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Motorsport

Ferrari-Jungspund Leclerc sicherte sich Pole in Bahrain

Von nachrichten.at/apa   30. März 2019 17:13 Uhr

Charles Leclerc 

SAKHIR. Charles Leclerc und Sebastian Vettel tauchen die erste Startreihe beim Formel-1-Grand-Prix von Bahrain am Sonntag komplett in Rot.

Ferrari-Neuzugang Leclerc holte sich am Samstag im Zeittraining seine erste Pole Position. Der 21-jährige Monegasse ist nun der zweitjüngste Pole-Sitter in der Geschichte, den Rekord hält sein Teamkollege Vettel, der 2008 in Monza noch knapp drei Monate jünger war.

Der Deutsche, der im letzten Qualifying-Abschnitt nur einmal auf die Strecke fuhr, hatte 0,294 Sekunden Rückstand auf seinen teaminternen Rivalen, der in 1:27,866 Minuten die bisher schnellste Runde auf dem Kurs überhaupt erzielte. Vor Leclerc war in der Geschichte der Motorsport-Königsklasse seit 1950 noch kein Pilot aus Monaco je von Platz eins gestartet.

Wie in den Freien Trainings folgten hinter Ferrari die Mercedes-"Silberpfeile", wobei Lewis Hamilton knapp schneller war als Valtteri Bottas. Red-Bull-Pilot Max Verstappen kam als Bester des übrigen Feldes auf den fünften Platz. Sein Teamkollege Pierre Gasly war im zweiten Quali-Abschnitt auf der Strecke geblieben und schaffte nur den 13. Platz.

"Danke, Jungs! Das Auto war fantastisch", sagte Leclerc noch in seinem roten Dienstwagen, den er beim Auftakt in Australien auf Platz fünf gesteuert hatte. "Heute ist ein guter Start. Ich bin extrem glücklich." Der Monegasse war am Samstag 21 Jahre, fünf Monate und 15 Tage alt, Vettel bei seiner Rekord-Pole vor elf Jahren im Toro Rosso 21 Jahre, zwei Monate und elf Tage.

Ferrari hatte vor Australien aufgrund starker Testergebnisse als WM-Favorit gegolten, präsentierte sich jedoch in Melbourne verblüffend schwach. Der Finne Bottas gewann den ersten Grand Prix der Saison vor Hamilton, es war ein damals für viele überraschender Mercedes-Doppelsieg. Vettel musste sich vor zwei Wochen mit dem vierten Rang begnügen.

Nach Melbourne machten sich die Ferrari-Ingenieure daran, den Grund für den Leistungsabfall zu finden - und waren dabei offenbar erfolgreich. Nach Bahrain kamen die Italiener mit der Hoffnung, Australien war nur einmaliger Ausreißer. "Es sieht so aus, als hätten wir den Job an diesem Wochenende hier erledigt. Hoffentlich bringen wir das morgen im Rennen auch", meinte Vettel.

"Ferrari ist unglaublich schnell. Die haben einen super Job gemacht", zeigte sich Hamilton zunächst beeindruckt. Der Brite fügte aber hinzu: "Ferrari hat ein unglaubliches Tempo, aber ich glaube nicht, dass sie unschlagbar sind."

Mercedes-Teamchef Toto Wolff gab sich etwas konsterniert: "Wir verlieren es im Moment auf der Geraden. Da müssen wir analysieren, woran es liegt", räumte der Wiener im ORF-Interview ein. "Wir waren auf den Longruns relativ gut. Aber es ist jetzt einmal Ernüchterung, das müssen wir erst einmal verdauen."

Red Bull kommt mit den Bedingungen auf dem Wüstenkurs an diesem Wochenende bisher nicht so gut zurecht. Er habe "kein gutes Gefühl gehabt. Viel Übersteuern gehabt, kein Grip", gab Verstappen zu Protokoll. "Ich bin schon zufrieden, dass wir noch Fünfter geworden sind."

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