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Oberösterreich

Zwei Verletzte und 26 Kilometer Stau nach Lkw-Unfall auf A1

ASTEN. Zwei Sattelschlepper kollidierten am Freitag auf der Westautobahn bei einem Auffahrunfall. Dabei kippte einer der beiden Lkw um und kam quer auf der Fahrbahn zum Liegen.

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Zwei Menschen wurden verletzt, drei weitere Beteiligte kamen mit dem Schrecken davon. Die A1 musste in Fahrtrichtung Wien vier Stunden lang gesperrt werden, viele Ausweichrouten waren verstopft.

Der schwere Verkehrsunfall ereignete sich am Freitag kurz vor 12.40 Uhr in Asten auf der Westautobahn (A1). Ein 49-jähriger rumänischer Lkw-Fahrer wollte mit seinem mit Klopapier vollbeladenen Sattelschlepper bei der Ausfahrt Enns-West auf die B309 in Richtung Steyr abfahren und geriet dabei ins Schleudern. Von hinten näherte sich ein 52-jähriger ungarischer Lkw-Lenker. Dieser konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen und krachte mit der rechten, vorderen Lkw-Seite gegen den anderen Laster.

Durch die Wucht des Aufpralls kollidierte der außer Kontrolle geratene Sattelschlepper des Rumänen mit den Leitplanken direkt bei der Abfahrt Enns-West und stürzte um. Der Lkw kam quer über mehrere Fahrstreifen zum Liegen. Dabei riss die Abdeckplane des Anhängers auf und zahlreiche Packungen mit Klopapier kullerten auf die Fahrbahn.

"Als wir am Unfallort eintrafen, war bereits der Notarzthubschrauber vor Ort", sagt Einsatzleiter Clemens Bayer von der Feuerwehr Asten. Der Lkw-Fahrer des umgestürzten Sattelschleppers stand aufrecht in der Fahrerkabine und konnte nicht hinaus. "Wir haben den verletzten Lenker mit einer Steckleiter über die Beifahrertür gerettet", sagt Bayer.

Insgesamt waren fünf Menschen in den Unfall verwickelt. Das Rote Kreuz brachte beide leicht verletzte Lkw-Lenker zur Kontrolle zum Unfallkrankenhaus Linz. Der Rettungshubschrauber Christophorus 10 konnte ohne Patient wieder zum Stützpunkt nach Hörsching zurückkehren. Drei weitere Personen in Pkws dürften den Unfall hautnah miterlebt haben. Sie wurden bei der Kollision der beiden Sattelschlepper nicht in Mitleidenschaft gezogen und konnten nach der Zeugenbefragung unverletzt ihre Fahrt fortsetzen.

"So einen Unfall gibt es Gott sei Dank nicht alle Tage"

Neben der komplizierten Bergung der beiden Lkw mit Hilfe eines Abschleppunternehmens und den zahlreichen Klopapierrollen auf der Fahrbahn hielt die Feuerwehrer-Leute auch der lecke Dieseltank des umgestürzten Lkw in Atem. "Wir mussten den Dieseltank abdichten, auspumpen sowie eine Ölspur binden. So einen Unfall gibt es Gott sei Dank nicht alle Tage. Das ist echt eine Seltenheit, das Arbeitsausmaß war riesig", sagt Einsatzleiter Bayer, der rund 40 Mann der Feuerwehren Asten und St. Florian befehligte.

Die A1 in Fahrtrichtung Wien war mehrere Stunden gesperrt. Der Stau reichte laut Polizeiangaben 26 Kilometer zurück. Der Verkehr wurde bei der Abfahrt Asten-St. Florian von der Westautobahn abgeleitet. "Dadurch hat es sich im Landesstraßennetz gehörig gestaut, alle Ausweichstrecken sind verstopft gewesem, ich bin selbst zweieinhalb Stunden im Stau gestanden", sagt Pollinger. 

Gegen 16.45 waren die Aufräumarbeiten und die Bergung der beiden Lkw durch ein Abschleppunternehmen und die Feuerwehren abgeschlossen. Kurz darauf konnte die A1 wieder für den Verkehr freigegeben werden. Der Stau löste sich jedoch nur langsam auf.

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Artikel nachrichten.at 15. März 2019 - 15:21 Uhr
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