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Ein Duo bringt Bruckner für Kinder singend zum Beben

Bei „Anton B.ebt“ am Samstag im Brucknerhaus turnen Ingrid Habermann und Ulla Pilz spielerisch durch die Gesangswelt.

Ein Duo bringt Bruckner für Kinder singend zum Beben

Zwei Sängerinnen, jenseits vom Klischee: Ulla Pilz, die coole Junge, und »Opern-Dinosaurier« Ingrid Habermann Bild: privat

Die Geheimnisse des Musikgenies Anton B. werden speziell für Kinder unter dem Motto „Anton B.ebt“ beim „Tag für Familien“ am Samstag ab 10 Uhr beim Brucknerfest im Linzer Brucknerhaus gelüftet. Von Tanz bis zum Lachmuskeltraining reicht die Palette, vom Bastelworkshop bis zur Malerei. Der Höhepunkt ist um 15 Uhr ein Auftritt der aus Linz stammenden Sängerinnen Ingrid Habermann und Ulla Pilz. Habermann wird als überkandidelte Opern-Diva auftreten.

 

OÖN: Es ist Ihnen ein Anliegen, Kindern den klassischen Gesang schmackhaft zu machen. Wie wird das funktionieren?

Ingrid Habermann: Ich mache das gemeinsam mit Ulla Pilz, die ja diesbezüglich bereits über große Erfahrung verfügt (Anm. d. Red.: Pilz war u.a. lange Jahre ORF-Moderatorin im Kinderfernsehen). Wir versuchen, Arien, Lieder, auch Musicalhits in eine lustige Geschichte einzubetten. Nicht irgendwelche Riesenarien, sondern Duette, damit das auch bei den Kleineren besser rüberkommt, dass das nicht abgehobene Kunst da oben ist, sondern ein Medium, das für alle greifbar ist.

Gibt es eine Rollenaufteilung?

Ja. Es geht darin – unterstützt von einem Pianisten – um eine Brücke zwischen Jung und Alt. Ich bin quasi der Opern-Dinosaurier, spiele eine überkandidelte Opern-Diva, und Ulla tritt als ganz normale, coole junge Frau in Lederjacke auf, die zwar Sängerin ist, aber nicht dieses alte Klischee erfüllt. Wir kommen da in eine Art Wettstreit, wer’s besser und richtiger macht. Und darin werden die Kinder einbezogen.

Ihre „Waffen“ sind also die musikalischen Häppchen?

Wir nehmen da immer wieder textlich leicht veränderte Mozart-Duette her – etwa Marzelline/Susanna aus dem Figaro –, duellieren uns mit „alles, was du kannst, kann ich viel besser!“ und auch Rossinis Katzen-Duett, mit dem wir uns nicht anschmachten, sondern krallengeschärft anfauchen. Es geht mehr um Stimmung, nicht so sehr um das Erklären eines Musikstückes. Wir wollen transportieren, dass man das Singen ruhig in den Alltag einfließen lassen kann und es oft auch aus dem Alltag herauskommt.

Wie setzen Sie das im Großen Saal dann szenisch um?

Wir haben ganz minimalistische Bühnenbilder, wo man sieht, das ist jetzt ein Ringkampf, das ist jetzt im Boot und so. Kein großer Aufwand, aber hoffentlich eine knapp vierzigminütige Momentaufnahme mit viel Wirkung.

Was wäre für Sie diesbezüglich ein Erfolgserlebnis?

Wenn die Kinder mitmachen und nachher laut singen, wenn sie rausgehen.

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Artikel Irene Gunnesch 13. September 2012 - 00:04 Uhr
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