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LASK-Torhüter Schlager nach 1:0: "Meistertitel? Träumen darf jeder"

Von Günther Mayrhofer 11. November 2019 00:04 Uhr

LASK-Torhüter Schlager nach 1:0: "Meistertitel? Träumen darf jeder"
Siegtorschütze Thomas Goiginger (re.) rückt heute zum ÖFB-Team ein.

PASCHING. Als einziges Team halten die Athletiker nach dem Sieg über die Admira mit Salzburg Schritt.

Auf die 4:1-Gala in der Europa League gegen Eindhoven folgte ein 1:0 in der Fußball-Bundesliga gegen die Admira: Der LASK hält trotz der Doppelbelastung als einzige Mannschaft mit Tabellenführer Salzburg Schritt – kein Wunder, dass die Fans vom ganz großen Coup träumen.

"Wir müssen ruhig bleiben", sagte Trainer Valérien Ismaël pragmatisch. "Wir wissen, wo wir stehen. Wir spielen den Grunddurchgang, dann startet ein neuer Bewerb. Die Punkte werden halbiert, die direkten Duelle sind entscheidend." Präsident Siegmund Gruber nannte bei Sky eine Bedingung, dass er vom Titel redet. "Maximal eine Runde vor Schluss, wenn wir vier Punkte Vorsprung haben." Torhüter Alexander Schlager: "Meistertitel? Träumen kann jeder, man soll träumen."

LASK-Torhüter Schlager nach 1:0: "Meistertitel? Träumen darf jeder"
Torhüter Alexander Schlager

Ein Traum kann sich für ihn am Samstag erfüllen: Gemeinsam mit Thomas Goiginger rückt er heute in das ÖFB-Teamcamp ein und kämpft um das Einserleiberl beim EM-Qualifikationsspiel gegen Nordmazedonien. Ismaël empfahl Teamchef Franco Foda seinen Torhüter: "Ohne schwarz-weiße Brille: Er hat es sich durch seine Leistungen verdient, zu spielen. Es wäre eine unglaubliche Sache, wenn er den nötigen Punkt für die EM-Qualifikation festhält."

Gelb/Rot für Valérien Ismaël

Für Schlager wäre es das Debüt, 5410 Zuschauer in der Raiffeisen-Arena wurden gestern Zeugen einer Bundesliga-Premiere: Ismaël sah als erster Trainer Gelb/Rot (84.). Zuerst hatte er sich wegen eines Fouls an Peter Michorl aufgeregt und von Schiedsrichter Julian Weinberger Gelb gesehen, der demonstrative Applaus brachte ihm die zweite ein. Ismaël verfolgte die letzten Minuten auf der Tribüne, einen Meter hinter seiner Trainerbank. "Wenn der Fuß eines Gegners am Kopf meines Spielers ist, dann kann man sich schon aufregen", erklärte Ismaël. Nach dem Schlusspfiff führte sein erster Weg zu Weinberger: "Ich habe zu ihm gesagt: ,Wenn man keine Emotion vom Trainer will, dann soll man Bescheid sagen.‘"

LASK-Torhüter Schlager nach 1:0: "Meistertitel? Träumen darf jeder"
Ismaël sah Gelb/Rot.

Gruber begleitete ihn vom Referee weg. Ismaël war längst bewusst, dass er überreagiert hatte. "Das war nicht in Ordnung", sagte der 44-Jährige. "Ich finde, dass den Trainern gegenüber zu schnell die Gelbe gezogen wird, ohne Vorwarnung. Ich wünsche mir mehr Kommunikation." Erklären darf er sich nun vor dem Senat 1. Anders als bei Spielern bedeutet der Platzverweis nicht unbedingt eine Sperre für das kommende Bundesligaspiel am 23. November in Innsbruck gegen Tirol.

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