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Innviertel

Kriminalität: Schärdinger leben sicherer als Rieder und Braunauer

Von Thomas Streif und Dieter Seitl   02. Mai 2016

Kriminalität: Schärdinger leben sicherer als Rieder und Braunauer
Wohnhauseinbrüche von 2005 bis Ende 2015: 666 im Bezirk Braunau, 373 in Ried und 221 in Schärding

INNVIERTEL. Vom Einbruch über den Autodiebstahl bis zum Gewaltdelikt – Schärding am sichersten.

Rund eine Milliarde Euro soll die Polizei zusätzlich bis 2020 bekommen. Das teilte der neue Innenminister Wolfgang Sobotka (VP) mit. Eine parlamentarische Anfrage des Grünen-Bundesrats David Stögmüller aus Braunau musste noch dessen Vorgängerin Johanna Mikl-Leitner beantworten. Stögmüller wollte wissen, wie viele strafbare Handlungen im Innviertel in den vergangenen Jahren angezeigt wurden.

Das Ergebnis überrascht viele: Die Gesamtkriminalität im Innviertel ist trotz Schwankungen tendenziell rückläufig. Im Jahr 2006 gab es im Bezirk Braunau 4529 Anzeigen, im Vorjahr 3509. Im Bezirk Ried sank die Zahl im Vergleichszeitraum von 3128 Anzeigen auf 2189, im Bezirk Schärding von 1870 auf 1616.

Höhere Aufklärungsquote

Wobei sich der Bezirk Schärding über den Zeitraum von zehn Jahren auch bereinigt um die unterschiedliche Bevölkerungsanzahl als der sicherste erweist: In Relation zur jeweiligen Bevölkerung gab es im Bezirk Braunau um 17,3 Prozent mehr Anzeigen und im Bezirk Ried um 28,4 Prozent mehr Anzeigen als in Schärding.

Statistisch betrachtet leben die Menschen im Bezirk Schärding damit im Innviertel am sichersten. Auch die Aufklärungquote war im Bezirk Schärding über die vergangenen Jahre hinweg in Summe mit 64,7 Prozent höher als im Bezirk Braunau mit 58,8 Prozent und im Bezirk Ried mit 54,2 Prozent.

1260 Wohnhaus-Einbrüche

Im Zeitraum von 2005 bis inklusive 2015 gab es im Innviertel 1260 Einbrüche in Wohnungen und Wohnhäuser. Wobei es sich auch hierbei im Bezirk Schärding am sichersten lebt: Die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Einbruchs zu werden, war im Bezirk Braunau um 70 Prozent und im Bezirk Ried um 61 Prozent höher als im Bezirk Schärding – jeweils bereinigt um die Bevölkerungszahlen.

Die Gefahr, seinen fahrbaren Untersatz am nächsten Tag nicht mehr vor der Haustür vorzufinden, ist im Bezirk Braunau statistisch um 34 Prozent größer und im Bezirk Ried gar um 59 Prozent größer als im Bezirk Schärding – auf Basis der Diebstahlszahlen von 2005 bis 2015. 458 Kfz kamen in diesem Zeitraum im Innviertel abhanden.

"Friedensbezirk" Schärding

Auch bei den Gewaltdelikten lebt es sich im Bezirk Schärding deutlich friedlicher, zumindest wenn es nach der Zahl der Anzeigen in Relation zur Bevölkerung geht: Im Bezirk Braunau gab es um 33 Prozent mehr Gewaltdelikte, im Bezirk Ried um 38 Prozent mehr.

Bei den angezeigten Fällen, die im Zusammenhang mit dem Waffengesetz unter gerichtlich strafbare Handlungen fallen, ist der Bezirk Schärding erneut der Innviertler "Friedensbezirk" Nummer eins – bereinigt um die Bevölkerungszahl gab es über die vergangenen Jahre hinweg im Bezirk Braunau um 86 Prozent mehr Anzeigen und im Bezirk Ried gar um 129 Prozent mehr Anzeigen.

Und auch die mentale Radikalität scheint in Schärding weniger stark ausgeprägt, zumindest wenn es nach der Zahl der Anzeigen nach dem Verbotsgesetz geht: Erneut bereinigt um die Bevölkerungszahlen gab es im Bezirk Ried um 46 Prozent mehr und im Bezirk Braunau um 54 Prozent mehr Anzeigen.

Mehr als 8300 Anzeigen pro Jahr im Innviertel

Gesamtkriminalität: Im Innviertel mit seinen rund 215.000 Einwohnern gab es über die vergangenen zehn Jahre hinweg in Summe 83.477 Anzeigen. 39.196 entfallen auf den bevölkerungsmäßig mit Abstand größten Bezirk Braunau – gefolgt von Ried mit 25.383 Anzeigen und Schärding mit 18.898 Anzeigen. Bereinigt um die unterschiedliche Einwohnerzahl ist der Bezirk Schärding der sicherste Innviertler Bezirk: Im Bezirk Braunau gab es in Relation zur dortigen Bevölkerung um 17,3 Prozent mehr Anzeigen und im Bezirk Ried sogar um 28,4 Prozent mehr Anzeigen als im Bezirk Schärding.

Aufklärungsquote: Auch bei der Aufklärungsquote hatte der Bezirk Schärding über die vergangenen zehn Jahren die Nase vorne: Mit 64,7 Prozent im arithmetischen Mittel, gefolgt vom Bezirk Braunau mit 58,8 Prozent und dem Bezirk Ried mit 54,2 Prozent.

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