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Auf den "Ferdl" konnte man sich stets verlassen

Von Josef Schuldenzucker  04. Januar 2021 00:04 Uhr

Ferdinand Forstenpointner
Ferdinand Forstenpointner

Schlicht und einfach war Dein Leben, treu und fleißig Deine Hand. Menschen helfen war Dein Streben, schlafe ruhig und hab Dank. – Dieser Vierzeiler auf dem Trauerbild von Kirchheims Vizebürgermeister Ferdinand Forstenpointner beschreibt äußerst treffend seinen Charakter.

Tiefe Betroffenheit herrschte in der kleinen Innviertler Gemeinde, als die Nachricht vom Ableben "ihres Ferdl" die Runde machte. In wenigen Wochen, am 3. März 2021, hätte er seinen 60. Geburtstag gefeiert. Es war ihm nicht mehr vergönnt. Sein Kämpfergeist war riesengroß, doch die Krankheit unbezwingbar. Ferdl der Freundliche, der Hilfsbereite, der Zuverlässige, der Fleißige, der Ehrliche, der Gesellige..., das ist nur ein kleiner Auszug der Eigenschaften, die den 59-Jährigen auszeichneten. Wenn er gebraucht wurde, war er zur Stelle.

Geboren wurde Ferdinand Forstenpointner am 3. März 1961 als zweiter von vier Söhnen in St. Johann am Walde, wo er auch die Schule besuchte. Seine Kindheit verbrachte er am elterlichen Bauernhof. In der Glasfabrik Riedl in Schneegattern erlernte der den Schlosserberuf. Seinen Traumjob fand er dann im Alter von 18 Jahren als Kraftfahrer bei der Firma Bachleitner in Höhnhart. Sein Lkw mit dem "käseessenden Pumuckl" darauf, war unübersehbar. Ferdinand Forstenpointner liebte seinen Beruf. Im Jahr 2015 wechselte er zur Firma Witzmann. Auch hier ging er in seiner Arbeit auf. Selbst wenn er oft für einige Tage auf seine Familie verzichten musste.

1986 lernte Ferdinand Forstenpointner seine Frau Maria kennen. Schon ein Jahr danach wurde in der Ortschaft Kraxenberg ein Haus gebaut. Am 14. August 1988 kam Tochter Julia auf die Welt, am 12. November wurde geheiratet.

"Kirchheim ist meine Heimat", hat der Verstorbene oft gesagt. Er hat mit Stolz das "Kulturdorf" Europas repräsentiert. Auch politisch war Ferdinand Forstenpointner sehr engagiert. Am 1. Dezember 2005 wurde er zum ÖVP-Obmann gewählt, danach war er 15 Jahre Partei- und Fraktionsobmann. Die vergangenen zwölf Jahre Vizebürgermeister. Er war Mitglied bei fast allen örtlichen Vereinen und stets zur Stelle, wenn eine "Arbeitsbiene" gebraucht wurde. Nicht ausgelassen hat er auch den sonntägigen Stammtisch beim Gasthaus Lang in Kraxenberg. Geselligkeit und seine Freunde waren ihm sehr wichtig.

Artikel von

Josef Schuldenzucker

Lokalredakteur Innviertel

Josef Schuldenzucker
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