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Wels

Für Corona-Tests stellt die Messe Welsder Stadt 300.000 Euro in Rechnung

Von Erik Famler  11. Dezember 2020 11:43 Uhr

Wer am Ende die Kosten der 50 Teststraßen übernimmt, ist noch nicht eindeutig geklärt

Wels. Für die Messe Wels erweist sich der gestern angelaufenen Corona-Massentest als willkommener Verdienstentgang. Das Unternehmen steht seit Monaten still. Für vier Tage Hallenmiete inklusive Ordnerdienste, Müllentsorgung, Verpflegung und Aufbau fallen rund 300.000 Euro an. Zahlen muss das die Stadt. Am Montag wird der Gemeinderat nachträglich darüber abstimmen. „Die Rechnung ist ziemlich happig, trotzdem rechne ich nicht mit Gegenstimmen“, sagt Wirtschaftsreferent Peter Lehner (ÖVP).

Durchaus möglich, dass die Stadt auf einem Großteil der Kosten sitzen bleibt: „Im Entwurf des Ministeriums lese ich nichts von einer Vergütung der Mietkosten durch den Bund. Wir werden erst einmal zahlen und dann schauen, was wir zurückbekommen“, sagt Rabl. Sollte ein zweiter Massentest mit ähnlichen Aufwendungen nochmals das Stadtbudget belasten, „wäre das alles andere als erbaulich“, betont der Bürgermeister. Der Städte- und Gemeindebund drängt bereits heftig auf Rückvergütung: „Umstritten ist noch, ob vom Bund die Kosten der Räumlichkeiten übernommen werden. Das ist de facto der größte Brocken“, sagt Magistratsdirektor Peter Franzmayr.

Tests ohne Anmeldung möglich

Gestern Vormittag war der Andrang bei den 50 Teststraßen etwas stärker als zunächst erwartet. Zahlreiche Testwillige erschienen in der Halle 20, ohne sich angemeldet zu haben. Aufgrund von Schwierigkeiten bei der Online-Registrierung waren viele Welserinnen und Welser auf gut Glück im Messegelände erschienen.

Jeder Zehnte kam gestern ohne Anmeldung. Mehr als 3000 Corona-Abstriche wurden bis 19 Uhr durchgeführt. Bis vor wenigen Tagen war nicht klar, ob neben dem Roten Kreuz und der Feuerwehr auch das Bundesheer Personal bereitstellt. Die Bitte der Stadt wurde kurzfristig erhört. Am Freitag übernahm das Militär in der Messehalle fünf Teststraßen. „Die Unterstützung hilft uns sehr, weil wir dadurch unsere Mitarbeiter entlasten können“, sagt Bürgermeister Andreas Rabl (FPÖ), der sich zu Mittag testen ließ. Das Ergebnis war negativ.

Bis 13 Uhr zeigten nur zwei von 1780 Tests ein positives Ergebnis. Bis 17.30 Uhr waren bei 3059 Test bereits fünf Personen positiv. Sie wurden abgesondert und in Quarantäne geschickt. Allen positiv Getesteten wurde in der Folge ein kostenloser PCR-Test nahegelegt, der nach 24 bis 48 Stunden exaktere Ergebnisse liefert.

Ab heute weniger Teststraßen

Weil die Testfrequenz am Nachmittag deutlich nachließ, will man ab heute die Zahl der Teststraßen zurücknehmen. „Es kann jeder Welser auch ohne Anmeldung zum Testen in die Messehalle 20 kommen“, sagt Franzmayr. Niemand müsse Menschenschlangen oder lange Wartezeiten befürchten, weil es diese schlichtweg nicht gibt. Etwa jeder zehnte Getestete kam am Freitag ohne Anmeldung. Bis gestern Abend ließen sich rund 4000 Welser auf der Homepage des Bundes registrieren.

Peter Franzmayr, Welser
Magistratsdirektor

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Erik Famler

Lokalredakteur Wels

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