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Ex-DSM-Tochter ESIM wird eigenständige Firma

LINZ. Spezialchemie-Unternehmen wurde aus Konzern herausgelöst und auf eigene Beine gestellt.

Ex-DSM-Tochter ESIM wird eigenständige Firma

400 Mitarbeiter beschäftigt ESIM Bild: (Werk)

Die Farbpigmente jedes zweiten roten Autos, das weltweit unterwegs ist, stammen aus Linz. Und zwar aus jener Spezialchemiefirma, die es im Firmenbuch erst sieben Wochen gibt. Der Name dieses unbekannten Weltmarktführers lautet ESIM Chemicals.

ESIM ist ein Kunstwort und steht für Exclusive Synthesis und InterMediates. Die Begriffe erklären die Geschäftsfelder: So ist ESIM Lohnfertiger für die großen Pflanzenschutz-Hersteller Syngenta, Bayer CropScience und BASF. Die zweite Hälfte des Geschäfts wird mit Halbfertigprodukten und Eigenentwicklungen gemacht. Hier sind die Anwendungen sehr breit, sagt Geschäftsführer Wolfgang Hillisch. Für 300 Kunden werden pharmazeutische Wirkstoffe, Basen für Tierfuttermittel und Kunststoffe erzeugt. "Diese werden vom Waschbecken bis zum Bootsrumpf verarbeitet", sagt Hillisch. In einzelnen Anwendungen sei ESIM mit 400 Mitarbeitern Weltmarktführer mit 80 Prozent Anteil.

Dennoch war das Unternehmen immer nur ein Beiwagerl, erst in der Chemie Linz, später in der niederländischen DSM und zuletzt als Geschäftsfeld in der DPx. Der Pharmaspezialist DPx gehört heute zum US-Fonds JLL/Delta Dutch Pledgeco. Dieser hat die Spezialchemie (und damit mehr als die Hälfte des Linzer Umsatzes und 40 Prozent der Mitarbeiter) an den französischen Fonds Ardian abgegeben. Damit ist ESIM erstmals operativ völlig eigenständig. "Wir nehmen unsere Zukunft in die eigene Hand", sagt Hillisch. Produktionschef Harald Gruber, der seit 37 Jahren in den Vorgängerfirmen dabei ist, bestätigt: "Es ist eine Umstellung, ohne Konzernstrukturen agieren zu können."

Der neue Eigentümer erwartet sich von ESIM in der erwarteten Konsolidierung eine "sehr aktive Rolle" einzunehmen – also Firmen zuzukaufen. "Wir werden unterstützt und sehen uns schon um", sagt Hillisch. Aber auch in Hallen im Chemiepark wird weiter investiert: 50 Millionen Euro sollen bis 2020 in den Ausbau der Spezialanlagen investiert werden. Der Umsatz soll von 200 Millionen Euro auf 250 bis 300 Millionen wachsen.

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Artikel Sigrid Brandstätter 03. November 2015 - 00:04 Uhr
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