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Wirtschaft

Covid-Infizierte arbeiten symptomfrei im Lebensmittelhandel

Von OÖN   05. August 2022 00:04 Uhr

Covid-Infizierte arbeiten symptomfrei im Lebensmittelhandel
Infizierte sollen möglichst ohne direkten Kundenkontakt arbeiten.

WIEN. Kein Kundenkontakt – "solange es die Personalsituation zulässt"

Seit Montag dieser Woche müssen in Österreich Personen mit einem positiven Covid-Test nicht mehr in häusliche Quarantäne. Wer sich nicht krank fühlt, darf mit FFP2-Maske fast überall hin – auch in die Arbeit.

Die meisten Lebensmittelhändler wollen diese Regelung aufgrund der derzeit ohnehin schon rund 19.000 unbesetzten Stellen umsetzen und symptomlose Covid-Infizierte arbeiten lassen. Derzeit werde jede Hand gebraucht, um den laufenden Betrieb aufrechtzuerhalten, erklärte Spar Österreich in einem Beitrag von Ö1. So sollen positive, aber symptomfreie Mitarbeiter in Filialen eingesetzt werden, allerdings "nur in kundenfernen Bereichen", sagte der stellvertretende Vorsitzende Hans Reisch am Donnerstag. An der Kassa oder in der Feinkostabteilung würden die Betroffenen bei Spar, "solange es die Personalsituation zulässt", nicht arbeiten, so Reisch.

Auch bei Rewe, Lidl und Hofer sollen Mitarbeiter ohne Symptome zur Arbeit erscheinen. Lidl will Covid-Infizierte auch an die Kasse setzen, wobei sie möglichst in Bereichen ohne Kundenkontakt eingesetzt werden sollen. Hofer überlegt, Infizierte ohne Erkrankung durch Einzelarbeitsplätze abzusondern.

Kritik von Gewerkschaft

"Viele haben kein gutes Gefühl im Betrieb, sowohl Vorgesetzte, Arbeitgeber und Kollegen , mit Coronapositiven Seite an Seite zu arbeiten", sagte GPA-Vorsitzende Barbara Teiber am Montag. Sie befürchtet auch Situationen im Arbeitsalltag, wo bei Beschäftigten mit Maske automatisch angenommen werde, sie seien positiv.

Der Handelsverband kritisierte den Wegfall der Entschädigungen bei coronabedingten Krankenständen, da ohne Absonderungsbescheid für den Arbeitgeber kein Anspruch auf Entschädigung für den Verdienstentgang abgesonderter Mitarbeiter besteht.

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