brand gesetzt haben soll.

Am 6. Mai wurden bei einem Brandanschlag insgesamt sieben Fahrzeuge auf dem Gelände des Fliegerhorstes Vogler in Hörsching zerstört. Die Ermittlungen laufen, mit hoher Wahrscheinlichkeit sei der Täter ein „frustrierter Berufssoldat, der auf die geplante Schließung der Kaserne Ebelsberg extrem reagiert hat“, heißt es aus Ermittlerkreisen.

„Kein Bericht“

Eine Tageszeitung „enthüllte“ gestern, dass es einen Geheimbericht des Abwehramtes in der Causa gebe, der heute an Minister Norbert Darabos (SPÖ) übergeben werden soll. Weiters heißt es in dem Artikel, dass der Anschlag von einer Gruppe von Offizieren durchgeführt worden sein soll. Eine geheime und rechtsradikal positionierte „Offizierszelle“ soll für eine ganze Reihe von Brandanschlägen seit 2007 verantwortlich sein. Aus politischen Gründen.

Das Militärkommando Oberösterreich widerspricht dieser Darstellung nun allerdings entschieden. „Es wird kein Bericht an den Minister übergeben. Außerdem gibt es auch keine Liste mit Namen von Offizieren, die mit den Anschlägen zu tun haben könnten. Es gibt bis jetzt keine Hinweise auf konkrete Namen oder Tatverdächtige“, sagt Major Gerhard Oberreiter, Sprecher des Militärkommandos Oberösterreich.

Es gebe auch keinen Bericht des Abwehramtes, weil in der Angelegenheit das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung die Ermittlungen leitet, sagt Oberreiter. Und weiter: „Das Bundesheer unterstützt natürlich die zuständigen Behörden bei ihren Ermittlungen in diesem laufenden Verfahren.“

Drei Anschläge bestätigt

Oberst Johann Hehenberger, stellvertretender Militärkommandant von Oberösterreich, bestätigt drei Brandanschläge in den vergangenen fünf Jahren in Kasernen.

Beim Brand am 6. Mai in der Kaserne Hörsching waren sieben Heeresfahrzeuge schwer beschädigt oder gänzlich zerstört worden. Der Brand war von einem auf dem Kasernengelände abgestellten Lkw ausgegangen, der angezündet worden war. Ein Patrouille hatte den Brand entdeckt und Alarm geschlagen.

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