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Nationalteam

Foda auch in Oktober-Spielen ÖFB-Teamchef

Von nachrichten.at/apa   08. September 2021 10:10 Uhr

Franco Foda
Teamchef Franco Foda

WIEN. Franco Foda wird auch in den Oktober-Spielen der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft als Teamchef fungieren. Das hat ÖFB-Präsident Leo Windtner am Mittwochvormittag bestätigt.

ÖFB-Teamchef Franco Foda war nach den jüngsten WM-Qualifikations-Niederlagen gegen Israel und Schottland stark unter Druck geraten. Die nächsten Partien der ÖFB-Auswahl steigen am 9. Oktober auf den Färöern und am 12. Oktober in Kopenhagen gegen den überlegenen Gruppen-Spitzenreiter Dänemark.

Video: Die OÖNachrichten haben exklusiv mit Leo Windtner, der am 17. Oktober aus dem Amt scheidet, über die aktuelle Situation beim ÖFB-Team gesprochen.

Chance, "Dinge zurechtzurücken" 

Man müsse Foda die Chance bieten, "die Dinge zurechtzurücken", meinte Windtner. Der Verbleib des Deutschen könnte aber auch mit der aktuellen verbandsinternen Situation zu tun haben. Im ÖFB herrscht gerade Präsidentschaftswahlkampf, Windtner wird in wenigen Wochen entweder von Gerhard Milletich oder Roland Schmid abgelöst. Jetzt den Teamchef abzulösen und einen neuen Coach zu installieren, würde dem neuen ÖFB-Boss Handlungsspielraum nehmen. "Ich werde nicht über den 17. Oktober hinausreichende Dispositionen treffen, und ein Teamchefwechsel wäre so eine Disposition", erklärte Windtner.

Obwohl Foda vom Oberösterreicher im Amt bestätigt wurde, war dem ÖFB-Präsidenten doch die Enttäuschung über die Auftritte der vergangenen Woche anzumerken. Der "niederschmetternden Niederlage" in Israel sei am Dienstag gegen Schottland ein "letztlich enttäuschendes Match" gefolgt, so der 71-Jährige. "Wir haben wirklich geglaubt, dass wir diesen Geist von Wembley in den Herbst und in die WM-Quali mitnehmen können. Das ist offensichtlich nicht in der Form gelungen, wie wir uns das vorgenommen haben."

"Nicht jenes Leistungsniveau erreicht, das wir bei der EM geschafft haben" 

Laut Windtner war das ÖFB-Team in den jüngsten Partien auch nicht vom Glück verfolgt. "Wir haben mit dem VAR laufend Entscheidungen gegen uns hinnehmen müssen. Das wird sich auf Dauer hoffe ich ausgleichen." Windtner musste aber auch zugeben: "Wir haben nicht jenes Leistungsniveau erreicht, das wir bei der EM geschafft haben."

Dabei sei im Kader genügend Qualität vorhanden, beteuerte der ÖFB-Präsident. "Die Spieler liefern bei ihren Clubs dauernd Topleistungen ab. Doch dass sich aus der Addition von Top-Leistungsträgern nicht immer die Mannschaftsleistung ergibt, haben wir zuletzt realisieren müssen."

Berichte über eine problembehaftete Beziehung zwischen Foda und einigen Teamspielern wies Windtner zurück. "Ich bin in den Lehrgängen immer in der Bubble dabei und kann in keiner Weise bestätigen, dass ein zerrüttetes Verhältnis vorliegt", erklärte der Verbandschef.

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