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Motorsport

KTM als Jäger des verlorenen Schatzes

02. Januar 2021 00:04 Uhr

KTM als Jäger des verlorenen Schatzes
Matthias Walkner nimmt bei der Rallye Dakar das Podest ins Visier.

JEDDAH. Rallye Dakar: Die Innviertler wollen ab heute in Saudi-Arabien wieder auf die Siegerstraße zurückfinden.

Nach der Premiere im Vorjahr ist ab heute zum zweiten Mal Saudi-Arabien Schauplatz der legendären Rallye Dakar. Trotzdem ist vieles anders als 2020. Das Reglement wurde verändert, außerdem befindet sich Dakar-Dominator KTM heuer in der ungewohnten Rolle des Jägers. Nach 18 Siegen der Innviertler in Folge holte im Vorjahr Ricky Brabec die Dakar-Trophy in die Honda-Garage. Diesen Schatz wollen die KTM-Asse unbedingt wieder zurück nach Mattighofen holen.

"Zehn, zwölf Leute können gewinnen, ich zähle mich auch zu diesem Kreis. Aber man wird auch Glück brauchen, um am Ende ganz vorne dabei zu sein", sagt Matthias Walkner, der heute in seine siebente Rallye Dakar startet. 2018 hatte der Salzburger als erster Österreicher auf seiner KTM die Motorrad-Kategorie gewinnen können. Nach seinem fünften Rang im Vorjahr will der 34-Jährige heuer wieder auf dem Podium stehen. "Ich habe mich extrem gut vorbereitet", sagt Walkner, der die zweitägige Pflichtquarantäne in Jeddah genutzt hat, um seine Akkus aufzuladen. "Ich habe die Zeit genossen und lange geschlafen." Inzwischen ist er vom Quarantänehotel in das KTM-Wohnmobil umgezogen, dass er sich mit seinem australischen KTM-Kollegen Daniel Sanders teilt.

Bei der Vorbereitung auf die Rallye hat Walkner wieder einmal im Detailbereich herumgetüftelt. Dabei fand er auch den Grund, warum er im Vorjahr unterwegs immer wieder unter einem eingeschränkten Gesichtsfeld zu leiden hatte. Eine zu schlecht gepolsterte Brille war daran schuld. Dieses Mal sollte Walkner, ohne "Sternderl" zu sehen, den Durchblick haben. Neu ist auch der verpflichtende Airbag, den jeder Motorradfahrer tragen muss. Walkner: "Bequem ist das nicht, aber ich finde es gut, dass alle einen Airbag tragen müssen." Um das Tempo zu reduzieren, dürfen heuer nur noch sechs Hinterreifen für die gesamte Rallye verwendet werden, außerdem wird das Roadbook erst 20 Minuten vor der Etappe ausgehändigt. Ein langes Einstudieren ist nicht mehr möglich. Ein Problem für den, der ganz vorne starten muss. In der Regel wird der Etappensieger am nächsten Tag als "Testpilot" ins Rennen geschickt. Wer die Dakar gewinnen möchte, muss daher nicht nur schnell, sondern auch schlau sein. (chz)

Rallye Dakar 2021: Start und Ziel in Jeddah. Heute: Prolog, Sonntag: 1. von 12 Etappen (7775 km, davon 4778 Sonderprüfungen; Finale am 15. Jänner). Die wichtigsten Starter: Motorrad: Ricky Brabec (USA/Honda/TV/Startnummer 1), Pablo Quintanilla (Chi/Husqvarna/2), Toby Price (Aus/KTM/3), Sam Sunderland (Gbr/KTM/5), Kevin Benavides (Arg/47), Matthias Walkner (Ö/KTM/52). Auto: Carlos Sainz (Spa/Mini/TV/300), Nasser Al-Attiyah (Qat/Toyota/301), Stephane Peterhansel (Fra/Mini/302), Giniel de Villiers (RSA/Toyota/304), Sebastien Loeb (Fra/Raid Extreme/305), Nani Roma (Spa/Raid Extreme/311)

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