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Die Stromspender für die E-Autos

Haushaltssteckdose, Wallbox oder öffentliche Ladestation – was passt am besten?

Die Stromspender für die E-Autos

Öffentliche Ladestationen: Schnelles Tanken kann auch teuer werden. Bild: Weihbold

Wo kann ich wie schnell laden? Diese Frage wird am häufigsten beim Thema E-Mobilität gestellt. Daheim an die Steckdose hängen, lautet die gängigste Antwort. Doch passen die Anschlüsse daheim? Oder sollen E-Mobilisten doch einen öffentlichen Schnelllader ansteuern? Wir stellen die einzelnen Lademöglichkeiten vor.

Haushaltssteckdose: "Eigentlich", sagt Gerald Mayrhofer vom Team StromMobil, "genügt daheim ein 16-Ampere-Anschluss." Damit lässt sich ein E-Auto mit 3,7 Kilowatt betanken. "In zehn Stunden – also über Nacht – würden 37 Kilowattstunden (kWh) geladen." Die meisten Akkus aktueller Stromer wären zu 100 Prozent voll. Zum Preis des Haushaltsstromes: 15 bis 18 Cent pro Kilowattstunden.

Wallbox: Die Ladestation kann mit verschiedenen Stromstärken umgehen. "Aber auch hier reicht ein 16-Ampere-Anschluss", so Mayrhofer. Wird mit Wechselstrom (AC) 1-phasig geladen, stehen 3,7 Kilowatt zur Verfügung. Beim 3-phasigen Laden – z. B. VW-e-Golf, Mercedes-B-Klasse, Renault Zoe und der neue BMW i3 können diese Leistung ausschöpfen – beträgt die Ladeleistung 11 Kilowatt. Womit sich die Ladedauer deutlich verkürzt. Wer mehr möchte, kann einen 32-Ampere-Anschluss installieren lassen, doch muss meist die Anschlussleistung des Hausanschlusses erhöht werden. Kosten: 2000 bis 3000 Euro. Weil mit 32 Ampere das 1-phasige Laden verboten ist (Netzschieflast), müssen alle drei Phasen genutzt werden. Dann wird mit 22 kW getankt.

Die Vorteile einer Wallbox gegenüber einer klassischen Haushaltssteckdose liegen nicht nur bei der höheren Sicherheit durch Materialien, die eine hohe Dauerlast vertragen, sondern auch beim schnelleren Laden.

Wallboxen von der Linzer KEBA kosten ab 700 Euro, die intelligente Ausführung, an die sich auch Photovoltaik-Anlagen anschließen lassen, ab 1000 Euro. Inklusive der Montage durch einen Elektriker fallen um die 1500 Euro an. Weil Land und Bund 800 Euro zuschießen, bleiben 700 Euro übrig.

Öffentliche Ladestationen: Derzeit werden durchwegs nur noch Schnelllader mit 20 oder 50 Kilowatt Leistung aufgestellt (mit Combo-, Typ2- und CHAdeMO-Steckern). Der Vorteil: Ein Akku ist durchschnittlich in 30 Minuten zu 80 Prozent voll. Der Nachteil: Diese Art des Ladens kann viel Geld kosten, denn praktisch alle Anbieter verrechnen nicht die geladenen Kilowattstunden, sondern die Zeit, die geladen wird. "Bei uns kostet eine halbe Stunde an der 3,7-kW-Station 50 Cent, am 50-kW-Schnelllader weniger als 7 Euro", sagt Gerald Mayrhofer. Und zwar für das Laden per Ladekarte der Linz AG (6 Euro Mindestumsatz pro Monat). Andere Anbieter verlangen eine Grundgebühr und dann – je nach Höhe des monatlichen Fixums – unterschiedlich viel pro Minute. Je höher die Grundgebühr, umso niedriger die Kosten pro Minute – und umgekehrt. Weil andere Anbieter wiederum andere Tarifsysteme anbieten, kritisierte unter anderen der ÖAMTC diesen "Dschungel", der Vergleiche unmöglich mache.

Supercharger: Tesla-Fahrer steuern zumeist Supercharger (130 kW) an. Das Versprechen, dass jeder Tesla-Fahrer die Ladestationen kostenlos nutzen kann, zog der US-Hersteller indes zurück – zu viele Teslaner hatten ihren täglichen Strombedarf an den Superchargern gedeckt.

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Artikel Carsten Hebestreit 03. Oktober 2017 - 00:04 Uhr
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