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Apples Rekordjagd ist für die Experten noch nicht zu Ende

08. Januar 2022 00:04 Uhr

Apples Rekordjagd ist für die Experten noch nicht zu Ende
Mit Chef Tim Cook ist der Konzern seit Jahren auf Wachstumskurs – und eilt von einer Bestmarke zur nächsten.

Der Börsewert des Konzerns stieg auf mehr als drei Billionen Dollar.

An der Wall Street passierte diese Woche Historisches: Zum ersten Mal stieg der Börsewert eines Unternehmens auf mehr als drei Billionen US-Dollar. Dass dafür der Technologiekonzern Apple verantwortlich zeichnete, kam für Experten und Beobachter allerdings weniger überraschend. Der Börsewert, auch Marktkapitalisierung genannt, bezeichnet den Gesamtwert der Aktien eines Unternehmens, das an der Börse notiert. Dafür wird der Kurswert mit den Unternehmensanteilen, die sich im Umlauf befinden, multipliziert.

Apples Wert ist höher als die jährliche Wirtschaftsleistung Großbritanniens und reicht fast an jene von Deutschland heran. Der Kurs des iPhone-Herstellers kennt seit Jahren nur eine Richtung: nach oben. Im August 2018 hatte Apple als erstes amerikanisches Unternehmen einen Marktwert von mehr als eine Billion Dollar erreicht. Zwei Jahre später waren es zwei Billionen Dollar.

Beflügelt hat den nunmehrigen Rekordkurs Experten zufolge ein Mix aus Faktoren: Investoren vertrauen darauf, dass Apple an den Erfolg des iPhones anknüpfen und zugleich neue Erlösquellen mit Dienstleistungen wie Apple TV oder Apple Music erschließen kann. Zudem versprechen sich Geldgeber Zukunftschancen in Märkten wie automatisierte Autos oder Virtual Reality.

Auch deshalb sehen Analysten ein Ende der Fahnenstange für Apple noch lange nicht erreicht. Im Gegenteil: Der Sprung über die nächste Marke von vier Billionen Dollar sei nur eine Frage der Zeit. "Das Unternehmen verfügt über eine fantastische Produktpalette und hat in den kommenden Jahren so viel zu bieten", sagte Craig Erlam, Marktanalyst des Brokerhauses Oanda. In dieselbe Kerbe schlug Christian Kahler, Chefanlagestratege der DZ-Bank: "Die großen Technologiewerte werden auch weiterhin sehr gut laufen, weil sie die ganze Welt bedienen können und damit praktisch ein unendliches Marktpotenzial haben."

In prominenter Gesellschaft

Analysten attestieren auch Microsoft oder der Google-Mutter Alphabet das Potenzial, demnächst die Drei-Billionen-Dollar-Marke zu überspringen. Die Corona-Pandemie sei für weite Teile von Wirtschaft und Gesellschaft eine Art Katalysator der weiteren Digitalisierung – und amerikanische Technologie-Unternehmen geben hier den Ton an. Apple erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr (per Ende September) einen Gewinn von rund 95 Milliarden US-Dollar. (rom)

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