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Hunger, Durst und musikalische Hoffnung

Konstantin Wecker, Jessie Ann de Angelo

Konstantin Wecker, Jessie Ann de Angelo Bild: OÖN/Herzenberger

„Die Kinder im Spiegel“: Musical von Christa Koinig (Idee, Texte), Musik von Konstantin Wecker u. a. (Donaupark Linz, 12. September)

OÖN Bewertung:

Keiner heilen Welt widmete sich die heurige Kinderklangwolke, nach der Idee und Texten von Christa Koinig, Leiterin des Linzer Puppentheaters und Kuddelmuddel, zur Musik von Konstantin Wecker, Jessie Ann de Angelo und Arrangements von Sven Faller: „Die Kinder im Spiegel“, die Viki und ihr Bruder Mirkan dort sehen, haben Hunger und Durst, leben auf der Straße, müssen schwer arbeiten, sind todkrank. Und teilen dennoch eines: die Hoffnung. Wie sie auch allen Liedern unüberhörbar eingeschrieben ist.

Begleitet vom Moderatorenteam Bettina Stadlbauer und Jörg-D. „Jacky“ Hanzhanz, schlüpfen vierzig Kinder aus Oberösterreich in die Rollen ihrer Altersgenossen. Verschaffen rappend dem „Hunger“, so der Titel eines Lieds, Gehör. Erzählen vom kranken Torsten, für den es Zeit ist zu gehen, „Wenn der Bambus blüht“ und dabei stirbt.

Für „wissende“ Erwachsene mag der Widerspruch zwischen beklemmender Thematik und dem heiteren, fröhlichen Grundton der Lieder mitunter befremdlich wirken. Kindern ebnet er den Weg zum Verständnis, vor allem aber zum Fragenstellen.

Den Beweis, dass er seinen Text, wie eingangs versprochen, doch noch gelernt hat, tritt Konstantin Wecker zum Finale persönlich auf der Bühne an. Ein Höhepunkt vor dem traditionellen Klangwolken-Feuerwerk, das, gewiss gut gemeint, zu früher Stunde aber vor allem Schall und viel Rauch hinterließ. Ganz im Gegensatz zu den bunten Eindrücken dieser Kinderklangwolke.

Info: Das Linzer Puppentheater im Kuddelmuddel startet seine Saison am 18. 9., 15 Uhr, mit „Die kleine Raupe Nimmersatt“, www.kuddelmuddel.at

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Artikel Von Karin Schütze 14. September 2009 - 00:04 Uhr
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