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Chronik

Prozess: Kriminalist auf Du-und-Du mit Unterwelt-Größen

Von tan/mor   10. Januar 2011 15:49 Uhr

Urteil wird frühestens im Februar fallen

WIEN. Am Montag startet im Wiener Straflandesgericht der Prozess gegen einen suspendierten Chefinspektor der Wiener Polizei. Er soll nach Ansicht der Staatsanwaltschaft mit Wiener Unterwelt-Größen auf Du-und-Du gewesen sein und sich zu deren Gunsten strafbar gemacht haben.

Die Anklage gegen den 53-Jährigen liest sich wie ein Auszug aus dem Strafgesetzbuch: Ihm wird Amtsmissbrauch, Verletzung des Amtsgeheimnisses, Nötigung, falsche Zeugenaussage, Bestimmung zur Falschaussage, Betrug und das Begehen strafbarer Handlungen unter Ausnützung seiner Amtsstellung angelastet. Für den außer Dienst gestellten Top-Polizisten, der seit Beginn der gegen ihn gerichteten Ermittlungen sämtliche Vorwürfe als haltlos zurückgewiesen hat, gilt die Unschuldsvermutung.

Auf den Schöffensenat, der die Schuldfrage zu klären hat, kommt ein "Mammutprogramm" zu: Richterin Irene Mann hat vorerst 14 Verhandlungstage anberaumt, die erste Prozesswoche ist ausschließlich für die Einvernahme des Angeklagten reserviert. Das Urteil wird frühestens am 11. Februar fallen.

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