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Oberösterreich

Ausreisekontrollen in Braunau: „Lückenlos kontrollieren kann man nicht“

Von nachrichten.at/Erik Famler/eva   18. September 2021 11:26 Uhr

Neuerlich Ausreisekontrollen in Braunau

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BRAUNAU. Ohne Zwischenfälle verliefen in der Nacht auf heute die Ausreisekontrollen im Bezirk Braunau.

„Die Leute haben die Anhaltungen akzeptiert, viele haben die Kontrollen sogar begrüßt“, sagt Verkehrsinspektor Franz Zeilinger vom Bezirkspolizeikommando Braunau. Nur wenige waren auf die Kontrollen nicht vorbereitet und mussten deshalb zurückgewiesen werden: „Wir haben diese Personen darauf hingewiesen, wo sie sich impfen lassen können. Ob sie es getan haben, wissen wir nicht.“

Die Beamten des Bezirkskommandos sind seit Samstag frühmorgens mit vier Streifen unterwegs, um die Ausfahrtsstraßen in andere Bezirks und in Richtung Deutschland zu überwachen. Fünf Hauptverkehrsadern und rund 40 Nebenstraßen wurden kontrolliert. Den acht Polizisten stehen dauerhaft vier Soldaten des Bundesheeres zur Seite. Am Montag kommt die ersehnte Verstärkung „Beamte aus Ried werden uns entlasten“, betont Zeilinger.   

Der falsche Eindruck vieler Bürger im Bezirk Braunau, wonach kaum oder gar keine Kontrollen stattfinden, sei durch die mobile Überwachung entstanden. „Die Kollegen stehen bis zu zwei Stunden auf einem Kontrollpunkt und wechseln immer wieder den Standort“, erklärt Zeilinger.

Die Ausreisekontrollen in Braunau verlaufen ohne größere Probleme.

"Verhalten der Bevölkerung vorbildlich"

Die ersten Kontrollen auf „genesen, getestet, geimpft“ (3-G-Nachweis) seien in guter Kooperation mit der Bevölkerung abgelaufen, berichtete am Samstag auch das Bundesheer. Die Menschen seien gut informiert. „Die Zusammenarbeit mit der Polizei und der Bezirkshauptmannschaft funktioniert hervorragend. Das Verhalten der Bevölkerung ist vorbildlich und die Bevölkerung sieht die Notwendigkeit des Einsatzes ein", so Brigadier Dieter Muhr, Militärkommandant von Oberösterreich.

 Ausreisekontrollen bereits im April

Nicht zum ersten Mal sind die Braunauer mit Ausreisekontrollen konfrontiert. Schon im April mussten all jene, die den Bezirk verlassen wollten, für kurze Zeit einen gültigen 3G-Nachweis vorlegen. Ausgenommen davon sind u.a. Kinder unter zwölf Jahren, Schüler sowie Personen mit unaufschiebbaren Behörden- und Gerichtsterminen. Der Hochinzidenzerlass des Bundes trat in Kraft, weil die Sieben-Tage-Inzidenz zu hoch ist, die oberösterreichische Intensivbettenbelegung die erste kritische Hürde überschritten hat und die Impfquote am Freitag noch knapp unter 50 Prozent lag. Die Ausreisekontrollen werden beibehalten, solange die Sieben-Tage-Inzidenz mehr als 200 beträgt. Diese liegt aktuell bei 356.

Braunaus Bezirkshauptmann Kronberger hofft, dass die 50-Prozent-Hürde beim Impfen bald erreicht wird: „Ansonsten können die Kontrollen noch mehrere Monate dauern.“

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