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Landespolitik

Ohne Prominenz kommt auch der Wahlkampf 2009 nicht aus

24. Juni 2009 00:04 Uhr

Ohne Prominenz kommt auch der Wahlkampf 2009 nicht aus
Eberhartinger (EAV) singt im SP-Wahlkampf.

Heute Abend feiert die SP im Linzer Bergschlößl ihr alljährliches Sommer-Event. Dazu versammelt sich die rote Prominenz aus Landes- und Bundespolitik. So werden sich Bundeskanzler Werner Faymann, Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, BSA-Bundesvorsitzende Maria Berger, Landesparteichef Erich Haider sowie der Linzer Bürgermeister Franz Dobusch dem Polit-Talk stellen. Der Abend wird moderiert von Schauspielerin und „Dancing Star“ Elke Winkens, und auch für musikalische Umrahmung ist gesorgt.

Dass die SP auch ihren Wahlkampf mit musikalischem Beiwerk aufpoliert, hat sie bereits 2003 gezeigt. Damals wurden zu Auftritten der Ausseer Hardbradler häppchenweise Wahlkampfreden serviert. Und auch heuer setzt der Parteichef mit der Ersten Allgemeinen Verunsicherung (EAV) auf prominente musikalische Unterstützung. Wenn Haider im September mit „seinen“ Ortschefs und den regionalen (Jugend-)Kandidaten durch die Bezirke tourt, soll die bekannte Band rund um Klaus Eberhartinger an seiner Seite stehen – und für den locker-flockigen Ausgleich zur schweren Politik-Kost sorgen, kündigte gestern Landesgeschäftsführer Christian Denkmaier an.

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Auf prominente, „unabhängige“ Gäste setzen auch die Grünen, angeführt von Parteichef Rudi Anschober, morgen Abend bei ihrem Wahlkongress im Linzer Landgraf Loft. Neben dem Karikaturisten Gerhard Haderer soll auch Schriftsteller Franzobel die vergangenen sechs grünen Regierungsjahre analysieren. Aber auch das übrige Publikum wird zur Mitarbeit gebeten. Zehn Minuten lang sollen Fragen notiert, eingesammelt – und im Laufe des Abends den Gastreferenten gestellt werden.

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Am 13. Juli entscheidet der VP-Landesparteivorstand über die endgültigen Landes- und Wahlkreislisten. Die vorbereitenden Konvente mit Reihung der Kandidaten auf Bezirksebene hat die VP am Wochenende abgeschlossen.

Wobei die Bezirks-Reihungen schon Rückschlüsse auf die Chancen zulassen – und auch Überraschungen brachten. Jede Partei darf pro Wahlkreis doppelt so viele Kandidaten aufstellen, als Mandate zu vergeben sind. Da sind Bezirks-Plätze hinter drei oder vier kein gutes Omen.

Persönlich wenig erfreulich dürfte das Ergebnis für Landesbäuerin Annemarie Brunner sein. Sie kam als aktive Landtagsabgeordnete in ihrem Bezirk Perg nur auf 23,6 Prozent der Stimmen und damit auf den fünften Platz. Dass die VP ihre Landesbäuerin nicht mit einem aussichtsreichen Platz auf der Landesliste absichert, ist aber kaum anzunehmen. Die Perger Schwarzen scheinen mit bekannten Gesichtern überhaupt kritisch umgegangen zu sein. Landeshauptmann-Vize Franz Hiesl wurde zwar Erster, aber mit nur 51 Prozent. Landesrat Viktor Sigl mit 27,5 Prozent nur Vierter – deutlich überholt vom JVP-Kandidaten Dominik Thauerböck. Besser ging es da Agrarlandesrat Josef Stockinger. Er wurde in Linz-Land zwar auch nur Zweiter hinter Wolfgang Stanek, erreichte aber immerhin 79,5 Prozent.

Den Sprung in den Landtag strebt auch der oberste Landesdienst-Personalvertreter, Peter Csar, an. Mit einem ersten Platz vom Welser VP-Konvent in der Tasche. (nieg/bock)

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