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50 Kraftplätze in Oberösterreich

Schätze vor der Haustüre: So wird Ihr Sommer in Oberösterreich unvergesslich

"Willst du immer weiterschweifen? Sieh, das Gute liegt so nah", heißt es in Goethes Gedicht "Erinnerungen". Wir treten den Beweis an. Die OÖN-Redaktion hat 50 Schätze ausgegraben, die unser Bundesland so lebens- und erlebenswert machen.

16. Juni 2018 - 00:04 Uhr

Fast die Hälfte der Oberösterreicher macht Urlaub in Oberösterreich. Das hängt wohl damit zusammen, dass hier das geboten wird, wonach sich die Menschen sehnen: Natur, Kultur und Freizeitaktivitäten. Wir haben versucht, eine Liste zu erstellen, die das Besondere aufspürt und das Nichtalltägliche enthält – vom Flussschnorcheln bis zum Bierbrauen, von aussichtsreichen Genussstätten bis zu Wanderungen mit Mehrwert.

Entstanden ist eine (erweiterbare) Sammlung mit Traumzielen vor der Haustür, die zeigt, was Oberösterreich kann. Nutzen Sie die Liste, um deren Punkte abzuhaken. Viel Spaß beim Abenteuer daheim! 

 

1. Let’s Fetz – Salmsee in Steyregg

Er heißt Fetz, sie nennen ihn Fetzy, und wer sich in seine Schule begibt, darf es ordentlich fetzen lassen – auf dem Wakeboard. Der Gramastettner Daniel Fetz, zweifacher Vizeweltmeister auf dem flotten Brett, weiht in seinem Wassersportparadies am Salmsee in Steyregg in die trickreiche Kunst des Wakeboardens am Lift ein – mit Erfolgsgarantie für Anfänger. www.fetzysworld.com
 

Ab auf die Anlaufalm  
Bild: Franz Sieghartsleitner

 

2. Ja, auf der Alm – Reichraming


Die Bergschuhe geschnürt oder die Kette des Mountainbikes geölt, und schon wird Anlauf genommen, um im Herzen des Reichraminger Hintergebirges die Anlaufalm anzusteuern. Wer sich fürs Pedaltreten entscheidet, plant ab dem Ortszentrum Reichraming für die 51 Kilometer lange Runde mit 880 Höhenmetern etwa drei Stunden ein. Zu Fuß bieten sich einige Varianten an. Die kürzeste Strecke führt ab dem Parkplatz Schranken Brunnbach in eineinhalb Stunden zur Einkehr auf der aussichtsreichen, 982 Meter hoch gelegenen Alm. Die kleine Hintergebirgsrunde (leicht, viereinhalb Stunden) und die große Hintergebirgsrunde (schwer, 6 bis 7 Stunden, mit Triftsteig) haben die Hütte ebenfalls am Wegesrand. Die Anlaufalm mit einem Bettenlager für 18 Personen und einem Doppelzimmer ist bis Ende Oktober täglich geöffnet. 
 

3. Rafting auf der Steyr – Agonitz


Ein Abenteuertag auf der Steyr ist garantiert, macht man sich zu einer Rafting-Tour auf. Mehrere Anbieter und ihre Bootsführer schulen die Bootscrew (ab 6 Jahren) ein und steuern professionell durch die Stromschnellen und die ruhigen Stellen. Los geht es unterhalb des Kraftwerks Agonitz. 13 Kilometer legt man zurück. Sechs Stunden muss man dafür einplanen. Mitten drin gibt es zur Stärkung ein Flusspicknick. Im smaragdgrünen Wasser ist so mancher Fisch zu entdecken, Wasseramsel, Reiher und Flußuferläufer lassen sich sehen, wenn man nicht lärmt.
 

4. Eis-Musik – Obertraun


Was sich da unterirdisch abspielt, ist von überirdischer Pracht – eine mystische Höhlenwelt aus Eis und Fels. Für die Führungen wurde die Dachstein-Rieseneishöhle während der Wintermonate durch eine neue Beleuchtung zur funkelnden Erlebniswelt, das Naturjuwel behutsam in Szene gesetzt. Zu den fantastischen Eisskulpturen wie der Gralsburg oder dem neun Meter hohen Großen Eisberg gesellen sich zwei bewegliche Höhlenbären als Zeugen der spannenden geologischen Geschichte. Eine Hängebrücke bietet einen spektakulären Blick auf die imposanten Formationen. Im August verwandelt sich der Parsifaldom in einen Konzertsaal, am 31. August gastieren die legendären Hollerschnapszuzler mit "Mozart von Goisern". Auf der Schönbergalm, dem Ausgangspunkt zur Höhle, wird die Ausstellung "Dachstein im Klimawandel" gezeigt. dachstein-salzkammergut.at.
 

5. Fische streicheln – St. Aegidi

Haben Sie schon einmal einen Fisch gestreichelt? Im Forellenzirkus bei der Erledtmühle (1348 erstmals urkundlich erwähnt) in St. Aegidi ist das möglich. Die Fische sind darauf trainiert, durch einen Reifen zu springen oder mit Bällen zu spielen. Ein netter Gag, der die Besichtigung des Mühlenmuseums und des historischen Sägewerks humorig bereichert. Die Erledtmühle war bis 1994 in Betrieb. 2003 wurde sie in mühevoller Kleinarbeit renoviert. Beim per Wasserrad angetriebenen Sägewerk handelt es sich um ein Venezianer-Gatter aus dem Jahr 1820. Betreiber-Familie Sageder-Luger hat zudem eine alte Binderei im ehemaligen Hühnerstall des Hofes eingerichtet. Darin zu sehen: die Werkzeuge des letzten Binders im Ort. Ebenfalls Zeuge des alten Handwerks ist eine Schusterwerkstatt, in der einst der ehemalige Bürgermeister des Ortes gearbeitet hat. www.forellenzirkus.at
 

Abteuer am Wurbaukogel  
Bild: heikomandl.at

 

6. Abenteuer auf dem Berg – Wurbauerkogel


Einen Berg voller Abenteuer, das bietet der Wurbauerkogel in Windischgarsten. Einen Überblick verschafft man sich auf dem Panoramaturm. Hinunter ins Tal geht es entweder per Sommerrodelbahn oder rasanter mit dem Alpine Coaster oder per Mountainbike durch den spektakulär angelegten Bikepark. Im Bergrestaurant kann man sich zwischen den Abfahrten stärken oder nahe davon den 3D-Bogenpark absolvieren. Freunde des steileren Geländes suchen den Klettersteigpark Bannholzmauer auf. Beschaulich hingegen geht es auf dem Themenwanderweg "Natur-Spuren" (drei Stunden) zu. 
 

7. Belohnen im Sand – Linz


Ein bewegtes Leben kann auch sein, auf Inlinesaktes am Donau-Ufer hin- und herzurollen. Fleiß und Schweiß verdienen einen Preis: Schnell ist die Kurve zur Sandburg an der Donaulände gekratzt, wo sich der Sportliche an Schönwettertagen von 11 bis 24 Uhr belohnt – mit entspannender Musik, erfrischenden Cocktails und gschmackiger Strandkost. Samstags und sonntags werden von 10 bis 14 Uhr Brunch-Menüs serviert. Wie sagen die Betreiber? Sandalös!
 

8. Flussschnorcheln – Roitham


Fantastische Unterwassereindrücke lassen sich durch die Taucherbrille gleich unterhalb des Traunfalls einsammeln. Hier fließt der oft glasklare Fluss durch eine wildromantische Schlucht. Ein Drei-Meter-Sprung ins kühle Nass eröffnet eine Welt, in die man sonst schwerlich Einblick nehmen kann. Hinter einem Felsen steht im Sonnenlicht glitzernd eine prächtige Forelle. Ein Saibling mit seinen weißen Flossenspitzen zieht vorbei, im Kehrwasser warten gleich zwei kapitale Hechte auf unvorsichtige Schuppenträger. Und wenn man Glück hat, sieht man auch einen Huchen, der es locker auf einen Meter Länge bringt. In wärmendes Neopren gezwängt, kann man solcherart bis Stadl-Paura schnorcheln. Sehr zu empfehlen ist eine geführte Tour, die Schnorchel-Guides kennen jeden Strudel und Fisch-Spot. Zwei Tauchschulen in der Ortschaft Viecht bieten Touren (Scuben) in unterschiedlicher Länge und Herausforderung an. Die Ausrüstung kann man sich ausborgen. In den Ferien gibt es vergünstigte Angebote für Familien (mit größeren Kindern)
 

Sag bloß nicht Steckerlfisch zu ihm!  
Bild: braun

 

9. Stanglfisch – Altmünster

Ein Fisch von der Stange und dennoch einzigartig und typisch für den Traunsee - das sind die Riedlinge, die Sepp Poiger aus dem tiefsten See Österreichs fischt. Sie werden auf ein Stangl aus Fichtenholz gespießt, um sie danach auf den Holzkohlegrill zu legen, wo sie ein paar Minuten herzhaft gegrillt werden. Dann einfach nur mit grobem Salz bestreuen und direkt vom Stangl knabbern. Ohne Messer und Gabel. Man kann eigentlich gar nichts falsch machen. Außer, man sagt "Steckerlfisch" dazu. 
 

10. Im Tal der Feitelmacher – Trattenbach

Im Museumsdorf Trattenbach schreitet keiner Vitrinen mit Schaustücken ab, bis mit den Füßen das Interesse ermüdet. 1,5 Kilometer, immer leicht aufwärts, spaziert man auf den noch sehr lebendigen Spuren des Messers von Station zu Station, zwei Stunden sollte man sich dafür mindestens Zeit nehmen. Die Geschichte der Trattenbacher Feitelmacher begann vor 500 Jahren mit Bartholomäus Löschenkohl, der die Idee des Faltmessers aus dem Elsass mitbrachte, sich mit seinen sieben Söhnen hier niederließ und die Wasserkraft für die Erzeugung nutzte. Im "Museum zur Wegscheid" werden die Geschichten vom Arbeitsalltag des Schmiedens, Härtens, Schleifens und Drehens und vom Freizeitvergnügen der Messerer-Familien erzählt. Im nächsten Haus breitet der schwere Schmiedehammer die Klinge. In der Drechslerei fertigt der Besucher seinen eigenen Feitel, dessen Holzgriff mit dem Brennstab individuell verziert wird. Es lohnt sich, die Feiteltour gleich mit einer Wanderung auf den 1285 Meter hohen Schoberstein zu verbinden und im Schobersteinhaus einzukehren. www.tal-der-feitelmacher.at
 

Alpakas in Bad Mühllacken  
Bild: colourbox.de

 

11. Alpaka-Trekking – Bad Mühllacken


Das wildromantische Pesenbachtal mit den ausgewaschenen Felsbottichen, der Blauen Gasse und dem monumentalen Kerzenstein ist schon ein Naturschauspiel an sich. Eine tierische Bereicherung erfährt der Wanderer in Begleitung von Alpakas. Naturführer begleiten die Trekkingtour mit den aus den südamerikanischen Anden stammenden Paarhufern von Bad Mühllacken durch das geschützte Kerbtal. Eine Variante zu Fuß führt auf die Weide einer Alpakaherde, wo man Erstaunliches über die Landschaftspfleger und Fasertiere hört und Fäden aus dem Vlies der sanftmütigen Tiere spinnt.
alpakas-rottenberg.at

 

12. Alles Bio – Gramastetten


Er gehört nicht zu den alltäglichen Erfahrungen, was nicht nur daran liegt, dass er seine Öffnungszeiten auf Donnerstag und Freitag (17 bis 22 Uhr) sowie Samstag (14 bis 22 Uhr) beschränkt. Der Köglerhof von Lisi und Klaus Bauernfeind in Gramastetten gilt als kulinarisches Sprachrohr, wenn man über gute, biologische und faire Lebensmittel spricht. Im idyllisch gelegenen Mostheurigen in der Koglerau mit Aussicht auf die Niederungen des Eferdinger Beckens und die Donau schmeckt man die Liebe zur Natur und zu den Tieren. Auf den Teller kommt das Fleisch der auf den Kräuterwiesen weidenden Gänse, von den Schwäbisch-Hallischen Landsauen, die auf der Wiese heranwachsen, vom Kärntner Brillenschaf oder den Fleckvieh-Limousin-Rindern, die wie die Hühner am Hof gehalten werden. Dazu werden Säfte, Moste und Mühlviertler Bier gereicht. Reservieren ist kein Fehler!
www.koeglerhof.at
 

Leni Loidl bewirtschaftet die Plankensteinalm  
Bild: (Volker Weihbold)

 

13. Bei der Leni – Plankensteinalm/Gosau

Auf der Hochebene zwischen Gosau und Hallstatt bewirtschaft Leni Loidl die idyllische Plankensteinalm. Die 30-Jährige ist die letzte Sennerin im Salzkammergut, die Almkäse in alter Tradition herstellt. Um in den Genuss des köstlichen Produkts auf der seit mehr als 200 Jahren bestehenden Leutgebhütte von Landwirt Sepp Gamsjäger zu kommen, braucht es Zeit: Von Gosau aus erreicht man die Alm in einer zirka zweieinhalbstündigen Wanderung, mit dem Mountainbike ist man etwa eineinhalb Stunden unterwegs. Von Hallstatt aus geht es über die Dammwiese und die Hohe Scheibe in rund drei Stunden zur Leni. www.plankensteinalm.at
 

14. Kajaktour Karbach – Traunkirchen

Eine Kajaktour am Traunsee startet man am besten von Traunkirchen aus. Quer über den See paddelt man gemütlich in 20 Minuten nach Karbach, wo sich die gleichnamige rustikale Jausenstation (Dienstag Ruhetag) befindet. Der Besitzer trotzt seit Jahren den Bergwerkbetreibern. Bevor man aus dem Reich des Unbeugsamen zurückpaddelt, bietet es sich an, das naturbelassene Ostufer entlangzufahren. Zurück in Traunkirchen, kann man entweder die beeindruckende Fischerkanzel in der Gemeinde-Kirche ansehen oder – profaner – den steinernen Penis am Kreuzweg. Dann auf ein Spitzen-Eis in Giovannis Café.

 

15. Klein-Wimbledon – Kremsmünster

Ein Beachvolleyballfeld und Tennisplätze haben andere auch – und dennoch ist der Aktivpark der Familie Stadlhuber in Kremsmünster ein Hort der Exklusivität. Nirgendwo sonst in Österreich kann man sich auf zwei Rasenplätzen den Tennisball um die Ohren schlagen. Die Halme werden mit einem Spezialgerät regelmäßig auf eine Schnitthöhe von genau 4,3 Millimeter gemäht. Die einstündige Rasenplatz-Miete für zwei Personen beträgt 80 Euro, für vier Personen 100 Euro. Das berühmteste Tennisturnier der Welt in Wimbledon wird auf Rasen ausgetragen. Das hat vor mehr als einem Vierteljahrhundert auch die Kremsmünsterer Grasflüsterer inspiriert.
wp.stadlhuber.at
 

16. Irrlichter Schauen – Ibm

Wenn die Sonne über dem Ibmer Moor untergeht, sieht man zuweilen Irrlichter in der mystischen Landschaft. Leuchtet da das Moorweiberl, um einen Jüngling ins Verderben zu locken, wie die alten Sagen erzählen? Nein, es sind die Laternen der Kinder und Erwachsenen, die mit Moorwächterin Maria Wimmer eine nächtliche Wanderung im Moor machen. Es geht eine besondere Stimmung aus vom Moor in den Abendstunden. Sitzt dort in der Schwarzerle ein Sumpfgeist oder doch nur ein Vogel? Ist es der Schuster Stöffl gar, den ein Irrlicht verfolgt haben soll? Viele Geschichten ranken sich um die eigenartige Landschaft, welche die Wanderer durchstreifen. Und dann, als die Moorwächterin alle in ihren Erzählbann geschlagen hat, steigt tatsächlich ein Flämmchen aus der Tiefe des Moores auf.
Vom Entrischen dieses Ausflugs, der rund drei Stunden dauert, erholen sich die Kinder schnell beim Würstelbraten überm Lagerfeuer und die Erwachsenen bei der guten Jause vom Moorbauern. In den Ferien wird jeden Freitag im Moor gewandert. www.moor-ausflug.at
 

17. Die Donau entlang – Aschach

Ein Ausflug nach Aschach mit dem Fahrrad (von Linz in eineinhalb Stunden auf dem Donauradweg) lässt sich mit zwei Besuchen würzen, die hohe Erkenntnisqualität versprechen: die Kunstglasbläserei von Thom Feichtner und das Schopper- und Fischermuseum. Beide sind an der gleichen Adresse zu finden: Schopperplatz 2.

Feichtner produziert seit mehr als 30 Jahren Gläser höchster Güte. Sensationell sind seine Glas-Didgeridoos. Das Atelier ist ab 3. Juli dienstags und donnerstags von 10 bis 18 Uhr offen.
www.spirit-of-glass.at

Das liebevoll gestaltete Schopper- und Fischermuseum in Aschach hat bis 30. Juni nur sonntags und
feiertags offen, danach Montag bis Donnerstag von 10 bis 12 und 13.30 bis 17.30 Uhr sowie am
Wochenende von 10 bis 12 und von 13 bis 18 Uhr.
www.museum.aschach.at
 

Sei 125 Jahren unterwegs: Die Schafbergbahn  
Bild: (OÖ Tourismus)

 

18. Alt, aber steil – St. Wolfgang

Seit 125 Jahren ruckelt und zuckelt die steilste Zahnradbahn Österreichs von St. Wolfgang auf den 1783 Meter hohen Schafberg. Das Jubiläum verführt dazu, die Aufstiegshilfe anzunehmen, das Flair des Kaisersaals im Gasthaus "Schafbergspitze" aufzunehmen und am Rande des Abgrunds den Blick auf sieben Seen zu werfen. Talwärts kommt das Beinwerk ins Spiel: Bis St. Wolfgang ist der Wanderer über die Schafbergalpe etwa zwei Stunden und 45 Minuten unterwegs.

 

19. Mittelalter-Kleinod – Burg Clam

Unter den alten Herrschaftssitzen des Landes gilt die Burg Clam als Kleinod. Sie ist nach wie vor bewohnt und kann besichtigt werden. Der Rundgang beginnt im Arkadenhof, führt durch Burgapotheke, Waffenkammer, Burgmuseum (Porzellansammlung!) und Kapelle zu den Wohnräumen des Grafen von Clam. Nicht selten lässt sich der Burgherr, Carl Philip Clam, blicken. Wer sich auf Burg Clam länger aufhalten möchte, kann in einem der historischen Gästezimmer übernachten. Kein billiges Vergnügen, aber wie oft im Leben bettet man sich in einer mittelalterlichen Burg? Am 21. Juni geht übrigens der Konzertsommer los – mit Nickelback. 
 

20. Auf die Pferde, fertig, los – Mühlviertler Alm

Das Mühlviertel ist eine Natur- und Kulturlandschaft, wo Reiter und Pferd noch unbekümmert ihrer Wege reiten können. Durch schattige Wälder, über Granithügel und plätschernde Bäche, zwischen Roggenfeldern und Bauerngärten hat sich hier noch eine Struktur erhalten, die anderswo dem Asphalt untergeordnet wurde. Deshalb ist das Mühlviertel wie für Wanderreiter geschaffen. Der Reiterverband Mühlviertler Alm verzeichnet 700 Kilometer markierte Reitwege. 50 Betriebe haben sich auf Reiter und Pferde spezialisiert. Zahlreiche Pferderasten und Reiterherbergen, in denen Reiter und Pferd die wohlverdiente Pause einlegen können, sowie acht Erlebnis- und Relaxplätze laden zur Pause ein oder bieten abwechslungsreiche Aktivitäten, zum Beispiel das Überwinden einer Hängebrücke. Eine eigene Wanderreiterkarte wurde aufgelegt (Maßstab 1:35.000).

14 Gemeinden haben sich zusammengeschlossen, um Wanderreitern ein unvergessliches Erlebnis zu bieten. 18 Touren wurden von einschlägigen Touristikern aufbereitet und auf der Homepage (siehe unten) dargestellt; darunter der Johannesritt, der über 110 Kilometer verläuft, ausgehend von Unterweißenbach. Zwölf Stationen gibt es, die innerhalb von fünf Tagen angeritten werden. GPS-Daten helfen dabei, dass man sich nicht vergaloppiert.
www.pferdereich.at
 

Peter Affenzeller bietet Whisky-Verkostungen an.  
Bild: (Volker Weihbold)

 

21. Nase rein – Alberndorf

Dem Wasser des Lebens hat sich Peter Affenzeller verschrieben. "Whisky", sagt der Brenner , "ist die reinste Form des Getreides". Gerste, Roggen und Weizen kommen von den eigenen Feldern. Der Visionär lässt Genussmenschen in seine Welt hineinschnuppern. 25.000 Besucher zieht die Destillerie in Alberndorf mit Kino, Geschäft und Café jährlich an.

Der für sein "Mühlviertler Gold" mehrfach Prämierte öffnet neben der 70-minütigen Führung mit Verkostung um sieben Euro weitere Zugänge, um sich dem Geheimnis seiner Produkte zu nähern und seine sensorischen Fähigkeiten auszubauen. Das beginnt mit der Spezialführung durch die Brennerei mit Kostproben und Jausenplatte, setzt sich mit exklusiver Anreise per Helikopter oder Limousine fort und reicht bis zu einem ganzen Tag in der Destillerie. Dieser beginnt mit einem kleinen Frühstück, um sich für die Mitwirkung an einem Brand mit dem Meister persönlich zu stärken. Am Ende erhalten die Novizen ein mit ihren Initialen graviertes 6,3-Liter-Whisky-Fass mit nach Hause (2019 sind dafür noch vier Termine offen). www.peter-affenzeller.at

 

22. Auf den Spuren der Bibel-Schmuggler – Gosau/Ramsau

Der "Bibelsteig" zwischen Gosau und Ramsau erinnert an eine Epoche, in der die Schriften des Reformators Martin Luthers ebenso verboten waren wie seine ins Deutsche übersetzte Bibel. Einfache Bauern und Holzfäller riskierten zur Zeit der Gegenreformation Kopf und Kragen, als sie am Gosaukamm vorbei einst Bibeln von Oberösterreich in die benachbarte Steiermark schmuggelten. Gut versteckt in leeren Salzfässern oder blattweise als Packmaterial getarnt passierten die religiösen Bücher alle Kontrollen.

Auf den Spuren dieser ebenso gläubigen wie beherzten Schmuggler wandert man vom Vorderen Gosausee über den Steiglpass und unterhalb der beeindruckenden Bischofsmütze bis zur Hofpürglhütte und von dort weiter bis nach Ramsau am Fuße der Dachstein-Südwand. Die geschichtsträchtige Tour ließe sich in einer anstrengenden Tagestour gerade noch bewältigen – es empfiehlt sich aber, auf halbem Weg in der auf 1705 Meter hoch gelegenen Hofpürglhütte eine Nachtrast einzulegen und die großartige Bergwelt zu genießen.
 

23. Zum Wirt Schweben auf dem Segway – Steyr

Stadtführungen mit Segways gibt es in etlichen Städten, etwa in Linz, in Steyr besitzen diese Touren jedoch einen besonderen Reiz. Man kann klassisch durch die Stadt schweben, aber auch hinaus in die Natur, offroad, ein wenig in die Au, oder in ein Wirtshaus nach Wahl zum Abendessen. Die Touren dauern zwei bis neun Stunden und werden ausschließlich geführt angeboten (ab 55 Euro, buchbar im Tourismusbüro oder online, siehe unten). Am Beginn jeder Tour steht eine ausführliche Schulung zum Gerät. www.segway-in-steyr.at
 

An allen sechs Filmabenden unterhält zudem Live-Musik.  
Bild: Florian Voggeneder

 

24. Filme und Sternderl schau'n – Braunberghütte

Mit Decke und Sitzgelegenheit im Gepäck wenden sich Cineasten im Juli und August mittwochs dem Sommerkino vor der Braunberghütte zu. Von St. Oswald aus ist die einzige bewirtschaftete Schutzhütte des Mühlviertels in etwa einer Stunde, ab Lasberg in zirka eineinhalb Stunden zu erwandern. Am 4. Juli wird die Open-Air-Leinwand zum Auftakt um 20 Uhr mit der Komödie „Halaleluja – Iren sind menschlich!“ bedient. Den Schlusspunkt setzt am 8. August "Die Wunderübung", eine österreichische Komödie mit Erwin Steinhauer nach dem Erfolgsstück von Daniel Glattauer. An allen sechs Filmabenden unterhält zudem Live-Musik. Nach dem Abspann zurücklehnen, den Blick zum Nachthimmel richten und sich von den Sternen Geschichten erzählen lassen! www.local-buehne.at
 

25. Obenauf – Rooftop7/Linz

Gin-Tonic-Mischungen benetzen den Durstigen vielerorts. Von der Dachbar „Rooftop7“ des Hotels Schwarzer Bär in der Herrenstraße wird einem zu 60 Gin-Sorten ein einzigartiger 360-Grad-Blick über die Stadt serviert. Frisch vom Grill kommen zum Beispiel ein zartes Rib-Eye-Steak oder das Forellenfilet aus Wildfang. Schöne Aussichten von Dienstag bis Samstag ab 17 Uhr, die eine Reservierung
nahelegen. linz-hotel.at/rooftop-7-bar

 

26. Genusstriathlon – Gmunden

Oberösterreichs Triathlon in Sachen Naturgenuss könnte so aussehen: Am frühen Morgen besteige man den Traunstein über den Hernlersteig, oben nehme man eine gute Jause oder eine ausgiebige Mehlspeise (bevorzugt Kaiserschmarrn) ein. Gemütlich steige man über die Mairalm ab und gehe durch das Lainautal direkt an den See. Man schäle sich aus der Kleidung, hänge sie zum Trocknen auf und springe in die kühlen Fluten, auf dass die Anstrengung des Berggehens abperle wie Quecksilber vom Fußboden. Man suche sich zwei Bäume und mache daran eine leichte Hängematte fest. Nun gebe man sich einem ausgedehnten Mittagsschlaf hin. Noch ein Muntermacherbad und zusammenpacken. Entlang des schottrigen Ufers schlendere man nun zur Jausenstation Moaristidl und fülle mit perlenden Getränken und Schmalz-, Käse- oder Speckbrot die Kalorienspeicher auf. Ganz Eifrige bleiben bis zum
pittoresken Sonnenuntergang.
 

Erfrischung auf dem Johannesweg  
Bild: Dieter Hawlan

27. Pilgern auf dem Johannesweg – Mühlviertel

Er ist die österreichische Antwort auf den Jakobsweg und führt auf 84 Kilometern durch die faszinierende Mühlviertler Hügellandschaft. Die mit einer Lilie – dem Symbol des Lichts – markierte Strecke ist mit zwölf Stationen gespickt, die Lebensweisheiten weitergeben. Wer sich die Tour in drei Etappen einteilt, ist auf dem besten Weg – auch zu sich selbst. 
 

28. Selbst ist der Sprayer – Hafengalerie Linz

Die besten Fotoperspektiven auf die Graffiti-Kunst der Hafengalerie steuert eine geführte Bootstour an. Im Anschluss daran drückt der Gast in einem Crashkurs die eigene Kreativität aus der Spraydose. muralharbor.at

 

29. Wo alles zusammenkommt – Die Gis

Alle Wege führen nicht nur nach Rom, sondern die Gemeinschaft der Radler auch zum Gasthaus zur Gis in Lichtenberg. Die 650 Höhenmeter ab Linz sind auf vier Routen zu überwinden, über Gründberg, Bachlberg, auf der Gis-Lauf-Strecke und für die extrem Motivierten über die Diesenleiten. Dem Schweinsbraten aus dem traditionellen Holzofen darf nach dem erstrampelten Kalorienverbrauch getrost zugesprochen werden, zu den Mehlspeisen muss ebenfalls nicht Nein gesagt werden. 
 

Die Biervielfalt sticht.  
Bild: (Volker Weihbold)

30. BierKulinarium – Aigen-Schlägl

Die Zeiten, da man im Wirtshaus die Wahl hatte zwischen Bier und Bier sind vorbei. Die Biervielfalt sticht. Um sich einen Überblick zu verschaffen, wie verschiedene Biere zu den Speisen eines fünfgängigen Menüs passen, gibt es nur einen wirklich profunden Ort, das Biergasthaus Schiffner, des gleichnamigen ersten Biersommelier-Weltmeisters. Karl Schiffner selbst kommentiert die Bierbegleitung, bucht man das Bierkulinarium. Ein günstiger Abend (56 Euro), der die Geschmacks-knospen angenehm überrascht. www.biergasthaus.at

 

31. Kanufahren auf dem Inn – Braunau

Das Europareservat Unterer Inn ist ein Vogel- und Naturschutzgebiet von internationaler Bedeutung, das sich nach dem Bau von Staustufen entwickelt hat. Hier gibt es viel zu entdecken – 300 Vogelarten hat man gezählt –, was am besten von einem Wasserfahrzeug aus geschieht. Geführte Kanutouren sind zu empfehlen (Tourismusverband Braunau). In großen Wanderkajaks ist man am besten im späten Frühjahr oder im Herbst unterwegs. Auch Ungeübte können mit den Booten nach kurzer Einschulung umgehen. Gucker nicht vergessen! Und danach ein Besuch in der Hausbrauerei Bogner, der kleinsten Weißbierbrauerei der Welt.
 

Bei Molln ist die Steyr noch urtümlich zu erleben.  
Bild: (Volker Weihbold)

32. Naturjuwel – Steyrschlucht bei Molln

Ein Steig windet sich am Ufer entlang zur Einmündung der Krummen Steyerling, dann steil hoch zur Schluchtkante, von der aus die Kraft des Wassers zu erahnen ist. Smaragdgrünes Wasser umspült eine Insel unweit eines einzigartigen Naturschauspiels: die Rinnende Mauer. Wie ein Tröpferlbad plätschert es aus der überhängenden Konglomeratwand. Hier ist die Steyr noch urtümlich zu erleben. 
 

33. Bierbrauen Freistadt

Die Freistädter Brauerei, einzige Commune Europas, bietet an, Bier selbst zu brauen. In der Erlebnisbrauerei macht man sich zu maximal zehnt ans Werk, um 50 Liter Gerstensaft herzustellen. Das dauert einen ganzen Tag, und nach fünfwöchiger Reifezeit kann man sich das Bier im Fass oder in Flaschen abgefüllt in der Brauerei abholen. Während des Brauvorgangs bleibt Zeit für eine Brauereiführung, für Bierverkostungen und ein Biergulasch. Wer noch mehr über Bier wissen möchte, kann sich in Freistadt zum Biersommelier ausbilden lassen, was zwei mal drei Tage dauert. Für heuer ist man allerdings ausgebucht.
 

Die Steyrtalbahn ist die älteste Schmalspurbahn Österreichs  
Bild: feh

34. Steyrtalbahn – Steyr/Grünburg

Auf den 17 Kilometern zwischen Steyr und Grünburg ist die Zeit stehen geblieben – könnte man meinen angesichts der Steyrtalbahn mit ihren Dampfrössern. Sie ist die älteste Schmalspurbahn (760 mm) Österreichs und wird von der Österreichischen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte erhalten. Im Juni verkehrt sie an Sonntagen, im Juli und August an Samstagen und Sonntagen. In Grünburg gibt es eine kleine Ausstellung über die Bahn, im nahen Steinbach (10 Minuten Fußweg) empfiehlt es sich, das Messermuseum zu besichtigen.
 

35. Ohne Führerschein – Wesenufer

Einmal Kapitän sein! Dieser Wunsch erfüllt sich auf der Donau bei Freizell in der Gemeinde Wesenufer. An einem Seitenarm stellt Zillenbauer Anton Witti Zillen bereit, die für 18 Euro pro Stunde zu buchen sind. Für die Sechs-PS-Motoren ist kein Schiffsführerpatent nötig, da darf jeder ab 16 Jahren ans Ruder. Zwischen den Kraftwerken Aschach und Jochenstein warten auf einer Flusslänge von zirka 35 Kilometern die berühmte "Schlögener Schlinge", Schlösser, Ruinen, Schotterstrände und liebliche Ortschaften. www.witti.co.at
 

36. Wald der Kinder – Zell am Pettenfirst

Bei der Volksschule Zell am Pettenfirst geht es los. Zwei Kilometer lang ist der Erlebniswanderweg. Die reine Gehzeit beträgt auf den Berg hinauf zirka eine halbe Stunde, allerdings sollte man doch zwei, drei Stunden einplanen, sind doch die Stationen im "Wald der Kinder" sehr reizvoll zum Spielen. Aber auch Ruhe wird für Kinder erfahrbar, ihre Konzentrationsfähigkeit wird gestärkt, und die Sinne werden geschärft. In der Pettenfirsthütte gibt es dann eine Jause. Der Rückweg kann auch über normale Wanderwege erfolgen, wenn es zeitlich schon pressiert.
 

37. Sagenweg – Bad Goisern

Man soll es ja gar nicht verraten, aber freitags um 16 Uhr werden frisch geräucherte "Gosinga Saiblinge" zur Rathlucken-Hütte geliefert, wo gleichzeitig das Hausbrot aus dem Holzofen kommt. Beides noch ein bisserl warm auf der Terrasse genossen (reservieren!) und den Blick über das Tal schweifen lassen – herrlich! Den Appetit holt man sich zuvor auf dem Goiserer Figuren- und Sagenweg, der 1955 in den Fels gesprengt wurde. Die aus Baumstämmen geschnitzten Wesen entlang des Wegs wundern sich noch heute darüber. www.bad-goisern.net
 

38. Bienenerlebnisweg – Zwettl an der Rodl

Beim Bienenmuseum in Zwettl an der Rodl beginnt und endet ein vier Kilometer langer Erlebnispfad, der Bienenweg. Hier erfährt man viel über Bienen, Hummeln, Wespen und andere Insekten. Was den Weg einzigartig macht, ist seine Familientauglichkeit. Den Kindern wird keineswegs fad vor den ausklappbaren Schautafeln, weil Kletterhügel, Tastpfad und Balancierpark locken. Eltern genießen auf den Bänken die Natur und Ruhe im Distltal. Wer Führungen durch den Imker bucht, kann im Bienenschauhaus die Tierchen aus nächster Nähe beobachten (Info: Tourismusbüro).
 

Nichts für Anfänger: Die Drachenwand  
Bild: (Weihbold Volker)

39. Drachenwand – Mondsee

Ein Klettersteig, der mit fantastischem Ausblick auf Mondseer Land, Totes Gebirge und Dachstein belohnt, zieht sich die Drachenwand hinauf. Keine Anfängerkletterei, aber leicht Fortgeschrittene bewältigen die 400 Höhenmeter in zwei Stunden. Startpunkt ist der Parkplatz beim Gasthof Drachenwand in St. Lorenz, der Zustieg zum Anseilplatz dauert eine halbe Stunde. 60 Prozent des Steigs weisen Schwierigkeitsgrad B auf, 40 Prozent C.

Klettersteigset, Hüftgurt und Helm sind selbstverständlich, Schwindelfreiheit ist Voraussetzung und auch eine halbwegs gute Kondition. An einigen Stellen steht man nur auf eingebohrten Eisenstäben an der nahezu senkrechten Wand. Ist man dann aber oben beim Gipfelkreuz angekommen, schweift der Blick über Mondsee und Wolfgangsee, in der Ferne erkennt man Irrsee und Attersee.

Zu Tal geht es nach der Gipfeljause entspannt über den Wanderweg. In fünf Viertelstunden ist man wieder beim Gasthof Drachenwand, wo der Gastgarten zur Einnahme von Elektrolytgetränken lockt.
 

40. Still & Heilig – Hochburg-Ach

Vor 200 Jahren wurde das Weihnachtslied "Stille Nacht, Heilige Nacht" zum ersten Mal gesungen. Die Melodie stammt von Franz Xaver Gruber, der 1787 als Leinenweberkind in Hochburg geboren wurde. Der künstlerisch gestaltete Friedensweg macht beim Gehen deutlich, wie sich das Lied rund um den Globus verbreitet hat. Dem einstündigen Rundweg mit sieben Skulpturen, HInweisen auf Geburtshaus, Taufbrunnen und Lehrstätte folgt ein Besuch des Franz-Xaver-Gruber-Gedächtnishauses, in dem man Interessantes aus dem Leben Grubers und zur Entstehung von "Stille Nacht, Heilige Nacht" erfährt.
www.fxgruber.at
 

Der Baumkronenweg in Kopfing  
Bild: (Volker Weihbold)

41. Auf Augenhöhe – Baumkronenweg Kopfing

Der Baumkronenweg in Kopfing erlaubt eine völlig andere Perspektive auf den Wald. 2,5 Kilometer ist der Rundweg lang, etliche Erlebnisstationen säumen ihn. Zudem gibt es einen 5000 Quadratmeter großen Spielplatz, einen Waldgasthof und Baumhotels. Neu ist das Fluchtspiel "Youexit", ein Escape-Room im Märchen-Stil. Zwei bis sechs Spieler versuchen mittels Lösung diverser Rätsel aus dem Raum auszubrechen. Eine Herausforderung für den (Team-)Geist, eine Stunde verrinnt wie im Flug. Das Spiel ist für Anfänger geeignet und familientauglich.
 

42. Wie die Wikinger – Exlau

Diesen Wikingern begegnet man lieber als den Originalen. Am Donauufer in der Exlau ankert ihr Schiff, die "Neufundland": 18 Ruderplätze, ein Takttrommler, maximal 108 Passagiere und ein riesiger Kühlschrank. Ja, die Wikinger, die sind ordentlich durstig.
Mindestens 20 Personen müssen sich zusammenfinden, damit die „Neufundland“ ablegt und Richtung Schloss Neuhaus abfährt. 1,5 Stunden dauert die übliche Tour, Verkleidung ist gern gesehen, man bekommt sie aber auch an Bord. Gefahren wird bei jeder Witterung, das Schiff verfügt über ein Regendach. Der grimmige Kapitän Alois Koblmüller führt das Ruder.
Landratten können sich am Wikinger-Pfad (eine Stunde) und im Wikinger-Dorf in der Exlau vergnügen – etwa bei einem Bogenturnier. www.donau-wikinger.at
 

43. Hochseilgarten – Hinterstoder

Der größte Hochseilgarten Oberösterreichs befindet sich in Hinterstoder in einem Wald neben der Steyr. Vom Kinderparcours bis zur schweren Flying-Fox-Runde gibt es sieben Ebenen, die man einzeln oder nacheinander bewältigen kann. Am spektakulärsten ist jener Parcours mit der 150 Meter langen Seilrutsche über das graublaue Wasser der Steyr. High Elements reichen in eine Höhe von bis zu 20 Metern. Fein ist, dass die Bäume im Hochseilgarten an heißen Tagen angenehmen Schatten spenden.
Begehbar ist der Sportpark ab einer Körpergröße von 110 cm und bis zu einem Gewicht von 120 kg. Kinder unter 14 Jahren brauchen eine erwachsene Begleitperson. Geöffnet hat man am Wochenende und an Feiertagen, während der Ferien jeden Tag, sofern es nicht regnet. Bei Bedarf kann man sich einen Guide nehmen. www.naturesports.at
 

König Dachstein  
Bild: (Sepp Friedhuber)

44. Und ewig thront der König – Der Dachstein

"Bucket List" nennen die Amerikaner persönliche Sammlungen mit Punkten, die es abzuhaken gilt, bevor der Sensenmann an die Tür klopft. Auf die oberösterreichische Liste gehört König Dachstein, wiewohl nicht für jeden das Kreuz auf 2995 Metern das Ziel sein kann. Schon der Anblick von einer der umliegenden Hütten mag das Herz erfreuen. 


45. Radeln im Dreilädereck – Schwemmkanal/Horni Plana


Ab Haidmühle in Deutschland führt ein gut ausgebauter, aber nicht asphaltierter Radweg den Schwarzenbergischen Schwemmkanal entlang und nach Haslach (51 km). Zum Pausieren sollte man die Fähre über den Lipno-Stausee nach Horni Planá (Oberplan) nehmen und das Stifter-Geburtshaus besuchen. Am Kanal finden Schauschwemmen statt, heuer am 1. August (ab 14 Uhr) an der
Schrollenbachschleuse in Sonnenwald. 

 

46. Selfie-Urlaubern  Zuprosten – Hallstatt

Für Alexander von Humboldt, den getriebenen Vermesser der Erde, bestand kein Zweifel: Hallstatt sei der "schönste Seeort der Welt". Das mag ein Grund sein, der Aura des Welterbe-Marktes zu verfallen. Nicht minder anziehend ist es, sich auf der Terrasse des Cafés Derbl bei einem Hallstatt-Bier (gebraut in Kaltenhausen) als schamloser Voyeur der asiatischen Selfie-Orgie mit ausgefahrenen Handy-Stangen hinzugeben. Ein vergnüglicher Kontrast zur morbiden Ausstrahlung des Beinhauses. 
 

47. Swingolf – Linz-Urfahr

Golf ohne Zugangshindernisse verspricht Swingolf in Linz-Urfahr. An der Freistädter Straße 163 wird diese neue Form des Ball-ins-Loch-Spiels über 18 Bahnen angeboten. Der Unterschied zum gängigen Golf: Der Ball ist größer, leichter und weicher und tut weniger weh, wenn man getroffen wird. Statt eines vollen Golfbags mit Caddy braucht es nur einen Golfschläger. Platzreife ist auch nicht vonnöten, eine kurze Einschulung reicht. Zudem hält sich die Investition in den Golfclub in Grenzen: Eine Tageskarte für
zehn Euro genügt. www.swingolf.at
 

48. Canyoning im Kalten – Weißenbachtal

Wenige Plätze halten kühlere Temperaturen an heißen Tagen bereit als das Weißenbachtal zwischen dem Attersee und Bad Ischl. Die ganze Kühle des Bachs genießt, wer hier eine Canyoningtour unternimmt. Die Klamm ist zwar kurz, aber äußerst reizvoll. Canyoning-Erfahrene kennen sie als "Devil’s Bathtub" (Teufels Badewanne). Allerdings sollte man den Canyon nicht unterschätzen, bei hohem Wasserstand kann es schnell gefährlich werden. Sehr hübsche Einblicke lassen sich durch die Taucherbrille erhaschen. Schön gezeichnete Bachforellen verstecken sich in den tiefen Gumpen des kristallklaren, kalten Wassers.
 

49. Darf’s ein bisserl mehr sein? Pflasterspektakel Linz

"Akrobat – schööön!" ließ schon der legendäre spanische Clown Charlie Rivel die Welt wissen. Artisten, Musikanten, Akrobaten und Schauspieler aus rund 30 Nationen bringen beim 21. Linzer Pflasterspektakel von 19. bis 21. Juli die Menschen zum Staunen, Träumen und Lachen. Da selbst Straßenkünstler nicht von Luft, Liebe und Applaus leben können, darf empfohlen werden: "Geld im Hut – schööön!", also jetzt schon Münzen zur Seite legen! 
 

Baden an der Donau  
Bild: (Volker Weihbold)

50. Die unterschätzten Badeplätze – An der Donau

Weit und breit kein Mensch, zwischen den Zehen Sand, und die Augen ruhen auf einem Badewasser mit Gegenstromanlage. Für einen derartigen Pool müsste man tief in die Tasche greifen, wollte man ihn im Garten installieren. Zum Glück hat die Natur solche Oasen geschaffen – bei freiem Eintritt und entlang der Donau.

Nicht immer sind die Donaubadeplätze zu empfehlen, aber bei Normal- bis Niedrigwasserstand und als halbwegs geübter Schwimmer kann man sich in die Fluten werfen und quasi am Stand schwimmen. Während sich selbst auf Höhe des Pleschinger Sees verschwiegene Kleinbuchten auftun, sind die Badeplätze in Ottensheim – bei der Rodlmündung – oder am Steinmetzplatzl in Alt-Urfahr eher mit Mitmenschen befrachtet.

Von Niederranna bis Mauthausen finden sich links- und rechtsseitig einsame Badestellen, die sommers mit einer Wassertemperatur von durchaus über 20 Grad Celsius aufwarten können. Wer auf Infrastruktur Wert legt, sei auf den Campingplatz in Au an der Donau verwiesen, wer keinen Tipp für eine dieser Oasen aufstellt, versucht auf Google Earth selbst eine zu entdecken.

 

Alle Schätze zum Durchklicken sehen Sie in unserer Bildergalerie. 

Kommentare

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„Dieseln solls ...“ il-capone Dieseln solls ...
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