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Fly Niki hebt auch als Ferienflieger weniger oft ab

LINZ. Ab Linz fliegt Air-Berlin-Ableger überhaupt nicht mehr – Reiseveranstalter suchen dringend Ersatz.

Fly Niki hebt auch als Ferienflieger weniger oft ab

Künftig nicht mehr ab Linz: Niki streicht Destinationen zusammen. Bild: VOLKER WEIHBOLD

Die Umstrukturierungen bei Air Berlin und deren Österreich-Ableger Fly Niki führen seit Wochen zu großer Aufregung bei den Reiseveranstaltern. Denn obwohl die marode Air Berlin die Strategie ausgegeben hat, Fly Niki würde in der Neukonstellation mit TUI Fly zum reinen Ferienflieger, werden auch die Ferienflüge von Fly Niki ab Österreich massiv zusammengestrichen.

Ab Wien, Graz und Salzburg kürze Fly Niki das Angebot erheblich, berichten Kenner. Ab Linz wird Fly Niki überhaupt nicht mehr abheben. Im Vorjahr wurden Mallorca, Teneriffa, Kos, Rhodos und Heraklion (Kreta) als Charter für Reiseveranstalter angeflogen.

Damit die Urlauber in den Sommerferien des heurigen Jahres von den kurzfristigen Änderungen nichts mitbekommen, sind die Reiseveranstalter seit Wochen hektisch unterwegs und suchen Ersatz, heißt es. Denn die Sommerkataloge mit den Strandurlauben in Griechenland, Spanien und Nordafrika sind längst gedruckt. Dass sich Fly Niki trotz aufrechter Verträge aus dem Geschäft zurückzieht, wollte man bei den Veranstaltern nicht glauben.

Ersatz ab Linz

Dem Vernehmen nach gibt es für den wichtigen oberösterreichischen Reisemarkt erste Lösungen: So liefern die deutsche Charterfluglinie Germania und die griechische Charter-Airline Aegean einen Gutteil der benötigten Kapazität. Die Lufthansa-Billigtochter Eurowings wird zweimal pro Woche Palma de Mallorca anfliegen. Auch für Teneriffa dürfte es eine Lösung geben, heißt es. Insgesamt soll es für zwei Drittel der geplanten Ferienflüge Ersatz geben.

Der Geschäftsführer des Linzer Flughafens, Gerhard Kunesch, bestätigt, dass die Aufregung unter den Reiseanbietern unmittelbar vor den Weihnachtsfeiertagen groß gewesen sei. "Ich bin fast täglich mit den Veranstaltern in Kontakt. Es wird alles daran gesetzt, dass alles wie geplant geflogen werden kann", sagt Kunesch.

Die österreichische Fly Niki, die zwar Gewinne schrieb, ist bei der Sanierung von Air Berlin zur Manövriermasse geworden. Im gemeinsamen, neuen Joint Venture mit TUI Fly werden die Flugzeuge für deutsche Ferienflüge gebraucht – weil ihre billiger zu betreiben sind als jene von Air Berlin. Damit kann das angestammte Österreich-Geschäft nicht mehr wie gewohnt bedient werden.

 

Städteflüge gestrichen

Weil Fly Niki seine Linienverbindungen im Zuge der Sanierung von Air Berlin aufgibt, werden die Städteflüge gestrichen. Storniert werden ab 30. Jänner: Stockholm, Hamburg, Hannover, Barcelona, Madrid, Valencia, Paris, Zürich, Rom, Mailand, Alicante und Valletta. Es verbleiben 27 Ferienflugziele. Es werde versucht, Passagiere umzubuchen, teilt Niki mit.

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Artikel Sigrid Brandstätter 07. Januar 2017 - 00:05 Uhr
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