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Prominente und Mitschüler stehen hinter Arigona

FRANKENBURG/ WIEN. Bei zwei Benefizveranstaltungen treten Künstler wie maschek, Erwin Steinhauer, Gerhard Haderer, Sigi Maron oder Franzobel für die Familie Zogaj auf.

Arigona: Unterstützung durch Mitschüler

Bild: apa

Die Veranstaltungen finden am 28. Juni in Wien und am 3. Juli in Frankenburg statt. Die Künstler stellen sich in den Dienst der Sache und verzichten auf ihre Gagen.

Bilder werden versteigert

Am 28. Juni findet auf Initiative der Schauspieler Hubsi Kramar und Stefano Bernardin im Dreiraumtheaterin Wien ein Benefizabend statt. Mehr als 30 Künstler werden auf der Bühne stehen. Zugunsten der Familie Zogaj werden außerdem Bilder versteigert und Haare geschnitten.

Fest für Zogajs

Am 3. Juli lädt die Kulturinitiative Kulimu zu einem „Fest für Arigona, Albin und Albona“ nach Frankenburg, dem ehemaligen Wohnort der Familie Zogaj, ins Gasthaus Preunerwirt. „Wir wollen zeigen, dass uns ihr Schicksal nicht egal ist und dass die Familie nicht nur Feinde, sondern auch viele Freunde bei uns hat“, so die Veranstalter. Der Eintritt ist gratis, Spenden werden erbeten.

Mitschüler protestieren für Arigona

Mitschüler von Arigona haben am Donnerstag eine Solidaritätsaktion vor ihrer Schule in Linz durchgeführt. Die Schüler der Höheren Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe in der Landwiedstraße in Linz deklarierten ihre Aktion als „Maturastreich“ - die meisten von ihnen haben gerade die Maturaprüfung absolviert. Die Texte auf ihren Transparenten, mit denen sie die Zufahrt zum Parkplatz der Lehrer sperrten, waren allerdings ausdrücklich nicht scherzhaft gemeint: „Für mehr Menschlichkeit. Für unsere Arigona“ und „Schutzzone für die Zogajs“. Außerdem trugen sie T-Shirts mit der Aufschrift „Wir sind Arigona“, die auch zum Verkauf angeboten werden, der Reinerlös daraus soll der Familie zugutekommen.

„ehrlich, unglaublich warmherzig, nett“

Arigona Zogaj nahm an der Aktion nicht teil. Die mitwirkenden Schüler berichteten, sie sei in der 2. Klasse der dreiklassigen Schule. Ihr fehle noch ein Jahr für einen Schulabschluss. In ihrer Klasse würden sich alle für sie einsetzen, in der gesamten Schule sei die Unterstützung jedoch nicht lückenlos. Aber wer Arigona kenne stehe hinter ihr, sie sei „ehrlich, unglaublich warmherzig, nett“. Deswegen sei auch im vergangenen November die Schülerzeitschrift „Gegengift“ gegründet worden, in deren unregelmäßigen Ausgaben unter anderem über den Fall berichtet wurde.

Freund schrieb Brief an Fekter

Ein 17-jähriger, der in die selbe Klasse wie Arigona geht, ist laut „News“-Bericht seit Anfang Jänner ihr Freund. Er habe einen Brief an Innenministerin Maria Fekter (V) geschrieben, in dem er darum gebeten habe, dass sie in Österreich bleiben dürfe. Er habe Angst, dass sie sich was antue. Ein Beamter habe in einem Brief den Erhalt des Schreibens bestätigt, aber festgestellt, dass er zu Inhalten und Details der Asylverfahren keine Auskunft erteilen könne. Der 17-Jährige klammert sich an die Hoffnung, dass Arigona und ihre Geschwister nach der bereits angekündigten freiwilligen Ausreise Schülervisa beantragen könnten und noch vor dem Schulanfang im Herbst bewilligt bekommen. Bürgen seien bereits gefunden, die Schulen hätten zugesichert, die Kinder wieder aufzunehmen.

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Artikel apa/nachrichten.at 24. Juni 2010 - 10:38 Uhr
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