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Oberösterreich

Innviertler stürzte von Kran neun Meter tief in den Tod, Ehefrau schwer verletzt

Von OÖN   24. Juni 2019 20:19 Uhr

Rettungshubschrauber
Rettungshubschrauber (Symbolbild)

BRAUNAU. Eine Familientragödie hat sich am Vormittag in der Gemeinde Polling im Bezirk Braunau abgespielt, bei der ein 57-Jähriger von einer umkippenden Hebebühne neun Meter tief stürzte und tödlich verletzt wurde.

Dessen Ehefrau, die bei ihm gewesen war, wurde lebensgefährlich verletzt. Die Frau wurde von einem Notarzthubschrauber ins Landeskrankenhaus Salzburg transportiert.

Der Unfall passierte gegen 10.20 Uhr auf einem Nachbargrundstück des Ehepaares in der Ortschaft Ornading. Dort wollte ihr Sohn ein Haus bauen. Die Eltern wollten deshalb Übersichtsfotos von der bevorstehenden Baustelle schießen, wie die Polizei informierte.

Der Cousin (37) des Sohnes saß aus diesem Grund in einem Teleskoplader mit ausfahrbarem Kranarm, an dessen Spitze ein Korb montiert war. Die beiden Eheleute bestiegen den Korb, um sich damit in eine Höhe von circa neun Metern hochheben zu lassen. Da nahm das Unglück seinen Lauf. Denn der Neffe der beiden, der das Fahrzeug lenkte, dürfte die Schräglage des Grundstückes unterschätzt haben. Der 37-Jährige fuhr den Lastarm in einem Winkel von rund 45 Grad aus, sodass die Arbeitsmaschine auf den Hang seitlich nach rechts umkippte.

Der Korb mit dem Ehepaar streifte noch einen Baum und prallte dann mit voller Wucht auf dem Boden auf.
Gerhard P. wurde so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Ein Notarztteam des Hubschrauber-Stützpunktes Europa 3 flog nach Polling, um die schwer verletzte Marianne P. ins Spital zu fliegen.

Trauer um Feuerwehrmann

Leicht verletzt wurde bei dem Unfall der 37-jährige Neffe, der sich im Krankenhaus in Ried behandeln ließ. Ein Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes Altheim übernahm die Betreuung der Familienangehörigen. „Trauer und Schock sind bei uns im Ort groß“, sagte ein Bekannter der Familie im OÖN-Gespräch. Denn Gerhard P. sei in der Gemeinde, vor allem auch als langjähriges aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Ornading, allseits bekannt gewesen.

Dem Neffen des Paares dürfte zudem ein strafgerichtliches Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung bzw. fahrlässiger Körperverletzung drohen. Die Erhebungen zu dem Unfallgeschehen seien im Laufen, sagte eine Sprecherin der oberösterreichischen Landespolizeidirektion. Es werde Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Ried erstattet.

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