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Hofer spart Verpackung und beschriftet Obst mit Laser

SATTLEDT. Verpackungsmüll: Bis 2022 alle Eigenmarken des Diskonters in recyclingfähigen Verpackungen.

Hofer spart Verpackung und beschriftet Obst mit Laser

Mit Laser gekennzeichnete Kiwi Bild: Hofer

Bis zum Jahr 2025 will der Lebensmittelhändler Hofer die Verpackungsmenge seiner Waren um 30 Prozent senken. Eine Maßnahme der Nachhaltigkeitsinitiative "Projekt 2020" ist das Kennzeichnen von Obst und Gemüse mittels Laser-Beschriftung. Die ersten solchen Produkte sind Bio-Kiwis und -Granatäpfel, die seit August in allen Filialen erhältlich sind. Das Verfahren sei "gesundheitlich unbedenklich", so Hofer auf Anfrage. In Deutschland haben Penny und Rewe damit experimentiert.

Die Bio-Gurke im Plastikmantel wurde zum Symbol für den Verpackungswahn, der mit alternativen Beschriftungsmöglichkeiten eingedämmt werden könnte. Der Verkauf von losem statt abgepacktem Obst und Gemüse würde freilich noch mehr für die Umwelt bringen. Das will Hofer künftig forcieren.

Weitere Beispiele für die Reduktion von Plastikmüll bei Produkten des Diskonters sind etwa der Verzicht auf Verpackungsfolie bei Bananen – durch die Umstellung auf umweltfreundliche Papiersticker können jährlich knapp 50 Tonnen Kunststoff eingespart werden, teilt die Gruppe mit. Auch sollen Plastikverpackungen bei Schuhen der Vergangenheit angehören und verkleinerte PET-Flaschen-Verschlüsse verwendet werden – wegen des geringeren Materialeinsatzes.

Das Plastiksackerl ist bei Hofer seit 2017 Geschichte – als Alternative gibt es Mehrwegtragetaschen. Allein durch diese Maßnahme wurden im Vergleich zum Vorjahr 53 Tonnen Plastik eingespart. Durch die konzernübergreifende Aktion des Handels "Pfiat di Sackerl" zur Plastikvermeidung ist die Zahl der Plastiksackerl in Österreich 2017 im Vergleich zu 2014 um 20 Prozent oder 122 Millionen Stück zurückgegangen. Spar, Lidl, Rewe, C&A oder Unimarkt sind einige der 14 beteiligten Firmen.

Kein Plastikgeschirr mehr

Einwegplastikprodukte – wie Becher, Geschirr und Besteck – werden bei Hofer überhaupt aus dem Sortiment genommen. Wattestäbchen gibt es nur noch mit Stäben, die nicht aus Kunststoff sind. Dadurch werden mehr als 50 Tonnen Plastik im Jahr eingespart, schätzt die Handelskette. (uru)

Handel konzentriert

Die Konzentration im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel geht weiter und ist im Branchenvergleich am höchsten. Die drei größten Supermarktketten Hofer, Spar und Rewe (Billa, Merkur, Penny) dominieren den Lebensmittel-Einzelhandel mittlerweile zu 83,9 Prozent. Damit einher geht eine hohe Marktmacht gegenüber Großhändlern und Lieferanten aus der Lebensmittelindustrie.

Erreichten 2005 noch die Top 5 einen Marktanteil von 88 Prozent, haben sie heute bereits knapp 95 Prozent, zeigt eine aktuelle Erhebung von Regiodata. Hofer sticht in puncto Umsatz/m2 alle anderen aus: 50 Prozent über dem Branchenschnitt.

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Artikel 19. September 2018 - 00:04 Uhr
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