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Gesundheit

Ob Latte oder Cappuccino: So positiv wirkt der Kaffee

14. Juni 2019 00:04 Uhr

Koffein soll eine schützende Wirkung bei Krebs haben.

Fast die Hälfte der Österreicher glaubt, ohne ihr liebstes Heißgetränk nicht leben zu können.

Die Österreicher konsumieren durchschnittlich mehr als 7,3 Kilogramm Kaffee pro Kopf und Jahr. Damit nehmen sie europaweit die vierte Stelle ein. Der jährliche Kaffeeumsatz beträgt hierzulande 810 Millionen Euro. Im Schnitt gibt jeder Österreicher im Jahr 92,35 Euro dafür aus.

Aber wie trinken die Österreicher ihren Kaffee? 63 Prozent genießen ihn ohne Zucker. Auf Milch verzichten nur 33 Prozent. 70 Prozent schwören laut Kaffeemaschinenhersteller De’Longhi auf Cappuccino, gefolgt von Latte Macchiato (49 Prozent, Espresso mit heißer aufgeschäumter Milch) und Caffé Latte (Milchkaffee, 43 Prozent). 49 Prozent meinen gar, ohne das Gebräu nicht leben zu können, das hat das Karmasin-Institut im Vorjahr erhoben. 28 Prozent der Männer und 25 Prozent der Frauen genießen ihren Kaffee ganz pur.

Kaffee als Jungbrunnen – darüber berichtete der Altersforscher Frank Madeo beim gestrigen Pressegespräch. Es gebe Hinweise, dass Kaffee zu jenen Substanzen zählt, die den Alterungsprozess der Zellen verlangsamen können, sagte der Professor für Molekulare Biowissenschaften an der Universität Graz. Dieser Effekt hänge nicht vom Koffein ab. Welche Bestandteile den Ausschlag geben, sei noch nicht erforscht, "Kandidaten" seien Gerbsäuren und Polyphenole.

Versuche legen nahe, dass Kaffee vor Lebererkrankungen schützt, auch "Schlankmacher"-Eigenschaften werden ihm nachgesagt. Mehrere Untersuchungen würden zudem einen positiven Effekt auf die Darmgesundheit belegen. "Eine Vielzahl an Studien hat gezeigt, dass Kaffeekonsum mit einer geringeren Diabetes-Wahrscheinlichkeit verknüpft ist", sagte Madeo. Bei Probanden, die aufgefordert waren, täglich eine Tasse mehr als bisher zu trinken, habe sich binnen vier Jahren das Diabetesrisiko deutlich verringert. Eine andere Gruppe musste täglich eine Tasse weniger trinken – ihr Risiko erhöhte sich.

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