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Oberösterreich

US-Militärkonvois rollen durch Österreich

LINZ. 550 Fahrzeuge auf dem Weg zu internationaler Großübung in Osteuropa.

US-Militärkonvois rollen durch Österreich

Die US-Truppen nutzen die Infrastruktur in der Rieder Kaserne. Bild: (Mkd/Simader)

"Saber Guardian 17" heißt die militärische Großübung, die demnächst in Ungarn, Rumänien und Bulgarien stattfinden wird. Mit dabei sind Truppen aus den USA und Großbritannien. Auf dem Weg von ihren Stützpunkten in Deutschland durchqueren derzeit 550 Fahrzeuge, darunter Dutzende Panzer, Österreich. Trotz der Neutralität Österreichs wurde diese Durchfahrt erlaubt, was heftige Kritik ausgelöst hat.

Das Heer verweist allerdings darauf, dass Aufenthalt, Überflüge oder Landungen ausländischer Soldaten genehmigt werden können, wenn nicht völkerrechtliche Verpflichtungen oder außenpolitische Interessen entgegenstehen sowie wenn kein Kriegsmaterial transportiert wird, dessen Herstellung oder Einsatz laut österreichischer Rechtsordnung unzulässig ist.

Ungeachtet der Kritik rollten vor allem die schweren Panzerverbände bereits in den vergangenen Tagen per Bahn durch Österreich. Dutzende Fahrzeuge, darunter Radpanzer, nutzen auch die heimischen Straßen.

In Suben "übernommen"

"Dieser Transit wird von uns überwacht und entsprechend unterstützt", sagte der Koordinator beim Militärkommando Oberösterreich, Hauptmann Gernot Schardax, den OÖN. Die US-Truppen werden an der Grenze in Suben "übernommen". Werden Unterstützungsleistungen benötigt, geleiten die Soldaten des Bundesheeres den Konvoi in die Kaserne in Ried/Innkreis, wo die Möglichkeit der Betankung angeboten wird. Allerdings nicht durch Österreicher, sondern durch Einheiten der US-Streitkräfte, die ihre eigenen Tanklaster mit im Konvoi führen. Österreich sollten so keinerlei Kosten erwachsen. Auch die weitere Infrastruktur in der General-Zehner-Kaserne des Panzergrenadierbataillons, also auch Übernachtungen, werden angeboten.

Im "sicheren Hafen"

Dass die Betankung nicht etwa auf Autobahn-Rastplätzen vorgenommen wird, ist der Vorsicht der Amerikaner geschuldet. Sie wollen alles im "sicheren Hafen" Kaserne erledigen. Für den zivilen Verkehr auf den von den Konvois benutzten Straßen – sie sollen je maximal 20 Fahrzeuge umfassen – soll es laut Schardax keinerlei Probleme geben. "Das wird nicht spürbar sein." Begleitet werden die US-Fahrzeuge, darunter Schwerlaster mit bis zu zehn Tonnen, von der US-Militärpolizei. Der Zeitraum, in dem die ausländischen Verbände durch Österreich rollen werden, ist laut Schardax klar definiert: "Bis zum 21. Juli." Der Rückmarsch erfolgt zur Gänze auf der Schiene.

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Artikel Eike-Clemens Kullmann 29. Juni 2017 - 00:04 Uhr
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