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Wirtschaft

„Eat the Ball“ baut Großbäckerei in Asten

Von Josef Lehner   20. Februar 2014 00:04 Uhr

eat the ball

ASTEN/SALZBURG. Jene Bälle aus Brot, für die der Bayern-München-Fußballer David Alaba wirbt, sollen bald in einer neuen Großbäckerei in Asten erzeugt werden. Welche Oberösterreicher hinter dem Projekt stecken, lesen Sie in den OÖNachrichten.

Vor vier Jahren haben der ehemalige Spar-Personalchef Michael Hobel und Red-Bull-Marketingmanager Norbert Kraihamer mit der Eat the Ball GmbH den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt. Ihre ehrgeizige Idee: Sie wollen Brot in Form von Bällen zur Weltmarke machen. Nun starten sie mit dem Bau eines Produktionsbetriebes in Asten bei Linz einen wichtigen Wachstumsschritt.

Derzeit lassen sie in einer Versuchsbäckerei produzieren, deren Kapazität nicht mehr reicht. Deshalb wird im Eilverfahren in Asten um 15 Millionen Euro eine neue Bäckerei aus dem Boden gestampft. Mittelfristig sollen rund 100 Arbeitsplätze entstehen. Mitte des Jahres sollen die Backöfen angeheizt werden. Der Standort ist nicht zufällig neben dem Tiefkühl-Logistiker Daily (Vivatis).

Eishockey-Puck in Sotschi

"Ich wollte ein Markenprodukt schaffen", sagt Hobel zu seiner Idee. Eigentlich sei es ihm aber nicht um Marketing gegangen, sondern um eine technische Lösung: "Es gab keine Technologie, um auf Brot eine Marke aufzubringen." Das entwickelte Backverfahren erlaubt es außerdem, Brot in bestimmten geometrischen Formen zu erzeugen. Es wurden verschiedene Balltypen und ein Eishockey-Puck gewählt. Mit Letzterem ist Eat the Ball auch bei den Olympischen Spielen in Sotschi vertreten.

2014 bringe überhaupt ein Feuerwerk an Großveranstaltungen – und entsprechende Absatzchancen: "Bei Sportevents sind wir mit unserem Produkt sehr gut aufgehoben. Da können wir viele Emotionen mitgeben", sagt Hobel. Ende Mai startet in Österreich die Europameisterschaft in American Football – Eat the Ball ist Hauptsponsor. Dann folgt die Fußball-WM. Sportsponsoring ist wichtig. Bayern-München-Star David Alaba ist berühmtester Werber. Anlässlich der US-Super-Bowl waren die Footballs in Österreich ausverkauft.

Derzeit baut Eat the Ball den internationalen Vertrieb auf, mit Töchtern in Berlin und Los Angeles. "Wegen Österreich haben wir Eat the Ball sicher nicht entwickelt", sagt der Gründer. Die Idee habe das Zeug zur Weltmarke.

"Der Konsument soll anhand der Form und der Marke überall auf der Welt wissen, welche Brotqualität er bekommt." Wegen der Tiefkühllösung sei der Standard auf der ganzen Welt konstant.

Mit Norbert Kraihamer als Geschäftsführer gibt es Analogien zur Weltmarke des Getränkeriesen Red Bull. "Das wollen wir aber nicht", sagt Hobel. Ein gravierender Unterschied schon jetzt: Während Didi Mateschitz sich auf die Vermarktung konzentriert und fremdfertigen lässt, baut Eat the Ball eine eigene Produktion auf.

Eat the Ball

Die Eat the Ball GmbH wurde 2010 gegründet und hat ihren Sitz in Salzburg. Dort wird auch die Zentrale bleiben.

Hauptgesellschafter ist mit 40 Prozent der Hörschinger Jurist Michael Hobel (40). Norbert Kraihamer (54) aus Salzburg hält 35 Prozent, der Astener Backaldrin-Chef Peter Augendopler (68) 15 und die Hilde Umdasch Privatstiftung zehn Prozent.

Mit dem dazu entwickelten Backverfahren pro.ferment.iced gelingt es Eat the Ball, Brot in speziellen Formen zu backen und ein großes Marken-Logo aufzubringen. Es handelt sich um Weizenbrot ohne Konservierungsstoffe.

Fußbälle und American Footballs sowie Eishockey-Pucks sind die Grundformen. Es gibt aber Brotbälle für Handball, Tennis, Basketball etc.

Erhältlich ist das Tiefkühlbrot bei Maximarkt, Merkur, Pfeiffer, Metro und in Tankstellenshops. Vertriebsgesellschaften bauen den Absatz in Deutschland und den USA aus.

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