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Außenpolitik

Corona: Schon fast eine Million Chinesen geimpft

21. November 2020 00:04 Uhr

Corona: Schon fast eine Million Chinesen geimpft
Hoffnung auf Impfstoff

PEKING/ROM. Auch Italien plant, bereits ab Jänner mit einer Massenimpfung gegen das Virus zu starten.

China war der Ausgangspunkt der Corona-Pandemie. Jetzt scheint das Reich der Mitte beim Impfen der Bevölkerung gegen das Virus eine Vorreiterrolle einnehmen zu wollen. Das Pharmaunternehmen Sinopharm meldete gestern, dass bereits fast eine Million Menschen in der Volksrepublik gegen SARS-CoV-2 geimpft worden sein sollen.

Bisher lägen keine Erkenntnisse über schwere Nebenwirkungen des experimentellen Wirkstoffs vor, sagte Firmenchef Liu Jingzhen chinesischen Medien. Es seien lediglich in einigen Fällen "milde Symptome" aufgetreten. China hatte im Juli mit Testimpfungen begonnen. Staatsbedienstete, Auslandsstudenten und Angestellte mit Auslandskontakten erhielten seitdem experimentelle Impfstoffe, über deren Wirksamkeit noch keine verlässlichen Daten vorliegen. Derzeit befinden sich in China vier Corona-Impfstoffe in der letzten klinischen Testphase.

Auch Italien bereitet sich auf großflächige Impfungen vor. Die Regierung rechnet, dass ab Jänner 3,4 Millionen Dosen Impfstoff im Land verfügbar sein werden. "Innerhalb einiger Monate können wir mit Impfungen auf breitem Niveau starten", sagte Regierungskommissar Domenico Arcuri. Italien bemühe sich bereits um Einkäufe in großem Ausmaß von Spritzen für die Impfungen.

Vorerst sei keine Impfpflicht vorgesehen. "Wir hoffen, dass wir bis zum dritten Quartal einen Großteil der Italiener geimpft haben werden." Geplant sei eine Informatikplattform zur Registrierung der Namen geimpfter Bürger.

Kroatien, das trotz schlechter epidemiologischer Lage im europäischen Vergleich eher milde Corona-Maßnahmen hat, führt unterdessen mit Sonntag neue Restriktionen ein. In erster Linie wird es zusätzliche Versammlungseinschränkungen geben, Öffnungszeiten in der Gastronomie werden verkürzt. Die neuen Maßnahmen sollen bis 15. Dezember gelten.

Finnland kommt – wie berichtet – im Vergleich zum Rest Europas mit dem bisher niedrigsten Infektionszahlen durch den Corona-Herbst – doch auch in der Hauptstadt Helsinki nehmen die Ansteckungen mit dem Virus zu. Aus diesem Grund erlässt die Hauptstadtregion nun eine Reihe von Beschränkungen. Die Teilnehmerzahl von öffentlichen Veranstaltungen in Innenräumen wird ab Montag für drei Wochen auf maximal 20 Personen begrenzt, sagte Bürgermeister Jan Vapaavuori. Bei privaten Veranstaltungen dürften nicht mehr als zehn Gäste dabei sein.

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