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Gesundheit

Die zehn besten Sommerkräuter

Von Valerie Hader  11. August 2021 00:04 Uhr

Die zehn besten Sommerkräuter

Brennnesselsamen für mehr Schwung, Salbei gegen Wechselbeschwerden: Karoline Postlmayr beschreibt, welche Pflanzen jetzt Saison haben – und wie sie wirken

Jetzt haben wieder viele Kräuter Hochsaison, denn die Sonne verleiht ihnen die größte Kraft", sagt Karoline Postlmayr.

Die 59-Jährige aus Nussbach im Bezirk Kirchdorf beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit den heilkräftigen Wirkungen der Pflanzen und hat bereits vier Bücher darüber verfasst. Ihre Sendungen auf Mostviertel-TV sind auf YouTube unter "G’sund bleibm" abrufbar.

Den OÖNachrichten hat sie ihre Favoriten verraten und dazu erklärt, welche positiven Aspekte diese Pflanzen auf die Gesundheit und unser Wohlbefinden haben (siehe Aufzählung unten).

Der August gilt traditionell als Kräutermonat. Höhepunkt ist das Hochfest Mariä Himmelfahrt am 15., an dem in vielen Kirchen des Landes Kräuter geweiht werden, die Segen bringen sollen. Je nach Region und Witterung kommen bis zu 15 Pflanzen in den Kräuterstrauß, wie zum Beispiel Arnika, Johanniskraut, Schafgarbe, Wilder Thymian, Frauenmantel, Baldrian, das Echte Labkraut oder die Königskerze. Die geweihten Buschen bekommen anschließend einen besonderen Platz im Haus.

Bunch of different herbs for cooking

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Die Heilkräuter und ihre positiven Wirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden

  • Brennnessel-Samen: liefern viel pflanzliches Eiweiß, Vitamine und Eisen und wirken zudem stimulierend. „Und ganz wichtig für Männer: Sie sind gut für die Prostata“, sagt Karoline Postlmayr. Und so erntet man sie: Brennnessel pflücken, locker auflegen und zwei, drei Tage trocknen. „Dann fallen die Samen von allein heraus.“
  • Zinnkraut, auch Ackerschachtelhalm genannt. Wichtig: Nur dort ernten, wo die Pflanzen auf trockenem Grund stehen. Schachtelhalm wird am besten getrocknet und als Tee genossen und kommt bei Muskel- und Gelenkproblemen zum Einsatz. „Die enthaltene Kieselsäure ist zudem gut für Haut, Haare, Knochen und Nägel“.
  • Schafgarbe kann man der Kräuterexpertin zufolge frisch oder getrocknet genießen. „Den Tee setze ich bei Sodbrennen und Magenbeschwerden ein: Dazu einen Teelöffel getrocknete Blüten mit einem Viertelliter kochendem Wasser aufgießen und zehn Minuten ziehen lassen“, sagt Karoline Postlmayr.
  • Salbei hat fast jeder im Garten. Er reguliert die Hitze im Körper. „Man kann sich daraus einen Tee zubereiten oder einfach nur ein frisches Blatt essen“, sagt Karoline Postlmayr. „Wenn die Hitzezustände von Wechselbeschwerden herrühren, dann braucht’ s allerdings etwas Intensiveres wie etwa eine Salbeitinktur.“
  • Königskerzen gehören zu den uralten Heilpflanzen, die schon seit Jahrtausenden verwendet werden. Sie gelten als Symbol für langes Leben. Für die Anwendung rät Karoline Postlmayr, „die offenen Blütenblätter luftig und schattig trocknen, sie ergeben einen besonders wirksamen Hustentee“.
  • Dost und Quendel sind mit dem Oregano verwandt und werden auch so eingesetzt. „Die Kräuter verbreiten den Geschmack Italiens und sind eine herrliche Würze auf Pizza und Pasta“. Als Heilkräuter wirken sie virentötend und kommen als Tee etwa bei Halskratzen zum Einsatz.
  • Das kleinblütige Weidenröschen ist ein Männerkraut und wie die Brennnessel-Samen sehr gut für die Prostata, sagt die Heilkräuter-Expertin. „Und damit haben ja wirklich viele Herren ab 50 Probleme.“ Die zartrosa Blüten sehen auch wunderschön in einem Wildkräutersalat aus.
  • Rotklee: „Den kennt jeder“, sagt Karoline Postlmayr. „Der besticht jetzt wieder mit seiner wunderschönen dunklen Blüte und ist zum Beispiel in Aufstrichen ein schöner Farbtupfer“, sagt die Expertin. Generell unterstützt die Pflanze Frauen im Wechsel sehr gut.
  • Nachtkerze: Sie öffnet ihre Blüten von acht Uhr abends bis nächsten Mittag. „Deshalb die Blüten in der Früh ernten – wie übrigens alle Kräuter – an einem trockenen Tag, rät Postlmayr. Die Pflanze enthält sehr viele Flavonoide, denen antioxidative, also zellschützende Eigenschaften zugeschrieben werden.
  • „Bohnenkraut ist eher für die Küche und schmeckt im Topfen aber auch in Suppen und Saucen herrlich und kann sogar mitgekocht werden“, sagt Karoline Postlmayr. Bohnenkraut wirkt blutreinigend und anregend. „Deshalb empfehle ich es gern auch älteren Jahrgängen, das bringt sie in Schwung.“

Veranstaltungs-Tipps

Wer möchte, kann Karoline Postlmayr in den nächsten Tagen zu einer „gemütlichen Kräuterwanderung zu den wertvollen Sommerkräutern“ begleiten. Der Eintritt ist frei.

Termine sind:

  • Großraming am 12. August, Treffpunkt Lagerhaus, Beratung ab 9 Uhr, Start 10 Uhr
  • Dorfstetten im Waldviertel (NÖ) am 16. August, Treffpunkt Freizeitanlage, Start um 18 Uhr, Beratung ab 17 Uhr

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Valerie Hader

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