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Sie war der Engel von Cartagena

Beinahe ihr ganzes Leben widmete die am 17. Februar 1919 in Gmunden geborene Elfride Jagersberger den Armen in Kolumbien. Am vergangenen Sonntag ist die Missionarsschwester des Franziskanerordens im Alter von 98 Jahren verstorben.

Sie war der Engel von Cartagena Von Florian Meingast

Schwester Elfride half den Armen. Bild: privat

Bereits im Alter von 15 Jahren trat Jagersberger dem Franziskanerorden bei. Zwei Jahre später legte sie ihr Gelübde sowie Lehramtsprüfungen für Volksschulen ab und trat kurz darauf ihre Reise nach Kolumbien an.

Dort angekommen studierte Schwester Elfride Mathematik sowie Physik und unterrichtete 2000 Mädchen in einem Schulzentrum in Cartagena, kümmerte sich trotz ihrer schwachen Gesundheit um die Armen und errichtete Dörfer, Schulen, Kirchen, Krankenstationen sowie Klöster.

"Ein besonderes Erlebnis hatte Elfride, als sie gerade den Kindergarten in einem Dorf errichtet hatte und die Eltern ihre Kinder nicht hinschicken wollten. Auf die Frage warum, antwortete ihr ein Mann, dass das Dorf eher einen Friedhof benötigt, damit die Verstorbenen würdevoll bestattet werden können", sagt ihr langjähriger Wegbegleiter, der Direktor des Wirtschaftskundlichen Realgymnasiums und Oberstufenrealgymnasiums der Franziskanerinnen in Wels, Georg König. Das ließ sie sich nicht zweimal sagen. Einige Zeit später war der Friedhof fertiggestellt, die Toten fanden ihre letzte Ruhe und plötzlich schickten die Eltern ihre Kinder in die Einrichtung.

Als sich Elfrides Gesundheitszustand zunehmend verschlechterte – sie wurde schwächer, Hör- und Sehvermögen schwanden – gab sie die Leitung ihrer Projekte ab. Am 16. Juli verstarb sie an Altersschwäche.

"Schwester Elfride war ein wirklich außergewöhnlicher Mensch. Sie hat ihre Berufung zum Christentum bis an ihr Lebensende gelebt", sagt der Schuldirektor.

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Artikel Florian Meingast 19. Juli 2017 - 00:04 Uhr
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