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Oberösterreich

Verbrauch dreimal so hoch: Wasser in Neuhofen knapp

Von Manuela Kaltenreiner  14. April 2020 00:04 Uhr

Verbrauch dreimal so hoch: Wasser in Neuhofen knapp
Zu hoher Wasserverbrauch (lebe)

NEUHOFEN/K. Pools und Teiche befüllt, Gärten gespritzt, Autos gewaschen: Trinkwasser musste abgeschaltet werden

Zahlreiche Bewohner von Neuhofen an der Krems sind vergangene Woche plötzlich auf dem Trockenen gesessen. Denn die Wassergenossenschaft hat die Wasserversorgung kurzfristig unterbrochen. Offiziell sollte dies am Freitag um 23 Uhr passieren. "Ich kam gerade vom Sporteln zurück und konnte nicht mehr duschen, weil wir schon um 16 Uhr kein Wasser mehr hatten", sagt Bürgermeister Günter Engertsberger (SP) im Gespräch mit den OÖN. Die Bewohner und auch die Gemeinde seien von der Wassergenossenschaft erst am selben Tag informiert und von der vorgezogenen Abschaltung überrascht worden. "Da hat es einfach an der Kommunikation gemangelt. Bei mir lief gerade der Geschirrspüler, als das Wasser weg war", sagt ein Neuhofner, der ebenfalls verwundert war, dass das Wasser so früh abgedreht wurde.

Covid-Maßnahmen als Ursache

Die Ursache war, dass wegen der Ausgangsbeschränkungen dreimal so viel Wasser verbraucht wurde wie sonst, so die Wassergenossenschaft Neuhofen an der Krems. Die leeren Hochbehälter mussten deshalb wieder befüllt werden. Mitverantwortlich für den zu hohen Wasserverbrauch war neben dem Gartenspritzen und Autowaschen vor allem das Auffüllen von Pools und Schwimmteiche. "Die Leute hätten das vorher anmelden müssen. Das wertvolle Gut Trinkwasser ist nicht zum Befüllen von Pools und Schwimmteichen da, auch wenn wir das nicht vorschreiben und nur an die Leute appellieren können", betont Engertsberger. Schon in den vergangenen drei Jahren habe sich in Neuhofen wie in vielen anderen oberösterreichischen Gemeinden die Trockenheit auf die Trinkwasserreserven ausgewirkt.

"Wir fördern in Zukunft auch Regenzisternen, damit die Leute ihre Gärten nicht mehr mit Trinkwasser spritzen", sagt der Bürgermeister. Auch werde Bauland nur dann genehmigt, wenn die Wasserversorgung gewährleistet sei. Seit der Wasserabschaltung laufe alles disziplinierter ab, ist Engertsberger erfreut. Er hofft, dass so ein Schritt in den nächsten Monaten nicht mehr notwendig ist.

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