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USA: Sind auf militärische Lösung in Syrien vorbereitet

Von nachrichten.at/apa   23. Januar 2016 16:26 Uhr

USA: Joe Biden kandidiert nicht

WASHINGTON. Die USA sind nach den Worten von Vizepräsident Joe Biden auf eine militärische Lösung in Syrien vorbereitet, sollte es keine politische Einigung geben.

Wenige Tage vor Beginn der für kommende Woche in Genf geplanten Friedensgespräche sagte Biden am Samstag in Istanbul, eine politische Lösung des Konfliktes in Syrien sei besser.

"Aber für den Fall, dass das nicht möglich sein sollte, sind wir vorbereitet, eine militärische Lösung herbeizuführen und Daesh zu vertreiben." Daesh ist die arabische Abkürzung für die radikal-islamische Miliz "Islamischer Staat", die weite Teile Syriens und des Iraks unter Kontrolle hat. Beide Staaten grenzen an die Türkei, die dem Militärbündnis NATO angehört.

US-Spezialkräfte und Experten bauten einen landwirtschaftlichen Flughafen in Rmeilan in der Provinz Hasakeh aus, damit dort Hubschrauber und Frachtflugzeuge landen können, um Ausrüstung und Munition an die Kurden zu liefern, sagten indessen Quellen in der syrischen Armee und den Sicherheitskräften am Samstag der Nachrichtenagentur AFP.

Demnach erweiterten fast hundert US-Experten gemeinsam mit Kämpfern der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPD) die Landebahn des Flughafens, der vor dem Krieg von Kleinflugzeugen genutzt wurde, und verlängerten sie auf 2.700 Meter. Aus dem Militär verlautete, die US-Truppen arbeiteten seit mehr als drei Monaten am Ausbau des Flughafens in Rmeilan.

Aus syrischen Sicherheitskreisen hieß es, die US-Spezialkräfte und Berater würden den Flughafen in dem Dorf im äußersten Nordosten Syriens unweit der Grenzen zur Türkei und dem Irak als "Basis" benutzen und von dort mit Helikoptern zur Front starten. Ein Sprecher der Rebellenallianz Syrische Demokratische Kräfte bestritt die Angaben und sagte, Rmeilan sei ein "landwirtschaftlicher Flughafen".

Das US-Verteidigungsministerium bestritt ebenfalls, dass US-Truppen die Kontrolle über einen Flughafen in Syrien übernommen hätten. "Die Größe der Mission der US-Präsenz in Syrien ist unverändert", sagte der Sprecher des US-Zentralkommandos, Oberst Pat Ryder. Allerdings würden die US-Truppen in Syrien "ständig nach Wegen suchen, die Effizienz für die Logistik und die Personenrettung zu erhöhen".

US-Präsident Barack Obama hatte Ende Oktober die Entsendung von 50 US-Spezialkräften nach Syrien zur Unterstützung der Rebellen genehmigt. Die USA unterstützen die sogenannten Syrischen Demokratischen Kräfte mit Luftangriffen im Kampf gegen die Jihadistengruppe "Islamischer Staat" (IS). Es handelt sich dabei um ein Bündnis kurdischer und arabischer Rebellenmilizen im Norden Syriens.

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