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Der Rekord reichte nicht für eine EM-Medaille

Ivona Dadic wurde in Berlin Vierte, Verena Preiner starke Achte.

Der Rekord reichte nicht für eine EM-Medaille

Siebenkämpferin Ivona Dadic beim Speerwurf Bild: Reuters

Ivona Dadic schraubte gestern bei der EM in Berlin ihren österreichischen Siebenkampf-Rekord um stattliche 135 Punkte auf deren 6552 hinauf. Freude darüber kam bei der Welserin allerdings nur bedingt auf. Verständlich, gab es mit der Belgierin Nafissatou Thiam (6816), der Britin Katarina Johnson-Thompson (6759) sowie der Deutschen Carolin Schäfer (6602) drei andere, die noch besser waren, womit für Dadic der ungeliebte vierte Platz blieb.

Auch wenn es nicht gereicht hat, die Richtung für Olympia 2020 stimmt jedenfalls: In sechs von sieben Disziplinen war Dadic gestern besser als noch bei ihrem sechsten Platz bei der WM 2017 in London, als sie den bis dahin besten Siebenkampf ihrer Karriere abgeliefert hatte. Lediglich im Speerwurf gelang der 24-Jährigen keine Steigerung. Just bis zu dieser Disziplin war Dadic voll auf Kurs gelegen, ihre EM-Bronzene von vor zwei Jahren zu verteidigen. Während die 47,42 Meter der Österreicherin mehr in die Kategorie "solide" – so nannte es ihr Trainer Philipp Unfried – fielen, feuerte Bronze-Konkurrentin Schäfer derweil mit 53,73 eine persönliche Bestleistung auf den Rasen des Olympia-Stadions ab.

Preiner mit lädiertem Knöchel

"Dieser vierte Platz ist das hässlichste Gefühl, das es gibt. Wenn du weißt, dass nur ein paar Zentimeter gefehlt haben, dass dir eine Medaille umgehängt wird", sagte Dadic. Österreichs Leichtathletik verpasste damit die historische Chance, mit zwei Medaillen von einer EM heimzukehren. Das bisher einzige Mal gelang dies 1969, als Liese Prokop (Fünfkampf) und Maria Sykora (400 Meter) Gold bzw. Bronze holten. Wie bereits im Vorjahr, als sie bei der WM wegen eines Asthma-Anfalls aufgeben musste, verlief auch dieser Saisonhöhepunkt für Verena Preiner, die mit dem persönlichen Rekord von 6337 Punkten Achte wurde, nicht friktionsfrei. Beim letzten Bewerb des ersten EM-Tages, den 200 Metern, ramponierte sich die 23-Jährige das linke Sprunggelenk. Laut ihrem Trainer Wolfgang Adler sei daran Mitschuld gewesen, dass die Ebenseerin auf der Innenbahn laufen musste, auf welcher die Belastung für die Gelenke höher ist.

"Ich verstehe nicht, warum der schnellste Heat (mit Preiner; Anm.) mit acht Starterinnen statt mit sechs gemacht wurde", sagte Adler. Dann wäre Preiner nämlich im anderen Lauf in der Mitte gestartet. Zumal Superstar Thiam kurzerhand mit ihrer belgischen Landsfrau Hanne Maudens getauscht hatte. Obwohl Letztere eine schwächere Meldezeit als Preiner hatte, übernahm diese Thiams attraktivere Mittelbahn. "So etwas ist indiskutabel", sagte Adler. Vor diesem Hintergrund bezeichnete der Landestrainer die Leistungen Preiners, die mit getaptem Knöchel im Weitsprung zu einer persönlichen Bestweite von 6,09 Meter flog, als "heldenhaft".

Die dritte ÖLV-Siebenkämpferin, Sarah Lagger, wusste recht genau, wie ihr 13. Platz (6058 Punkte) bei ihrer ersten EM einzuordnen war: "Das war zum Erfahrungsammeln." Einen leichten Spannungsabfall bei der 18-Jährigen von der TGW Zehnkampf-Union hatte Trainer Georg Werthner bemerkt: "Aber das ist normal. Bei der U20-WM vor einem Monat (Lagger holte Silber; Anm.) ging es für sie um Medaillen und hier um ein ehrenhaftes Abschneiden."

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Artikel Reinhold Pühringer aus Berlin 11. August 2018 - 00:04 Uhr
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