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Innenpolitik

Gratis-Coronatests bald für Gastronomie, Camping und Jugendherbergen

Von nachrichten.at/apa   27. August 2020 11:24 Uhr

Tourismusministerin Köstinger

WIEN. Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) hat am Donnerstag Coronatests auch für Gastronomiebetriebe, Campingplätze und Jugendherbergen angekündigt. Die Möglichkeit wird per 1. September geschaffen.

Österreichs Tourismus- und Gastronomiebranche gehört zu den am stärksten betroffenen Bereichen durch die Coronakrise. Tourismusministerin Köstinger stellt gemeinsam mit Fachverbands-Obfrau Susanne Kraus-Winkler und dem Obmann des Fachverbandes Gastronomie Mario Pulker neue Maßnahmen für Tourismus und Gastronomie vor. 

"Unser Testangebot für den Beherbergungsbereich hat sich bewährt, daher weiten wir es aus", so Köstinger. "Ab 1. September können sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Gastronomiebetrieben, Jugendherbergen und Campingplätzen kostenfrei und regelmäßig auf das Coronavirus testen lassen." Die Ausweitung gilt für alle Betriebe in der gewerblichen Gastronomie. Also solche Firmen mit entsprechender Gastgewerbeberechtigung und wenn sie öffentlich zugänglich sind.

Unterstützung bei Kontakt-Tracing

Wenn Betriebe in der Gastronomie und Veranstalter bald auf Basis einer Verordnung die Namen und Kontakte ihrer Gäste 28 Tage lang speichern sollen, dann dürfe die Verantwortung dafür nicht bei den Betrieben liegen. "Die Branche hat hierbei meine vollste Unterstützung", sagte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien.

Wien. Die Unternehmen wehren sich ja vehement dagegen, dafür verantwortlich zu sein, dass die Gäste sich in Listen eintragen und womöglich die Kundschaft auch noch wegschicken zu müssen, wenn sie es nicht oder nur spaßhalber mit Scherznamen Eintragungen tätigt. Wie eine Lösung ausschauen könnte, ließ Köstinger offen. Nur so viel: "Wir haben jetzt den Vorschlag des Gesundheitsministeriums vorliegen, der ist in Begutachtung. Wichtig ist, dass nicht den Unternehmen allein die Verantwortung übertragen wird, das auch zu administrieren", so die Politikerin, die auch an eine "schmale Gratwanderung beim Datenschutz" erinnerte. Bürokratisch handle es sich auch um einen enormen Aufwand, vor dem die Betriebe "bestmöglich zu schützen" seien. Man werde sich am Ende des Begutachtungsprozesses - der ist übrigens morgen, Freitag - "anschauen, was die praktikabelste Lösung ist", sagte Köstinger.

Gastronomie-Obmann Mario Pulker brachte bei der selben Pressekonferenz wieder eine etwaige zertifizierte App ins Spiel. Er appellierte ans Gesundheitsministerium von Rudolf Anschober (Grüne), "eine App zu zertifizieren in der die Gäste erhoben werden, wenn sie ein Lokal betreten. Wir wollen keine Zettelwirtschaft und keinen Konflikt mit dem Gast". Auf die Frage, was sie von einer App hält, ging Köstinger nicht ein.

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