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Wirtschaftsraum OÖ

"Linz–Istanbul spätestens ab Sommerflugplan 2018"

Von Susanne Dickstein   06. Februar 2016 00:04 Uhr

"Linz–Istanbul spätestens ab Sommerflugplan 2018"
Neue Seilschaften zwischen Tourismus und Flughafen zeigen erste Erfolge.

HÖRSCHING. Flughafen Linz: Direktor Gerhard Kunesch bestätigt eine Einigung mit Turkish Airlines.

Ibiza ab Sommer, Istanbul ab 2018 – in den Flughafen Linz scheint wieder Bewegung zu kommen. Flughafen-Chef Gerhard Kunesch spricht über die Tücken von Regionalflughäfen und den Vergleich mit Salzburg und Graz.

 

Warum ist es so schwer, neue Flugverbindungen nach Linz zu bekommen?

Kunesch: Der Schlüssel ist der Passagier. Im Gegensatz zu früher, wo es auch politische Motive gab, fliegt eine Fluglinie heute nur noch dort, wo sie ausgelastete Maschinen hat. Ich habe eine ganze Liste an Strecken, die wir durch Überzeugungsarbeit mit einer Airline für Linz gewonnen haben. Dann sind die Leute nicht eingestiegen und nach einem halben Jahr war die Verbindung wieder weg.

In Graz und Salzburg scheint das aber zu klappen. Was machen diese Regionalflughäfen besser?

Graz hat mehr Linienverbindungen als Linz, weil deutlich mehr nach Süd- und Mitteldeutschland geflogen wird, während die Firmenvertreter bei uns mit dem Auto dorthin fahren. Der Charter ab Linz ist stärker als ab Graz. Die Vorteile von Salzburg sind der Bekanntheitsgrad und das Skigeschäft. Für Air Berlin ist beispielsweise der Winter in Salzburg eine Cash-cow. In Linz verliert eine Airline im Winter das Geld, das sie im Sommer verdient hat. Das sind Umstände, die kann ich nicht beeinflussen.

Kritiker werfen Ihnen aber vor, zu wenig dynamisch zu sein. Fühlen Sie sich ungerecht behandelt?

Das ist nicht immer lustig, aber da bin ich nach 18 Jahren hier Profi genug. Ich führe viele Gespräche, über die ich öffentlich nicht reden kann. Ich sehe den Flughafen bei weitem nicht nur als Infrastrukturanbieter. Wir wollen eine Plattform für Netzwerke sein, um die Klammer zwischen Tourismus und Flughafen zu schaffen. Das ist uns jetzt gut gelungen.

Gibt es erste Erfolge?

Aus der Arge "Euroregion Donau-Moldau" ist der Rostock-Flieger entstanden. Dank der Arge "Flieg ab Linz" gibt es den Ibiza-Flug ab Ende Juni. Diese Woche hatten wir Gespräche mit Turkish Airlines. Spätestens mit Beginn des Sommerflugplans 2018 wird es die Verbindung Linz–Istanbul geben, sobald der neue Flughafen Istanbul in Betrieb ist.

Linz hat ein erfolgreiches Frachtgeschäft. Wird es irgendwann nur noch Cargo- und kein Passagiergeschäft mehr geben?

Nein, das ist nicht denkbar. Das Hauptstandbein ist der Passagierbereich, er funktioniert trotz der widrigen Umstände gut. Gerade aufgrund der neuen Seilschaften ergeben sich gute Zukunftsperspektiven.

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