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Linz

ÖBB-Arbeiten dauern in Linz noch einige Jahre

Von Reinhold Gruber   21. Dezember 2018 00:04 Uhr

ÖBB-Arbeiten dauern in Linz noch einige Jahre
Projektleiter der ÖBB: Thomas Fruhmann

LINZ. Bis 2026 soll Ausbau bis Kleinmünchen fertig sein – neuer Verschiebebahnhof soll ab 2019 errichtet werden.

Es geht im Empfinden der Menschen nicht so schnell, wie sich das Außenstehende vielleicht wünschen würden, sagt Thomas Fruhmann. Er ist Projektleiter der ÖBB und meint damit den seit Jahren rund um den Hauptbahnhof Linz laufenden viergleisigen Ausbau der Westbahnstrecke, der einige Projekte nach sich zieht. Im Moment gilt die ganze Aufmerksamkeit dem Streckenabschnitt zwischen Kleinmünchen und der Westseite des Bahnhofes. Gearbeitet wird intensiv, nur ist vieles "von außen nicht erkennbar".

"Wir müssen alle Arbeiten im laufenden Betrieb erledigen", sagt Fruhmann. Angesichts von 800 Zug- und Verschubfahrten pro Tag ist dies keine leichte Aufgabe. "Wir haben lauter Inselbaustellen. Die deshalb aufwendigen Arbeiten werden schon noch sieben Jahre dauern", rechnet der ÖBB-Projektleiter. Bis 2026 investiert die Bahn zwischen Kleinmünchen und Hauptbahnhof Linz rund 250 Millionen Euro.

Warten auf Schnellbahn-System

Damit werden auch erst die Voraussetzungen für ein dichteres Schnellbahn-System im Zentralraum geschaffen. Zuletzt war das Fehlen einer schnellen Zugverbindung von den Bahnhöfen Ebelsberg und Pichling nach Linz im Zusammenhang mit der Standort-Diskussion für das neue LASK-Stadion nahe dem Pichlingersee urgiert worden. Darauf werde man noch warten müssen. Zudem sei auch verständlich, dass eine Verlängerung der Linzer Lokalbahn, die politisch ebenfalls bereits in die Diskussion um eine Verbesserung des öffentlichen Verkehrs eingebracht wurde, nicht so schnell angegangen werden könne. "Erst wenn die Arbeiten der Durchbindung der viergleisigen Westbahnstrecke durch den Linzer Bahnhof abgeschlossen sind, sind die Voraussetzungen dafür gegeben", sagt Fruhmann. Erst dann könne man darüber reden.

Millioneninvestition im Hafen

Im kommenden Jahr wird es ernst mit dem Umbau des Verschiebebahnhofes Stadthafen. Bisher nicht elektrifiziert und folglich mit einem veralteten System ausgestattet, soll der Bahnhof in Zusammenarbeit mit der Linz AG in das Projekt Neuland im Hafenviertel und bis 2021 auch in das moderne Stellwerk des Hauptbahnhofs eingebunden werden. 43 Millionen Euro sind für dieses Projekt von den ÖBB vorgesehen, das es möglich machen wird, dass künftig Züge direkt in den Hafen fahren können, was vor allem für den Güterverkehr relevant ist. Auch das bisher notwendige Umspannen auf Dieselloks wird dann entfallen.

Der größte Brocken in der Modernisierung der Gleisanlagen im Bereich des Hauptbahnhofes wird 2024 bis 2030 folgen. Dann wird die Durchbindung der viergleisigen Westbahn abgewickelt, was dann auch viele Chancen für den öffentlichen Nahverkehr biete.

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