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Kultur

Da Nikolo

05. Dezember 2020 00:46 Uhr

Märchenerzähler Helmut Wittmann liest das Gedicht "Da Nikolo" vom oberösterreichischen Mundartdichter Franz Hönig (1867-1937).

Nikolaui is a Zeit,
dö bringt Schrocka und bringt Freud.
Wann a kimmt, da Nikolo,
san dö bravn Kinder froh,
denn dö selbign habn schen lacha,
dö kriagn häufti guate Sacha –
Zwötschkn, Kletzn (gedörrte Birnen),
Nuß und Öpfl.

Abar für dö besn Fratzn,
dö oftmächti kriagn an Patzn (patzn = Fehler machen),
in da Schul weil s’öfta lüagn,
oda schlechte Notn kriagn,
und für dö dö lehrn, dö guatn
nixö nutzn, bringt a d’Ruatn ...

„Guat“, sagt da Nikolo ganz granti,
„kemmts nur dauna, a la wanti,
Krampus tats eure Pflicht
und verschonts dö Lumpen nicht,
denn es muß auf dieser Erdn,
was nicht folgt, bestrafet werdn!“
D’Habergoas (Schreckgestalt in Teufelsmaske und Begleiter von
Nikolaus und Krampus), dö schreit schau grimmi:
„Warts, ös Lumpn, enk zwao kimm i!“ ...

Und dö Krampus voll Valanga,
wölln’s schau richti dauna fanga.
Bua, iazt fangan’s an zun Bittn,
packan d’Muata glei um d’Mittn,
„Bitt ihna, Herr Nikolo,
Krampus bitt enk, laßts uns da!“

Am Ende haben die Kinder Glück, alle dürfen bleiben und brüsten sich mit ihrer Unerschrockenheit.

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