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Die Schicksale der Heimkinder

Keine leichte Kost, aber ein notwendiges Buch: In Horst Schreibers „Im Namen der Ordnung“ berichten Betroffene über ihre Kindheit in Heimen.

Die Schicksale der Heimkinder

Heimkinder berichten. Bild: Verlag

Ein ehemaliges Heimkind berichtet: „Ich wurde in eine Zwangsjacke gesteckt und wie ein Hund an ein Tischbein gehängt.“ Auf 100 Seiten erzählen Betroffene ihre Lebensgeschichte aus 11 Heimen, darunter eines in Oberösterreich. Hauptsächlich spielen die Vorkommnisse in Tirol. Und doch ist der Bezug zu Oberösterreich gegeben. Viele Kinder konnten aus Platzmangel in oberösterreichischen Heimen nicht untergebracht werden und wurden nach Tirol geschickt.

„Das Lesen der Berichte lässt den Atem stocken und Entsetzen aufkommen“, schreiben Waltraud Kannonier-Finster und Meinrad Ziegler im Vorwort zum Buch, das sie gemeinsam mit Melitta Holler im Studienverlag herausgegeben haben. Der Autor Horst Schreiber ist Univ.-Doz. am Institut für Zeitgeschichte in Innsbruck mit Forschungsschwerpunkten in der NS-Zeit, Jüdischen Geschichte und Arbeitswelt.

Präsentation in Linz

„Im Namen der Ordnung“ wird am kommenden Mittwoch, 9. März, im Linzer Wissensturm präsentiert (19 Uhr). Der Autor führt ins Thema ein, die Aussagen der Betroffenen werden von der Schriftstellerin Margit Schreiner gelesen. Der Eintritt ist frei.

Das Buch
Horst Schreiber: „Im Namen der Ordnung – Heimerziehung in Tirol“, mit Bezügen zu Oberösterreich, Studienverlag, 404 Seiten, 19,90 Euro

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Artikel Klaus Buttinger 05. März 2011 - 00:04 Uhr
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