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Fußball Unterhaus

Ankick für eine Fußball-Ehe: Askö Perg und SU Windhaag stürmen gemeinsam

Von Bernhard Leitner   20. August 2012 00:04 Uhr

Ankick für eine Fußball-Ehe: Askö Perg und SU Windhaag stürmen gemeinsam
Lukas Gaisrucker (re.) wagt einen Schuss aus der zweiten Reihe. Gegen Bezirksliga-Absteiger Wartberg tat sich das neu formierte Team noch schwer.

PERG. Noch im Frühjahr waren sie Gegner. Von dieser Saison an machen die Fußballer von Askö Perg und Sportunion Windhaag/Perg gemeinsame Sache. Bei der Heim-Premiere gegen Wartberg/Aist unterlag die neue Spielgemeinschaft 0:1.

Die beiden Vereine haben ihre Kader zusammengelegt und gehen von nun an als Spielgemeinschaft in der 1. Klasse Nordost auf Punktejagd.

„Wir wollten das Spiel, dass schon in den untersten Klassen Monatsgehälter bezahlt werden und den kleinen Vereine ständig die Talente weggeschnappt werden, nicht mehr mitspielen“, sagt der Windhaager Sektionsleiter Gerald Schachinger. Mit der Askö Perg habe man einen Verein gefunden, der diese Ansicht voll und ganz teilt, wie auch der Perger Sektionsleiter Gerhard Hinterreiter bestätigt: „Die Chemie hat von Haus aus gepasst.“ Da sei auch die Tatsache, dass die Vereine aus politisch unterschiedlich eingefärbten Dachverbänden stammen, kein Problem gewesen: „Ob rot oder schwarz – das war in unseren Gesprächen nie ein Thema.“

Größter Vorteil der neuen Zusammenarbeit ist der große Spielerkader. 35 Spieler stehen Trainer Harald Reininger zur Verfügung. Der Kampf ums Leiberl – selbst in der Reserve – soll Ansporn und Motivation sein. Hinterreiter: „Ohne Training gibt’s selbst in der Reserve keinen Platz in der Startelf.“ Die sportliche Perspektive ist dabei vor allem langfristig ausgelegt. Eine Zusammenarbeit nur für ein Jahr hätte keinen Sinn, sind sich die beiden Sektionsleiter einig. Schachinger: „Wichtig ist, dass wir eine gesunde Basis haben und der Nachwuchs gut trainiert wird. Alles andere kommt dann von selbst. Außerdem: Wir sind kein Profibetrieb, sondern machen das als Hobby.“

 

Die neue Spielgemeinschaft im Überblick

Im Mai wurde die Basis für die Zusammenarbeit zwischen der SU Windhaag und Askö Perg gelegt. Bei den Jugendlichen werden darüber hinaus auch Kinder aus Rechberg in Perg trainiert. Sieben Nachwuchsmannschaften von der U7 bis zur U16 werden von jeweils zwei Trainern betreut. Insgesamt mussten für die Herbstsaison 68 Spiele koordiniert werden.
Für die Kampfmannschaft stehen Trainer Harald Reininger 35 Spieler zur Verfügung. Eine Quotenregelung, wie viele Spieler aus welchem Verein er aufzustellen hat, gibt es nicht. Es zählen allein die Leistung auf dem Platz und der Fleiß im Training.
Die Heimspiele werden abwechselnd ausgetragen: Im Herbst sind das sieben in Perg und fünf in Windhaag.

 

Nachgefragt: Passen Perg und Windhaag zusammen?

"Wir haben über den Sommer recht schnell zueinandergefunden, weil Mentalität und Philosophie der beiden Vereine sich gut decken. Jetzt freue ich mich einfach, dass die Meisterschaft losgeht und wir eine erste Standortbestimmung haben, wo wir denn so liegen in der Liga.“ Martin Oberklammer, Spieler

"Ich werde mir die Heimspiele in Perg genauso ansehen wie in WIindhaag. Was die Spielgemeinschaft betrifft, bin ich sicher, dass es passen wird. Da werden in Zukunft noch viele Vereine einen ähnlichen Weg einschlagen. Das ist einfach die Realität.“ Hans Huber, Fußballfan, Windhaag/P.

"Es war jeden Sommer das gleiche Spiel: Junge Talente aus dem Nachwuchs wurden uns abgeworben und die Zusammenstellung eines neuen Kaders war ein finanzieller Drahtseilakt. Ich bin froh, dass wir mit der Askö Perg einen Partner haben, der mit uns auf einer Wellenlänge ist.“ Gerald Schachinger, Sektionsleiter SU Windhaag/Perg

"Als Spieler habe ich selbst in Baumgartenberg miterlebt, wenn zwei Vereine zusammengehen. Das hat gepasst solange der sportliche Erfolg da war. Was Askö Perg und Union Windhaag angeht, denke ich, dass die Herausforderung für Windhaag größer ist als für Perg.“ Norbert Haslhofer, Fußballfan, Perg

"Der größte Vorteil unserer Spielgemeinschaft ist der größere Kader. Da macht das Training viel mehr Spaß, und es herrscht ein gesunder Konkurrenzkampf. Die Harmonie innerhalb des Teams passt sehr gut. Das hat sich in der Vorbereitung gezeigt.“

Dominik Hofer, Spieler, Homepage-Betreuer

 
 

 

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