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Landespolitik

Blaue Aufträge an Agentur eines „extremen Rechten“

Von OÖN   04. September 2021 16:24 Uhr

Blaue Aufträge an Agentur eines "extremen Rechten"
Freiheitliche Regierungsmannschaft: Haimbuchner (l.), Steinkellner, Klinger

LINZ. Aufregung um PR-Aktivitäten der FP und Verwendung von Steuergeld drei Wochen vor der Landtagswahl.

Als „relevanten Kopf der extremen Rechten“ bezeichnet das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands (DÖW) einen 37-Jährigen, der in Linz eine PR-Agentur betreibt. Zuletzt ist dieser Oberösterreicher auch bei Corona-Demonstrationen und mit Aufrufen, sich nicht testen und impfen zu lassen, aufgefallen.

Seine Agentur bekam dennoch in den Jahren 2019 und 2020 Werbeaufträge von der oberösterreichischen Landesregierung, wie das „profil“ berichtete.

Klinger: „Schauen uns das an“

Wer genau um wie viel was beauftragt hat, wird aus Datenschutzgründen von der Presseabteilung des Landes nicht bekanntgegeben. Alle nicht-freiheitlichen Regierungsbüros schließen Aufträge aus. Von den Büros der FP-Landesräte Wolfgang Klinger und Günther Steinkellner kam hingegen bis zum Wochenende keine Stellungnahme. Spekuliert wird, dass es aus Klingers Büros Aufträge gegeben haben könnte. Klinger sagte am Sonntag auf OÖNachrichten-Anfrage, dass er davon nichts wisse und man sich das am Montag im Büro anschauen werde. Er kenne den Agentur-Inhaber jedenfalls nicht persönlich, sagte Klinger.

Drei Wochen vor der Landtagswahl herrscht Aufregung, Grüne und Neos fordern Transparenz.

Aus dem Büro von Manfred Haimbuchner (FP) hieß es am Sonntag, dass dieser als Landeshauptmann-Stellvertreter bzw. Landesrat keine Aufträge vergeben habe. Dass in einem Magazin des Landes ein Foto von FP-Landesparteiobmann Haimbuchner mit dem Copyright der besagten Agentur erschien, sei darauf zurückzuführen, dass man ein Archivfoto verwendet habe. Die Partei beauftrage viele Fotografen und Agenturen.

Die FPÖ habe in den vergangenen Jahren immer wieder mit besagter Agentur zusammengearbeitet, das sei bekannt, so Haimbuchners Büro. Es handle sich um einen „unbescholtenen Bürger und Unternehmer“, es sei rein um die Aufträge und die angebotene Leistung gegangen, nicht um politische Anschauungen. Nun eine Diskussion vom Zaun zu brechen, sei wohl dem Wahlkampf geschuldet. (az)

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