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Oberösterreich

Hitzewelle in Österreich mit Höchstwerten bis 35 Grad

Von nachrichten.at/apa/geg   15. Juni 2022 10:46 Uhr

Zwei Tage Hitze: Mehr als 30 Grad am Wochenende
Am Wochenende gibt es nur eine Devise: Abkühlung.

LINZ. Eine Hitzewelle, die zumindest auch Anfang der kommenden Woche anhalten dürfte, hat die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) am Mittwoch für das kommende Wochenende angekündigt.

So gibt es zu hochsommerlichem Wetter mit viel Sonnenschein, vereinzelte Wärmegewitter und Temperaturen um 30 Grad. Im Westen Österreichs sind sogar bis zu 35 möglich, besonders am Sonntag.

Auch in Oberösterreich wird die 30-Grad-Marke überschritten. "Feinfühlige Menschen können da schon Kreislaufprobleme bekommen", sagt ZAMG-Meteorologe Josef Haslhofer.

Der morgige Feiertag bringt zunächst nur wenig Neues: Hochsommer, hohe Temperaturen – aber auch eine hohe Wahrscheinlichkeit für Gewitter. „Mit den Schauern frischt lebhafter Westwind auf, das werden wir auch noch am Freitag merken“, sagt Haslhofer.

Der beginnt im Süden des Landes noch wolkenverhangen, einzelne Regenschauer passen ins trübe Bild. Noch am Vormittag kämpft sich aber die Sonne zurück, bei 22 bis 25 Grad können Wetterfühlige noch einmal durchschnaufen. Denn der Samstag bringt schließlich den ersten wirklich heißen Tag: Die Temperaturen steigen auf 30 Grad an, die Gewittergefahr ist gering. Am Sonntag legt der Hochsommer noch einmal nach, Gewitter sind bei Höchsttemperaturen von 33 Grad dann aber nicht mehr ausgeschlossen. Am Montag sinken die Temperaturen wieder, Abkühlung kündigt sich an.

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Hitzepol Innsbruck

Die Zahl der Tage mit mindestens 30 Grad (Hitzetage) hat sich im Juni in den vergangenen Jahrzehnten in den tiefen Lagen Österreichs verdoppelt bis vervierfacht, wie eine ZAMG-Auswertung ergab. So gab es zum Beispiel in den Landeshauptstädten in einem durchschnittlichen Juni im Zeitraum 1961 bis 1990 ein bis zwei Hitzetage. Im Zeitraum 1991 bis 2020 gab es hier schon zwischen zwei (Bregenz) und fünf (Innsbruck) Hitzetage. Die Rekorde stammen alle aus der jüngeren Vergangenheit. An der Spitze liegt Innsbruck mit 17 Hitzetagen im Juni 2019.

Um Wetterdaten über Jahrzehnte hinweg vergleichen zu können sind hochwertige Wetterstationen und ein sorgfältiges Qualitätsmanagement notwendig. "Wir betreiben in Österreich derzeit rund 280 automatische Wetterstationen, die rund um die Uhr nach internationalen Kriterien Temperatur, Wind, Luftfeuchte und andere Parameter messen", sagte Roland Potzmann, der Leiter der ZAMG-Abteilung Datenerfassung.

Pro Tag liefern Wetterstationen der ZAMG rund zwei Millionen Wetterdaten. Sie sind Basis für Vorhersagemodelle, Klimaforschung und zahlreiche andere Bereiche, wie etwa klimatologische Auswertungen für Versicherungen, Baufirmen und Energieversorger sowie für Medien. Neu im Messnetz der ZAMG ist seit Juni 2022 die Wetterstation in Kernhof, einem Ortsteil der Marktgemeinde St. Aegyd am Neuwalde in Niederösterreich, die in Kooperation mit der Gemeinde installiert wurde.

40 Grad und mehr

Im Vergleich zu Spanien sind die Temperaturen hierzulande aber moderat. In der Millionenmetropole Madrid werden 40 Grad erwartet, in Saragossa könnten es sogar 45 Grad werden. Auch in der französischen Hauptstadt Paris, wo sich wegen eines Streiks der Müll auf den Gehsteigen türmt, herrschen ungewöhnlich hohe Temperaturen. 

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