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Oberösterreich

"Lage im Bezirk Schärding ist derzeit sehr explosiv"

21. Oktober 2020 00:05 Uhr

"Lage im Bezirk Schärding ist derzeit sehr explosiv"
Die Zahl der Testungen bewegt sich in Oberösterreich derzeit zwischen 1600 und 2300 pro Tag.

LINZ/SCHÄRDING. Innviertler Bezirk hat die meisten Infizierten pro 1000 Einwohner.

Bedenklich wächst die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten in Oberösterreich. Gestern wurden – abzüglich der wieder Genesenen – erstmals an einem Tag mehr als 2000 positiv getestete Menschen gezählt.

Auch bei den Neuinfektionen (311) wurde zum wiederholten Mal ein Rekord verzeichnet. Pro 1000 Einwohner gemessen hat der Bezirk Schärding die höchste Infiziertenrate (2,88), gefolgt von Grieskirchen (2,84) und der Stadt Wels (2,82).

Wird Bezirk Schärding rot?

"Die Lage ist derzeit bei uns sehr explosiv", sagt der Schärdinger Bezirkshauptmann Rudolf Greiner im OÖN-Gespräch. Schärding sei lange "im grünen Bereich" gewesen. "Doch jetzt haben wir viele kleine Cluster über den gesamten Bezirk verbreitet", gibt Greiner zu bedenken.

Bei manchen Clustern sei bereits nicht mehr klar, woher die Infektionen gekommen seien. Fallhäufungen gebe es in Schulen, Vereinen und vor allem im privaten und familiären Bereich. Kein Wunder, dass im Bezirk Schärding die Sorge wächst, dass die Ampel auf Rot schalten könnte. Die nächste Entscheidung der Ampel-Kommission fällt morgen Abend. Der Krisenstab des Landes appellierte gestern einmal mehr, die bekannten Hygienemaßnahmen vor allem bei Zusammenkünften und Feierlichkeiten im privaten Bereich nicht zu vernachlässigen.

In Oberösterreichs Senioren- und Pflegeheimen ist die Zahl der positiv Getesteten von 113 auf 122 leicht angestiegen.

Zweiter Cluster in Ried

Im Bezirk Ried gibt es neben dem Cluster in einem Fleischverarbeitungsbetrieb (154 Fälle) mittlerweile eine zweite Fallhäufung. Betroffen ist die Bezirkshauptmannschaft, 13 Mitarbeiter wurden positiv getestet, 70 weitere sollen bis heute Abend getestet werden. Auswirkungen auf den Betrieb habe der Cluster laut Krisenstab des Landes nicht, auch das Contact-Tracing sei dadurch nicht eingeschränkt.

Gestern wurden zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet, beide aus dem Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Ried im Innkreis. Dort starben ein 81-jähriger und ein 83-jähriger Mann.

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