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Gesundheit

Coronavirus: Neues aus Medizin und Psychologie

08. April 2020 06:06 Uhr

Coronavirus

Gesundheit: Wichtige Meldungen und Infos rund um das Virus.

HerzReha in Bad Ischl bleibt geöffnet
Die HerzReha Bad Ischl bietet auch weiterhin dringend notwendige Rehabilitation bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Patienten aus den Akutkrankenhäusern, die dringend einer kardiologischen Rehabilitation bedürfen, werden hier weiter betreut, natürlich unter Einhaltung der gültigen Verordnungen wie Besuchsverbot und keine Aktivitäten außerhalb des Krankenhausareals.

Krebstherapie: Abwägung von Nutzen und Risiko
Krebspatienten sollten besonders achtsam sein, was die Schutzmaßnahmen betrifft, empfiehlt die Österreichische Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (OeGHO). Die Entscheidung über Verzögerungen oder Änderungen einer Krebstherapie müssten individuell getroffen werden, sagt Wolfgang Hilbe, OeGHO-Präsident. "Die Angst vor einer Infektion mit dem Coronavirus darf die Bekämpfung einer bereits existierenden lebensgefährlichen Blut- oder Krebserkrankung nicht beeinträchtigen. Wir werden alles daransetzen, dass Patientinnen und Patienten mit einer akuten Leukämie oder einer anderen lebensbedrohlichen Krebskrankheit auch weiterhin die bestmögliche Behandlung bekommen." Bei der Entscheidung, ob Krebstherapien verschoben werden sollten, müsse der Nutzen der Behandlung gegen den möglichen Schaden abgewogen werden. Dabei sei das individuelle Erkrankungsrisiko unterschiedlich, unter anderem abhängig von den Lebensumständen und den persönlichen Kontakten. Bei den meisten akut an Krebs erkrankten Patienten stehe der Nutzen einer sinnvollen und geplanten Krebstherapie über dem Risiko einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus.

Viele Veränderungen: Autisten leiden besonders
Menschen mit psychischen Erkrankungen und Behinderungen sind durch die aktuelle Krise besonders verunsichert. Laut der Direktorin der Diakonie, Maria Moser, gilt das auch für Menschen mit autistischen Störungen. Schätzungen zufolge gibt es in Österreich rund 80.000 Betroffene. Autisten seien oft sehr angewiesen auf ihre tägliche Routine und verlässliche Strukturen. Das gibt ihnen Sicherheit und Stabilität. "In der Corona-Krise brechen diese verlässlichen Strukturen weg. Wenn Kindergärten, Schulen, Werkstätten und Angebote der Tagesbetreuung schließen müssen, ist der Alltag ein ganz anderer. Für Menschen mit Autismus ist das besonders irritierend und verunsichernd. Plötzliche Veränderungen können massiv verstören. Besonders, wenn die Bewegungsmöglichkeiten eingeschränkt werden müssen", so Diakonie-Direktorin Maria Moser.

US-Experten: Keine Gefahr durch Blutdruckmedikamente
Seit rund zwei Wochen gibt es international und auch in Österreich immer wieder die Annahme, wonach die sehr häufig bei Bluthochdruck, chronischer Herzschwäche und Nierenfunktionsstörungen eingesetzten ACE-Hemmer und ACE-Rezeptorantagonisten (ARBs) zu einer höheren Covid-19-Gefährdung führen könnten. Auch laut führenden US-Experten gibt es dazu keine wissenschaftlichen Beweise. "Ein Absetzen der Medikamente oder ein Wechsel auf andere Präparate ist nicht indiziert und sollte wegen des Risikos eines akuten Herzinfarktes oder Schlaganfalls unbedingt vermieden werden," sagt Peter Siostrzonek, Präsident der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft und Abteilungsvorstand der Kardiologie am Ordensklinikum der Barmherzigen Schwestern in Linz.

Spielsüchtige weichen jetzt oft aufs Internet aus
Die Ausgangsbeschränkungen betreffen auch Spielsüchtige. Doch geschlossene Wettbüros und Casinos halten Menschen nicht vom Weiterspielen ab. So weichen sie nicht nur auf das Internet aus, sondern auch auf andere Formen des Glücksspiels – etwa Lotto oder Rubbellose, erklärt der Verein "Spielerhilfe" Wien. Dass nun mehr Menschen spielsüchtig werden als zu Nicht-Corona-Zeiten, glaubt der Experte des Vereins allerdings nicht. "Süchte entwickeln sich täglich, egal ob unter Quarantäne oder nicht." Hinter einer Sucht stecke immer ein Konflikt, der nicht gelöst wird, weshalb es die sprichwörtliche Flucht in die Sucht gebe. "Sucht ist meist Verdrängung", so der ehrenamtliche Berater, der nicht namentlich genannt werden will. Aus Langeweile allein entstehe meist keine Spielsucht. Diese würde vielmehr durch existenzielle Krisen oder Konflikte ausgelöst.

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