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Innenpolitik

Geimpfte sollen mit EU-Zertifikat frei reisen können

Von OÖN   14. Januar 2021 00:04 Uhr

Geimpfte sollen mit EU-Zertifikat frei reisen können
EVP-Fraktionschef Manfred Weber

BRÜSSEL. Manfred Weber, Chef der EVP-Fraktion im EU-Parlament, befürwortet einen Corona-Impfpass

Mit einem standardisierten Impfpass EU-Bürgern, die gegen das Coronavirus geimpft sind, das Reisen im Binnenmarkt erleichtern: Das befürwortet Manfred Weber, der Chef der EVP-Fraktion im EU-Parlament. "Die Bürger wollen Sicherheit, wie sie in Zukunft nach einer Impfung reisen können. Ein EU-weites Zertifikat für Geschäftsreisende und Touristen ist eine praktikable Lösung", sagte der Europapolitiker gestern.

"Wenn die Menschen geimpft sind, müssen sie mit einem entsprechenden Papier in der EU reisen können." Die EU brauche ein gemeinsames Grundverständnis der Reisefreiheit und müsse entsprechende Voraussetzungen für eine größere Bewegungsfreiheit definieren. Weber unterstützt damit den Vorschlag von Griechenlands Regierungschef Kyriakos Mitsotakis. In Deutschland hatte sich allerdings Horst Seehofer (CSU), Webers Parteifreund und Bundesinnenminister, gegen Privilegien für Geimpfte ausgesprochen, weil dies auf einen Impfzwang durch die Hintertür hinauslaufen könnte.

Vierter Impfstoff vor Zulassung

Der US-Konzern Johnson & Johnson könnte im Februar als vierter Hersteller einen Antrag auf Zulassung seines Corona-Impfstoffs in der EU stellen. Das habe EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides am Mittwoch in einer Sitzung mit der EVP-Fraktion im EU-Parlament gesagt, berichtet der Abgeordnete Peter Liese (CDU). Der Gesundheitsexperte der Union sprach von einem "weiteren Hoffnungszeichen im Kampf gegen das Coronavirus".

Der Impfstoff von Johnson & Johnson habe gegenüber den bisher zugelassenen Mitteln von Biontech/Pfizer und Moderna den großen Vorteil, dass nur eine Dosis für einen umfassenden Schutz ausreiche. "Und er ist viel leichter zu verarbeiten, zu lagern und zu transportieren als der Biontech-Pfizer-Impfstoff", sagte Liese.

Mit Johnson & Johnson hat die EU einen Liefervertrag über 200 Millionen Dosen mit einer Option auf 200 Millionen weitere abgeschlossen. Das Mittel wird für Europa in den Niederlanden produziert.

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