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Gesundheit

Tennis ohne Rückhand soll den Körper schonen

16. Oktober 2019 00:04 Uhr

Tennis ohne Rückhand soll den Körper schonen
Bei der neuen Methode schlägt man die Vorhand mit links und mit rechts.

Gut für die Gesundheit: Offene Beinstellung, Schläger mit beiden Händen bedienen, barfuß spielen.

Tennis erlebt derzeit – nicht nur dank der Erfolge von Dominic Thiem – einen Aufschwung. Man trainiert dabei Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer, das Herz-Kreislauf-System wird angeregt und die Koordination gefördert. Die körperliche Belastung sei beim Tennis aber extrem einseitig. Knie, Knöchel, Hüfte sowie der gesamte Rücken bis zum Nacken würden stark beansprucht, sagt Gerhard Schneider. Der Tennistrainer der Trainingsacademy (TA-MSS) hat deshalb eine neue Art zu spielen entwickelt: Healthy Tennis.

"Wenn sämtliche Schläge mit einer Hand ausgeführt werden, setzt man die Einseitigkeit des Alltags beim Tennis noch weiter fort. Das kann zu Verspannungen führen", sagt Schneider. Der Mostviertler kennt viele, die nach jahrelangem Training Schmerzen in der Schulter, in den Knien oder im Rücken verspüren.

Sieben Jahre lang hat Schneider die neue Methode entwickelt. Der erste Schritt ist eine offene Beinstellung. "So bleibt der Kreuzbereich relativ ruhig", sagt Schneider. Als zweiten Schritt empfiehlt er, barfuß zu trainieren. "Dadurch wird die feine Muskulatur angeregt. Der Bewegungsablauf wird weicher und geschmeidiger", erklärt der Trainer. Der letzte Schritt zur neuen Methode wäre der Schlägerwechsel von einer Hand in die andere. Nach Vorstellung der TA-MSS gibt es also keine klassische Rückhand mehr. Sowohl die linke als auch die rechte Hand schlagen die Vorhand. "Dadurch bearbeite ich meinen Körper gleichermaßen. Die Einseitigkeit wird beendet", sagt Schneider, der aber einschränkt: Aufschlag und Volley würden weiterhin mit der Haupthand gespielt.

Sechs Stunden benötigte der Tennistrainer selbst für die Umgewöhnung. Wer die Rückhand beidhändig schlage, sei noch schneller. "Um mit dieser Methode gleich stark zu spielen wie vorher, braucht man aber schon eine Saison", so Schneider, der die Methode vor allem Hobbysportlern empfiehlt. Für professionelle Turnierspieler ist die Technik nicht geeignet. (ried)

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