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Motorrad-WM: Ein Start mit vielen Titel-Anwärtern

LOSAIL. Wüsten-Auftakt: Am Sonntag werden in Katar die Ampeln wieder auf Grün gestellt.

Motorrad-WM: Ein Start mit vielen Titel-Anwärtern

Dovizioso (re.) fordert Márquez. (APA) Bild: APA/AFP/STR

Das Warten für die Motorrad-Fans hat ein Ende. Am Sonntag (ab 14 Uhr, live auf ServusTV) wird traditionell am Losail International Circuit in Katar die Weltmeisterschaft eingeläutet. Nicht nur der Titelkampf in der Königsklasse MotoGP verspricht erneut Spannung. Mit KTM ist auch ein oberösterreichisches Werk mehr denn je im Blickpunkt des Geschehens.

 

Favorit: Der Spanier Marc Márquez geht mit seiner Honda wieder als Favorit ins WM-Rennen. In den vergangenen fünf Jahren holte sich Márquez immerhin vier Mal den Titel (2013, 2014, 2016, 2017). Erster Verfolger ist wie schon im Vorjahr Andrea Dovizioso (Ducati), der dem Champion schon in Katar kräftig einheizen will. Bei den Testfahrten hinterließ der Italiener mit den stärksten Eindruck. Doch Márquez warnt auch vor einem Nicht-Werksfahrer. "Warum sollte Johann Zarco nicht um die WM-Krone mitkämpfen", sagt der Spanier über den Franzosen, der in der Vorsaison mit einer Kundenteam-Yamaha mehrmals auf das Podest fuhr. Auch Valentino Rossi, Jorge Lorenzo, Dani Pedrosa und Maverick Vinales sind Titel-Kandidaten.

Dauerbrenner: Rossi geht in seine schon 23. WM-Saison. Der Vertrag des "Dottore" bei Yamaha läuft mit Jahresende aus. Doch einiges deutet darauf hin, dass der neunfache Weltmeister seine einzigartige Karriere weiter fortsetzen wird.

Klassenprimus: 2012 war KTM in die Motorrad-WM zurückgekehrt, um auch die Verkaufszahlen von Straßen-Motorrädern anzukurbeln. Das geht nur über sportlichen Erfolg, und den haben die Innviertler, im Offroad-Sektor an der Weltspitze, bereits. 22 der 84 Fahrer setzen auf Material aus Oberösterreich, womit man der am stärksten vertretene Hersteller in der WM ist. In der Moto2 zählt man mit Miguel Oliveira und Brad Binder zu den Titelkandidaten. In der MotoGP will man den Aufwärtstrend fortsetzen. Die RC 16 von Pol Espargaro und Bradley Smith soll ab Mitte der Saison reif für Top-5-Plätze sein. Bei den letzten der dreiteiligen Vorbereitungs-Testfahrten kam man zuletzt in Katar bis auf 1,2 Sekunden an die Bestzeit heran. Ab 2019 ist man dann in der MotoGP sogar mit vier Motorrädern unterwegs, weil das französische Tech3-Team, wo derzeit auch Zarco unter Vertrag ist, dann statt Yamaha auf Material von KTM setzt.

Trauer: Der WM-Zirkus trägt am Wochenende Trauerflor. Der zweimalige Vizeweltmeister Ralf Waldmann ist letzten Samstag im Alter von 51 Jahren gestorben. Der Deutsche, zuletzt als TV-Experte bei Eurosport tätig, soll einem Herzinfarkt erlegen sein.

 

Wissenswerte zum WM-Start

Am Zenit: Die Motorrad-Weltmeisterschaft darf sich auch in der Saison 2018 über bestens gefüllte Fahrerfelder in allen drei Klassen freuen. 24 Fahrer sind in der MotoGP am Start, mehr sind vom Motorrad-Weltverband FIM gar nicht mehr erlaubt. Die Moto2 stellt mit 32 Piloten die größte Klasse, und in der Moto3 kämpfen 28 Fahrer um den Weltmeistertitel. Italien ist alleine mit 23 Piloten in der WM vertreten, Spanien hat 22.

Das Heimspiel: Die heurige Motorrad-WM umfasst insgesamt 19 Rennen, Österreich ist am 12. August mit dem Red Bull Ring in Spielberg zum dritten Mal in Folge Gastgeber. Schon die ersten beiden Auflagen in der Steiermark waren ein außergewöhnlicher Erfolg mit jeweils 200.000 Zuschauern an der Strecke. Neu im Kalender ist heuer der Thailand-GP auf dem Chang International Circuit in Buriram.

Der Auftakt: Zu früherer Uhrzeit als sonst wird heuer der Grand Prix in Katar gestartet. Die MotoGP legt um 17 Uhr unserer Zeit los, was 19 Uhr Ortszeit entspricht. Ab 14 Uhr übertragen ServusTV und Eurosport die einzelnen Rennklassen. Der Grund für die Zeitverschiebung: Der Event fand 2008 erstmals als Nacht-GP statt, um der großen Hitze auszuweichen. Doch diese stellte in den vergangenen Jahren kein Hindernis mehr dar.



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Artikel Dominik Feischl 13. März 2018 - 00:04 Uhr
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