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Ungeschlagen zum ersten Titel nach 22 Jahren

2. Klasse Nordwest: Im Vorjahr noch knapp gescheitert – diese Saison gelang der Aufstieg

Jubel mit Traktor: Der SV Haslach holte sich souverän den Meistertitel in der 2. Klasse Nordwest. Foto: Prem Bild: Prem Reinhold

„Letztes Jahr waren wir schon ganz knapp dran“, spricht Haslachs Sektionsleiter Gerhard Feldler die enttäuschende Niederlage in der Relegation im vergangenen Jahr gegen Klaffer an. In dieser Saison waren die Haslacher dann aber nicht zu stoppen und stürmten ohne Niederlage zur ersten Meisterschaft nach 22 Jahren. „Beim 70-Jahre-Jubiläum des Vereins passt das ja ganz gut“, sagt Feldler. Haslachs letzter Aufstieg ist zehn Jahre her: Damals stieg man allerdings als Zweiter hinter Rohrbach-Berg auf.

Wie es sich anfühlt, ein Ligaspiel zu verlieren, wissen Haslachs Kicker wahrscheinlich gar nicht mehr so genau. Die letzte Niederlage gab es am 14. Mai 2017 beim 1:2 gegen Neufelden. „Es wäre natürlich schön, könnten wir die Serie an ungeschlagenen Spielen auch in der 1. Klasse fortsetzen“, sagt Feldler. Die Meistersaison war jedenfalls ein „Start-Ziel-Sieg“. Bereits am zweiten Spieltag erklomm Haslach die Tabellenspitze der 2. Klasse Nordwest und gab diese dann auch nicht mehr her. In der drittletzten Runde knallten dann die Sektkorken nach dem 5:1-Auswärtssieg in St. Peter. Feldler: „Der Titel war hochverdient.“ Verdient hatte sich die Mannschaft auch die Feierlichkeiten danach mit dem Bürgermeister auf der Rathausstiege und den 40 extra angefertigten Meistertellern der Tischlerei Andexlinger.

Zwei Stützen werden in der kommenden Spielzeit in der 1. Klasse Nord nicht mehr für Haslach einlaufen. Tormann Jonas Oberaigner und Jan Mittermayr haben sich für höhere Aufgaben empfohlen und wechselten zu Landesligist Rohrbach-Berg. Zudem ging Moritz Schnölzer zum neuen Ligakonkurrenten Aigen-Schlägl. Mit Torwart Klaus Aichbauer aus Neufelden und Stürmer Matthäus Gahleitner aus Rohrbach-Berg wurde aber schon Ersatz gefunden.

Am 19. August geht es dann zum Auftakt der 1. Klasse Nord nach Kollerschlag. Danach folgt das erste Heimspiel gegen Neustift/Oberkappel. „Zwei schwere Gegner zum Start“, sagt Funktionär Feldler. Haslachs Ziel ist ein gesicherter Mittelfeldplatz. Dafür braucht es auch die Treffer von „26-Tore-Mann“ Julian Friedl. Vielleicht trifft Haslachs Toptorjäger ja auch eine Klasse höher ähnlich oft wie in der Meistersaison.

 

DIE GUTEn SEELEn IM Hintergrund Ein Traktor und ein Tormann


Herbert Feldler mit Sohn Lukas (privat)

 

Ein Traktor und ein Tormann

Früher stand er selbst lange Jahre zwischen den Pfosten des Sportvereins Haslach an der Mühl. Jetzt trainiert Urgestein Herbert Feldler seit Jahren die Tormänner des Aufsteigers in die 1. Klasse Nord. Von der Kampfmannschaft bis zum Nachwuchs gibt der 49-Jährige sein Wissen darüber, wie man gegnerische Angriffe und Schüsse entschärft, weiter. Auch beim großen Vereinsfest auf der "Kranzling" ist Herbert Feldler als Barchef nicht zu ersetzen.

Einen ganz besonderen fahrbaren Untersatz stellte der frühere Nachwuchsleiter und jetzige Nachwuchstrainer Andi Mittermayr für die diesjährigen Meisterfeierlichkeiten zur Verfügung. Er lackierte seinen 15er-Steyr-Oldtimer-Traktor in den Vereinsfarben Gelb-Blau und chauffierte die Meistermannschaft im Anhänger durch die Gemeinde.

 

Namen und Fakten:

  • Gründungsjahr: 1948
  • Obmann: Markus Gutenberger
  • Sektionsleiter: Gerhard Feldler
  • Sportlicher Leiter: David Aichberger
  • Nachwuchsleiter: Michael Bindeus
  • Platzwart: Herbert Schröger, Gerald Wolkerstorfer
  • Trainer: Christian Eckerstorfer, Bernhard Praher, Herbert Feldler
  • Kader: Jonas Oberaigner, Mathias Bindeus, Dominik Aichberger, Christoph Binder, Michael Bindeus, Matthias Engleder, Peter Gierlinger, Fabian Gierlinger, Paul Schiffbänker, Manuel Sigl, Lukas Spindelböck, Lukas Feldler, Paul Feldler, Julian Friedl, Stefan Leitner, Jan Mittermayr, Moritz Schnölzer, Mario Starlinger, Marco Wöhrer, David Fuchs, Niklas Hackl, Maximilian Hinterhölzl, Florian Hörezeder, Roland Spindelböck, Florian Starlinger
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Artikel Florian Ruckerbauer 12. Juli 2018 - 00:04 Uhr
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